Australian Open Petkovic siegt im Krimi gegen Kvitová

Nach 2:52 Stunden fiel die Entscheidung: Andrea Petkovic hat die zweite Runde von Melbourne erreicht. Weniger Mühe hatte Novak Djokovic bei seinem Comeback, Angelique Kerber jubelte erneut.

Andrea Petkovic
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Andrea Petkovic


Angelique Kerber hat bei den Australian Open einen souveränen Auftaktsieg gefeiert und trifft nun auf Donna Vekic. Die Kroatin wird von Kebers früherem Coach Torben Beltz trainiert. Die 29-jährige Tennisspielerin entschied das deutsche Duell mit Anna-Lena Friedsam in 66 Minuten 6:0, 6:4 für sich und erreichte damit den zehnten Erfolg in Serie.

Die Australian-Open-Siegerin von 2016 folgte damit Julia Görges und Mona Barthel in die zweite Runde. Ausgeschieden sind die DTB-Profis Carina Witthöft und Tatjana Maria, die gegen Maria Scharapowa 1:6, 4:6 unterlag. Die Russin könnte bereits in der dritten Runde auf Kerber treffen.

Einen weiteren deutschen Erfolg feierte Andrea Petkovic. Die 30-Jährige setzte sich in einem packenden Duell gegen die Tschechin Petra Kvitová 6:3, 4:6, 10:8 durch. Das Match dauerte 2:52 Stunden. Die auf Platz 98 der Weltrangliste abgerutschte Petkovic trifft jetzt auf die Amerikanerin Lauren Davis oder Jana Cepelova aus der Slowakei. Gegen Kvitová nutzte sie dank eines Doppelfehlers der Tschechin ihren vierten Matchball.

Zudem kam die Weltranglisten-Erste Simona Halep aus Rumänien mit 7:6 (7:5), 6:1 gegen die Australierin Destanee Aiava weiter.

Alexander Zverev
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Alexander Zverev

Bei den Männern gewann der Weltranglisten-Vierte Alexander Zverev 6:1, 7:6 (7:5), 7:5 gegen den Italiener Thomas Fabbiano und trifft nun auf den deutschen Peter Gojowczyk. Er besiegte Michail Kukuschkin aus Kasachstan 6:3, 6:3, 6:1. "Ich hoffe nicht, dass es ein Match wird wie FC Bayern gegen den Hamburger SV, dann sieht es nicht so gut aus für mich", sagte der Hamburger Zverev mit Anspielung auf Gojowczyks Heimatort München. Allerdings ist Zverev in diesem Hamburg-München-Vergleich der klare Favorit.

Auch Maximilian Marterer und Jan-Lennard Struff erreichten die zweite Runde. Mischa Zverev gab in seinem Erstrunden-Match gegen den Südkoreaner Hyeon Chung beim Stand von 2:6, 1:4 auf. Der 30-Jährige hatte offenbar Probleme mit dem linken Schlagarm.

Novak Djokovic
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Novak Djokovic

Die zuletzt ein halbes Jahr pausierenden Profis Novak Djokovic und Stan Wawrinka haben ein gelungenes Comeback gefeiert und ihre Auftakthürden genommen. Der sechsmalige Melbourne-Champion Djokovic gewann gegen Donald Young aus den USA 6:1, 6:2, 6:4. Wawrinka setzte sich gegen den Litauer Ricardas Berankis 6:3, 6:4, 2:6, 7:6 (7:2) durch.

Djokovic hatte zuletzt im Juli 2017 in Wimbledon ein offizielles Match bestritten und anschließend wegen einer Ellbogenverletzung sechs Monate aussetzen müssen. Wawrinka spielte nach einer Knieverletzung ebenfalls erstmals seit Wimbledon wieder ein Turnier. Einen Hintergrund über Verletzungen im Tennis lesen Sie hier.

jan/dpa/sid



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jean-baptiste-perrier 16.01.2018
1. Do the Petko-Dance!
Das Spiel zwischen Andrea Petkovic und Petra Kvitova war der pure Wahnsinn. Spielerisch war das sehr bescheiden von beiden. Dafür war die Spannung und dieses ewige hin und her des Momentums nervlich kaum auszuhalten. Andrea Petkovic hätte sich das wesentlich einfacher machen können. Sie vergab Unmengen von Break- und Spiel-Bällen und profitierte bei ihrem vierten Matchball schließlich von einem Doppelfehler von Kvitova. Es war ein Spiel der Nerven und der unerzwungenen leichten Fehler. Andrea Petkovic hatte wieder unzählige dieser für sie typischen Vorhandbälle die wie von Geisterhand stets an der Netzkante hängen bleiben. Das müsste man mit einer leicht geänderten Griffhaltung grundsätzlich beheben können!? Die Angst vor diesem Fehler hemmt schon seit Jahren ihr gesamtes Spiel. Sie bräuchte da einen echten Trainer-Experten der sie quasi diesbezüglich umschult (ähnlich wie Wim Fissette Kerbers verkorksten Aufschlag gerichtet hat). Denn rein vom Kampfgeist und der Mentalität gehört Petkovic immer noch zu den Top 20. Schade. Ich habe den Eindruck der DTB lässt grundsätzlich viele Spieler zu viel allein vor sich hin wurschteln statt konkrete Hilfe zu leisten.
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