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Australian Open: Die Frauen haben's leicht

Australian-Open-Starterin Lisicki: Duell mit Tschechin Cetkovska Zur Großansicht
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Australian-Open-Starterin Lisicki: Duell mit Tschechin Cetkovska

Gute Stimmung bei den deutschen Tennis-Spielerinnen: Bei den Australian Open bekommen es Angelique Kerber und Co. mit lösbaren Auftaktgegnerinnen zu tun. Auf die Männer warten dagegen schwere Brocken.

Losglück für die Frauen um Hoffnungsträgerin Angelique Kerber - Pech für die Männer: Die Stimmungslage nach der Auslosung für die am Montag beginnenden Australian Open in Melbourne (bis 31. Januar) konnte bei den deutschen Tennisprofis unterschiedlicher kaum sein.

Die an Position sieben gesetzte Kerber trifft zum Auftakt des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres auf die Japanerin Misaki Doi (Nummer 65 der Weltrangliste). Andrea Petkovic (Nummer 24) ist zum Auftakt gegen Elisaweta Kulitschkowa aus Russland (Nummer 108) klare Favoritin. Sabine Lisicki trifft auf die Tschechin Petra Cetkovska (Nummer 131). "Damit kann man gut leben", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner zur Auslosung. Ein Debakel wie im letzten Jahr, als Kerber, Lisicki und Petkovic allesamt in der ersten Runde rausflogen, dürfte es für die deutschen Tennis-Damen dieses Mal im Normalfall also nicht geben.

Bei den Männern wartet auf die deutsche Tennis-Hoffnung Alexander Zverev in der ersten Runde gleich eine Herkulesaufgabe: Der 18-Jährige fordert den Weltranglistenzweiten und Davis-Cup-Sieger Andy Murray aus Großbritannien heraus. Ähnlich schwer wird es vermutlich für die deutsche Nummer eins Philipp Kohlschreiber, der gegen den ehemaligen US-Open-Finalisten Kei Nishikori aus Japan (Nummer 7) spielt. Das leichteste Los erwischte Benjamin Becker in dem Israeli Dudi Sela. Dafür droht Becker im Falle eines Weiterkommens in der zweiten Runde ein Duell mit dem Spanier Rafael Nadal.

Insgesamt stehen vor dem Abschluss der Qualifikation am Samstag 13 deutsche Profis im Hauptfeld der "Aussie Open" - zehn Frauen und drei Männer. In Mischa Zverev, Daniel Brands und Peter Gojowczyk können drei weitere deutsche Herren noch den Sprung ins Hauptfeld schaffen. Das Trio steht in der dritten Runde der Qualifikation, die am Samstag ausgetragen wird.

Für Titelverteidiger Novak Djokovic beginnt das erste Highlight der Saison gegen Hyeon Chung aus Südkorea. Im Halbfinale könnte es für den von Boris Becker trainierten Serben zum Duell mit dem Schweizer Roger Federer, der in der ersten Runde aus den Georgier Nikolos Bassilaschwili trifft, kommen. Die Amerikanerin Serena Williams beginnt ihre Mission Titelverteidigung gegen Camila Giorgi aus Italien. Bereits im Viertelfinale könnte dann die Russin Maria Scharapowa warten.

Die Begegnungen mit deutscher Beteiligung in der Übersicht:

Frauen:
Angelique Kerber - Misaki Doi (Japan)
Andrea Petkovic - Elisaweta Kulitschkowa (Russland)
Sabine Lisicki - Petra Cetkovska (Tschechien)
Julia Görges - Andreea Mitu (Rumänien)
Mona Barthel - Vania King (USA)
Annika Beck - Priscilla Hon (Australien)
Carina Witthöft - Saisai Zheng (China)
Tatjana Maria - Olga Gowortsowa (Weißrussland)
Anna-Lena Friedsam - Lourdes Dominguez Lino (Spanien)
Laura Siegemund - Kiki Bertens (Niederlande)
Männer:
Philipp Kohlschreiber - Kei Nishikori (Japan/Nr. 7)
Alexander Zverev - Andy Murray (Großbritannien/Nr. 2)
Benjamin Becker - Dudi Sela (Israel)

mon/dpa/sid

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1. Sportberichte: Mangelhaft
robin_of_locksley1 15.01.2016
Tennis: "Die Frauen haben's leicht".. Es gibt keine leichten Gegner bei den Australian Open. Biathlon: "Hildebrand und Dahlmeier patzen im Einzel" "Erfolglos :Hildebrand" Diese Sportreporter verstehen nichts vom Sport und haben kein Gefuehl fuer die grossartigen Leistungen der Deutschen Damen. Als Zuschauer geniesse ich diesen Sport, auch wenn keine Deutsche gewinnt. Letzte Woche noch erste Plaetze. Gestern "nur" die Plaetze 4 und 9. Ich freue mich ueber dieses grossartige Ergebnis unserer Damen. Ich wuerde gerne diese Typen, die so was schreiben, mal 15km laufen und schiessen sehen.
2. ......
Nahrens 15.01.2016
..... haben es leicht, ja... und am Ende sitzen die Damen da wieder alle und heulen, weil sie gegen die Graupen verloren haben. Dann heißt es wieder "dem Druck nicht standgehalten" und "das deutsche Tennis" vor dem Aus.
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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.

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