Australian Open: Murray zieht ins Finale gegen Djokovic ein

Tennisprofi Murray: Nach einem Krimi in fünf Sätzen im Endspiel Zur Großansicht
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Tennisprofi Murray: Nach einem Krimi in fünf Sätzen im Endspiel

Das Herren-Finale der Australian Open ist komplett: Olympiasieger Andy Murray hat sich in fünf hochklassigen Sätzen gegen Roger Federer durchgesetzt und trifft nun auf Titelverteidiger Novak Djokovic. Gegen den Schweizer zeigte Murray überragendes Tennis.

Hamburg - Andy Murray gegen Novak Djokovic lautet die Finalpaarung bei den Australian Open. Im zweiten Halbfinale gewann der Brite Murray gegen den Schweizer Roger Federer in fünf hart umkämpften Sätzen 6:4, 6:7, 6:3, 6:7, 6:2.

Titelverteidiger Djokovic war bereits am Donnerstag ins Endspiel von Melbourne eingezogen. Er hatte den Spanier David Ferrer in einer Stunde und 29 Minuten 6:2, 6:2, 6:1 deklassiert.

Murray wird mit seinem Sieg immer mehr zum Federer-Schreck. Schon bei den Olympischen Spielen in London hatte der Schotte dem früheren Weltranglistenersten eine bittere Finalniederlage beigebracht. Für den Schweizer platzte damit der Traum vom fünften Titelgewinn in Melbourne. 2004, 2006, 2007 und 2010 hatte Federer bei den Australian Open triumphiert.

Nach genau vier Stunden Spielzeit stand der Erfolg des 25-jährigen Murray fest. Der amtierende US-Open-Champion, dem 21 Asse gelangen, revanchierte sich damit für die Niederlagen gegen Federer in drei Grand-Slam-Finals seit 2008 und baute seine Bilanz im Duell mit dem Schweizer auf 11:9 Erfolge aus.

Im Melbourne Park erwischte Grand-Slam-Rekordsieger Federer einen denkbar ungünstigen Start. Im ersten Durchgang brachte der 31-Jährige nur gut die Hälfte seiner ersten Aufschläge ins Feld und ermöglichte Murray insgesamt sieben Breakchancen. Der Schotte nutzte zwar nur eine davon, holte sich aber nach 45 Minuten den Auftaktsatz.

In der Folge steigerte sich der an Position zwei gesetzte Schweizer jedoch und zeigte angefeuert von den Fans besonders in den beiden Tiebreaks seine ganze Klasse. Murray dagegen entschied vor allem die langen Ballwechsel für sich. Die Entscheidung fiel, als ihm im fünften Satz ein frühes Break zum 2:0 gelang. Seine bisherigen beiden Melbourne-Finals hatte Murray gegen Federer (2010) beziehungsweise gegen Djokovic (2011) verloren. Gegen Djokovic hat Murray ohnehin eine negative Bilanz: Sieben Siegen stehen zehn Niederlagen gegenüber.

"Ich muss bereit sein für die Schmerzen, die mich dann erwarten. Es wird wie immer ein sehr physisches Match gegen Novak", blickte Murray schon kurz nach seinem Halbfinalmatch nach vorn. "Natürlich profitiere ich davon, dass ich in der letzten Saison endlich auch wichtige Matches gewinnen konnte", sagte er.

Der Gewinner des ersten Grand-Slam-Turniers 2013 kassiert ein Preisgeld in Höhe von 2,56 Millionen Dollar - 2012 waren es 2,42 Millionen Dollar.

ham/aha/sid

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Die Sieger der Australian Open seit 2000
Jahr Männer Frauen
2014 Stanislas Wawrinka Li Na
2013 Novak Djokovic Victoria Asarenka
2012 Novak Djokovic Victoria Asarenka
2011 Novak Djokovic Kim Clijsters
2010 Roger Federer Serena Williams
2009 Rafael Nadal Serena Williams
2008 Novak Djokovic Marija Scharapowa
2007 Roger Federer Serena Williams
2006 Roger Federer Amélie Mauresmo
2005 Marat Safin Serena Williams
2004 Roger Federer Justine Henin
2003 Andre Agassi Serena Williams
2002 Thomas Johansson Jennifer Capriati
2001 Andre Agassi Jennifer Capriati
2000 Andre Agassi Lindsey Davenport
Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.