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Australian Open: Friedsam zieht überraschend ins Achtelfinale ein

Tennisspielerin Friedsam: Erst der Fehlstart, dann der Sieg Zur Großansicht
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Tennisspielerin Friedsam: Erst der Fehlstart, dann der Sieg

Es ist der größte Erfolg ihrer bisherigen Karriere: Die deutsche Tennisspielerin Anna-Lena Friedsam steht im Achtelfinale der Australian Open. Dabei legte sie einen grandiosen Fehlstart hin.

Die deutsche Tennisspielerin Anna-Lena Friedsam hat ihre Erfolgsserie bei den Australian Open fortgesetzt und steht überraschend im Achtelfinale von Melbourne. Die Weltranglisten-82. gewann gegen US-Open-Finalistin Roberta Vinci aus Italien nach einem Fehlstart 0:6, 6:4, 6:4.

"Das ist unglaublich. Ich kann es gar nicht beschreiben, wie gut ich mich gerade fühle", sagte die 21-jährige Friedsam und sprach auch den klar verlorenen ersten Satz an: "Danach habe ich mir einfach gesagt: 'Auf Anna, Du hast nichts zu verlieren. Bewege Dich einfach besser und genieße es'."

Nach 2:10 Stunden verwandelte Friedsam ihren ersten Matchball und feierte den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere. Selbst von einer Schulterverletzung und einer medizinischen Auszeit im dritten Satz ließ sich die deutsche Meisterin nicht stoppen. Friedsams Gegnerin im Spiel um den Einzug ins Viertelfinale ist am Sonntag entweder die Weltranglistenvierte Agnieszka Radwanska aus Polen oder die Puerto Ricanerin Monica Puig.

Scharapowa mit Mühe weiter

Da es am Samstag in der dritten Runde zum Duell zwischen Annika Beck und Laura Siegemund kommt, werden beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres mindestens zwei Deutsche in der Runde der letzten 16 stehen. Auch die an Position sieben gesetzte Angelique Kerber hat noch die Chance auf den Sprung ins Achtelfinale.

Die Weltranglisten-55. Beck hatte sich am Donnerstag gegen die French-Open-Halbfinalistin Timea Bacsinszky aus der Schweiz) (Nr. 11) durchgesetzt. Siegemund, die im WTA-Ranking an Position 97 geführt wird, hatte die frühere Weltranglistenerste Jelena Jankovic aus Serbien (Nr. 19) ausgeschaltet.

Nur mit Mühe erreichte Superstar Maria Scharapowa das Achtelfinale. Die Russin gewann gegen 31 Zentimeter kleinere Lauren Davis aus den USA 6:1, 6:7 (5:7), 6:0, leistete sich dabei aber 42 unerzwungene Fehler (44 Winner). Die ehemalige Nummer eins benötigte 2:13 Stunden für ihren Erfolg.

Scharapowa trifft nun auf auf die 18-jährige Belinda Bencic. Die Schweizerin hatte Katerina Bondarenko aus der Ukraine 4:6, 6:2, 6:4 niedergerungen. Wegen Regens konnte in Melbourne am Freitag zunächst nur in den drei Stadien mit Dach gespielt werden. Auf den Außenplätzen mussten die Begegnungen dagegen verschoben werden.

Jubiläumssieg von Federer

Auch Serena Williams kann sich freuen: Sie zog durch ein 6:1, 6:1 im Generationenduell mit der 18-jährigen Daria Kasatkina aus Russland im Schnelldurchlauf ins Achtelfinale ein. Gerade einmal 44 Minuten benötigte die Titelverteidigerin aus den USA für ihren Erfolg. Ihr gelangen in der Rod-Laver-Arena 27 direkte Gewinnschläge. "Es war einer dieser Tage, an denen alles klappte. Manchmal habe ich mich selbst über meine Winner gewundert", sagte die 34-Jährige. Sie trifft in der Runde der letzten 16 am Sonntag auf die ungesetzte Russin Margarita Gasparian.

Bei den Männern steht Titelverteidiger Novak Djokovic im Achtelfinale. Die Nummer eins der Tennis-Welt gewann gegen den Italiener Andreas Seppi mit 6:1, 7:5, 7:6 (8:6). Dabei musste der Serbe im dritten Satz kämpfen und sogar zwei Satzbälle abwehren. Djokovic trifft nun auf den Franzosen Gilles Simon.

Auch Roger Federer steht nach seinem 300. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier im Achtelfinale. Der 34-jährige Schweizer gab beim 6:4, 3:6, 6:1, 6:4 gegen den Bulgaren Grigor Dimitrov (Nr. 27) seinen ersten Satz im Turnierverlauf ab.

Nach 2:40 Stunden verwandelte Federer seinen zweiten Matchball - und war erleichtert. "Es lief nicht alles rund. Aber ab dem dritten Satz kam alles wieder: Mein Aufschlag und die Beinarbeit. Solche Partien zu gewinnen, ist doch viel schöner", sagte Major-Rekordsieger Federer, der nun auf den Belgier David Goffin (Nr. 15) trifft. Federer hat das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres bislang viermal gewonnen - zuletzt 2010.

bka/cte/sid/dpa

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1. was ist nun richtig....
alterzwickscher 22.01.2016
21 Jahre oder 27....oder doch 28???
2. @1 Alterzwickscher
Sibylle1969 22.01.2016
Anna-Lena Friedsam ist laut Wikipedia am 1. Februar 1994 geboren, d.h. sie ist derzeit noch 21 Jahre alt und wird in wenigen Tagen 22. Die Altersangabe 27 im Artikel ist sicherlich ein Tippfehler.
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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.

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