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Australian Open: Lisicki im Achtelfinale, Kerber unterliegt Scharapowa

Sabine Lisicki hat Swetlana Kusnezowa bezwungen und steht im Achtelfinale der Austalian Open. Dort bekommt sie die Gelegenheit, sich bei Maria Scharapowa für ihre Wimbledon-Niederlage zu revanchieren. Die Russin bezwang Angelique Kerber.

Tennisstar Lisicki: Chance zur Revanche gegen Scharapowa Zur Großansicht
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Tennisstar Lisicki: Chance zur Revanche gegen Scharapowa

Hamburg - Nach Julia Görges und Philipp Kohlschreiber hat auch Sabine Lisicki das Achtelfinale der Australian Open erreicht. Die 22-Jährige bezwang die Russin Swetlana Kusnezowa in 1:58 Stunden 2:6, 6:4, 6:2. In der Runde der besten 16 trifft Lisicki nun auf Maria Scharapowa, die Angelique Kerber 6:1, 6:2 aus dem Turnier warf.

"Natürlich freue ich mich auf dieses Spiel", sagte Lisicki, "aber damit beschäftige ich mich erst morgen." Im Wimbledon-Halbfinale des Vorjahres war sie nach einem starken Turnier - Lisicki war mit einer Wildcard gestartet - an Scharapowa gescheitert. Gegen Kusnezowa spielte die Deutsche lange schwach, das Match schien bereits zugunsten der Russin entschieden. "Ich bin überhaupt nicht in meinen Rhythmus gekommen, habe viele leichte Fehler gemacht und schlecht aufgeschlagen", so die Weltranglisten-15. Nach dem verlorenen ersten Satz lag sie im zweiten Durchgang bereits 1:3 hinten.

Dann brachte Lisicki erstmals ihren Aufschlag durch und glich kurz darauf per Break zum 3:3 aus. In der Folge war es Kusnezowa, der etliche Fehler unterliefen. Lisicki gewann den Satz und hatte den Widerstand der Russin gebrochen. "Ich muss eine gute Länge in meinen Schlägen haben, dann habe ich eine Chance", sagte Lisicki mit Blick auf das Spiel gegen Scharapowa am Montag.

Djokovic hat in seinem Drittrunden-Match keine Mühe

Die Russin spielt in Melbourne bisher Tennis der Extraklasse. Das bekam auch Kerber zu spüren. Zu keiner Zeit konnte sie die frühere Nummer eins der Welt in Bedrängnis bringen. Lediglich in den ersten rund 20 Minuten des zweiten Satzes war es ein Duell auf Augenhöhe. Dann agierte jedoch nur noch Scharapowa, die ihren ersten Matchball nach 1:27 Stunden verwandelte. "Wenn sie so weiterspielt, ist sie hier die Favoritin", sagte Kerber.

Bei den Männern erreichte Titelverteidiger Novak Djokovic souverän das Achtelfinale. Der Weltranglistenerste benötigte 1:14 Stunden für seinen 6:0, 6:1, 6:1-Sieg über den Franzosen Nicolas Mahut. Nächster Gegner des Serben ist der Australier Lleyton Hewitt, der sich 4:6, 6:3, 7:6 (7:5), 6:3 gegen Milos Raonic aus Kanada durchsetzte. Dreisatzsiege feierten zudem die Nummer vier der Welt, Andy Murray, gegen Michael Llondra aus Frankreich (6:4, 6:2, 6:0) sowie der an Position sechs gesetzte Franzose Jo-Wilfried Tsonga über Federico Gil aus Portugal (6:2, 6:2, 6:2).

max/dapd

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Deutsche Tennisstars: Steffi, Boris und Bine

Die Sieger der Australian Open seit 2000
Jahr Männer Frauen
2016 Novak Djokovic Angelique Kerber
2015 Novak Djokovic Serena Williams
2014 Stanislas Wawrinka Li Na
2013 Novak Djokovic Victoria Asarenka
2012 Novak Djokovic Victoria Asarenka
2011 Novak Djokovic Kim Clijsters
2010 Roger Federer Serena Williams
2009 Rafael Nadal Serena Williams
2008 Novak Djokovic Marija Scharapowa
2007 Roger Federer Serena Williams
2006 Roger Federer Amélie Mauresmo
2005 Marat Safin Serena Williams
2004 Roger Federer Justine Henin
2003 Andre Agassi Serena Williams
2002 Thomas Johansson Jennifer Capriati
2001 Andre Agassi Jennifer Capriati
2000 Andre Agassi Lindsey Davenport
Tennis: Die Spielstile
Grundlinienspiel: Der Spieler verzichtet auf das Aufrücken ans Netz und schlägt, in der Regel mit Topspin, von der Grundlinie. Durch präzise und harte Schläge auf die vom Gegner entfernte Seite oder gegen die Laufrichtung des Konkurrenten soll ein Vorteil erzielt werden. Diese Ausdauer erfordernde Art wird vor allem von Spielern wie Rafael Nadal beherrscht und ist auf Sandplätzen am effektivsten.

Inside-Out-Spiel: Der Spieler vermeidet dabei, ebenfalls beim Spiel von der Grundlinie, entweder seine Vor- oder Rückhand und spielt nur mit einer Schlagseite. Beispielsweise wird dabei der Ball auf der Rückhandseite "umlaufen" und dann mit der Vorhand cross über den Platz gespielt. Dadurch bewegt sich der Spieler oft weit nach außen und ist anschließend anfällig für einen Schlag auf die andere Seite.

Serve-and-Volley: Der Spieler rückt nach seinem Aufschlag (Serve) direkt ans Netz vor und versucht den Ballwechsel mit einem Volleyschlag abzuschließen. Grundlage für diese Variante ist ein harter oder sehr präziser Aufschlag, damit der Gegner nur schlecht returnieren kann. Spieler wie Boris Becker, Stefan Edberg und Goran Ivanisevic agierten so vor allem auf schnellen Rasenplätzen.

Chip-and-Charge: Der Returnspieler spielt direkt einen Angriffsball und rückt ans Netz vor, wo er den Ballwechsel mit einem Volley beenden will. Auch diese Variante wird vorwiegend auf den schnellen Belägen eingesetzt und meist gegen den zweiten Aufschlag des Gegners verwendet.



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