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Australian Open: Kohlschreiber und Petkovic schon draußen 

Tennisprofi Kohlschreiber: Verloren nach 1:55 Stunden Zur Großansicht
AP/dpa

Tennisprofi Kohlschreiber: Verloren nach 1:55 Stunden

Verloren in drei Sätzen: Philipp Kohlschreiber ist bei den Australian Open in der Auftaktrunde an Kei Nishikori gescheitert. Auch Andrea Petkovic ist bereits ausgeschieden. Besser lief es für Qualifikant Daniel Brands.

Philipp Kohlschreiber ist bei den Australian Open bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Der Augsburger verlor in Melbourne gegen den an Nummer sieben gesetzten Japaner Kei Nishikori 4:6, 3:6, 3:6 und war dabei ohne jede Chance. Nishikori verwandelte nach gerade einmal 1:55 Stunden seinen ersten Matchball.

Auch für Andrea Petkovic ist die Einzelkonkurrenz bereits beendet. Die Deutsche verlor gegen Elisaweta Kulitschkowa aus Russland mit 5:7, 4:6. Auch im Vorjahr war die deutsche Nummer zwei beim ersten Grand Slam der Tennissaison schon in der ersten Runde gescheitert. Dieses Mal musste sich Petkovic nach einer insgesamt schwachen Leistung nach 1:17 Stunden geschlagen geben.

Besser lief es für Anna-Lena Friedsam, die sich gegen Lourdes Dominguez Lino aus Spanien 7:6 (7:3), 2:6, 6:1 durchsetzte. Die 21-Jährige verwandelte nach 2:13 Stunden ihren dritten Matchball. Friedsam steht damit zum dritten Mal bei einem der vier Grand-Slam-Turniere in der zweiten Runde.

Qualifikant Daniel Brands gelang beim 6:4, 7:6 (7:1), 4:6, 6:1 gegen Victor Estrella Burgos aus der Dominikanischen Republik eine kleine Überraschung. Der Weltranglisten-151. Brands, der im ATP-Ranking 96 Plätze hinter seinem Gegner geführt wird, überstand damit erstmals seit Wimbledon 2013 wieder die Auftaktrunde eines Major-Turniers. Brands, einst die Nummer 51 der Welt (2013), hatte vor zwei Jahren am Pfeifferschen Drüsenfieber gelitten.

Am Dienstag haben dann noch elf weitere deutsche Profis die Chance, beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison die zweite Runde zu erreichen. Unter anderem trifft Angelique Kerber dann auf Misaki Doi aus Japan.

Einen erfolgreichen Start haben auch die Titelverteidiger Novak Djokovic und Serena Williams hingelegt. Der topgesetzte Djokovic hatte beim 6:3, 6:2, 6:4 gegen den Südkoreaner Hyeon Chung wenig Mühe. Nach 1:55 Stunden verwandelte der Serbe den ersten Matchball mit seinem zehnten Ass. Schwerer getan hatte sich zuvor Williams beim 6:4, 7:5 in 1:45 Minuten gegen Camila Giorgi aus Italien.

Keine Mühe hatte auch Roger Federer, der seinen Gegner Nikoloz Basilaschwili aus Georgien 6:2, 6:1 und 6:2 besiegte. Maria Scharapowa bezwang die Japanerin Nao Hibino 6:1, 6:3. Das Aus kam dagegen für die ehemalige Nummer eins Caroline Wozniacki. Die Dänin verlor völlig überraschend gegen Julia Putinzewa aus Kasachstan 6:1, 6:7 (3:7), 4:6.

Überschattet wurde der Auftakt der Australian Open von Berichten über Spielmanipulationen von 16 Top-Spielern in den vergangenen zehn Jahren.

mon/dpa/sid

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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.

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