Finale der Australian Open: Asarenka siegt gegen verletzte Li Na
Victoria Asarenka heißt die große Siegerin bei den Australian Open. Im Endspiel besiegte die Weißrussin Li Na aus China in drei Sätzen. Sie profitierte dabei allerdings von einer Verletzung ihrer Gegnerin - und von einem Feuerwerk.
Hamburg - Victoria Asarenka aus Weißrussland hat die Australian Open in Melbourne gewonnen. Die Titelverteidigerin schlug die Chinesin Li Na in einem teilweise kuriosen Endspiel 4:6, 6:4, 6:3. Li Na musste die Partie zweimal wegen einer Fußverletzung unterbrechen.
Aus dem Konzept wurde die Chinesin zudem durch ein gut zehnminütiges Feuerwerk zum Anlass des Australian Day zu Beginn des dritten Satzes gebracht. Beide Spielerinnen mussten daraufhin warten, bis das Feuerwerk beendet war. Beim ersten anschließenden Ballwechsel knickte die Chinesin das zweite Mal unglücklich mit dem Fuß um.
Asarenka bleibt mit diesem Sieg die Nummer eins der Tenniswelt. Nach ihrem Matchball nach 2:40 Stunden brach die 23-Jährige in Tränen der Freude aus.
Nervöser Beginn vor allem bei Aufschlagspielen
Li Na begann das Endspiel vor 15.000 Zuschauern in der Rod-Laver-Arena zwar mit einem Doppelfehler, ging dann aber mit 5:2 in Führung. Beide Spielerinnen zeigten allerdings Schwächen beim Aufschlag. Im ersten Satz gab es insgesamt sieben Breaks. Bezeichnend, dass der topgesetzten Asarenka beim vierten Satzball von Li Na ein Doppelfehler unterlief.
In der Folge steigerte sich US-Open-Finalistin Asarenka, die nach ihrem ersten Grand-Slam-Coup vor einem Jahr in Melbourne die Führung in der Weltrangliste übernommen hatte. Die Juniorensiegerin der Australian Open 2005 ging 3:1 in Führung, verlor aber nach der Verletzungspause von Li Na fünf Punkte in Serie. Das wichtige Break im 58-minütigen zweiten Satz gelang Asarenka zum 5:4.
Die Vorentscheidung im dritten Durchgang fiel, als die Weißrussin der Chinesin den Aufschlag zur eigenen 3:2-Führung abnahm. Zuvor war das Finale wegen eines zehnminütigen Feuerwerks zur Feier des "Australia Days" unterbrochen worden.
Die Sympathien in der Arena waren klar verteilt. Während Publikumsliebling Li Na gefeiert wurde, spendeten die Zuschauer der Weißrussin nur höflich Beifall. Asarenka war nach ihrem Halfinalsieg gegen Teenie Sloane Stephens (USA) in die Kritik geraten, weil sie kurz vor dem Ende des Matches eine umstrittene und knapp zehnminütige medizinische Auszeit genommen hatte.
Im Finale der Herren treffen am Sonntag (9.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) Andy Murray und Titelverteidiger Novak Djokovic aufeinander. Der Gewinner des ersten Grand-Slam-Turniers 2013 kassiert ein Preisgeld in Höhe von 2,56 Millionen Dollar.
Das Doppel-Finale der Männer entschieden die US-amerikanischen Brüder Bob und Mike Bryan 6:3, 6:4 gegen die Niederländer Robin Haase und Igor Sijsling für sich. es war bereits der 13. Grand-Slam-Titel für das weltbeste Doppel. Damit haben die beiden Amerikaner das legendäre australische Gespann John Newcombe und Tony Roche in der ewigen Bestenliste als Nummer eins abgelöst.
aha/dpa
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- Samstag, 26.01.2013 – 12:25 Uhr
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| Die Sieger der Australian Open seit 2000 | ||
| Jahr | Männer | Frauen |
| 2012 | Novak Djokovic | Victoria Asarenka |
| 2011 | Novak Djokovic | Kim Clijsters |
| 2010 | Roger Federer | Serena Williams |
| 2009 | Rafael Nadal | Serena Williams |
| 2008 | Novak Djokovic | Marija Scharapowa |
| 2007 | Roger Federer | Serena Williams |
| 2006 | Roger Federer | Amélie Mauresmo |
| 2005 | Marat Safin | Serena Williams |
| 2004 | Roger Federer | Justine Henin |
| 2003 | Andre Agassi | Serena Williams |
| 2002 | Thomas Johannson | Jennifer Capriati |
| 2001 | Andre Agassi | Jennifer Capriati |
| 2000 | Andre Agassi | Lindsey Davenport |
VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.
PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.
STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.
LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.
SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.
Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:
TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.
SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.
DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.
Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.
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