Australian-Open-Pleite gegen Pliskova Beim Matchball umgeknickt - Serena Williams ist raus

Sie führte 5:1 im entscheidenden Satz, schlug zum Matchgewinn gegen Karolina Pliskova auf - und knickte um. Danach lief bei Serena Williams nichts mehr zusammen.

Serena Williams
AFP

Serena Williams


Serena Williams hat bei den Australian Open den scheinbar sicheren Sieg aus der Hand gegeben. Die 23-malige Grand-Slam-Gewinnerin aus den USA vergab beim 4:6, 6:4, 5:7 gegen die Tschechin Karolina Pliskova vier Matchbälle, bei ihrem ersten, als sie 5:1 führte, war sie mit dem linken Fuß umgeknickt und spielte daraufhin angeschlagen.

Die Verletzung ereignete sich, als Williams die Richtung wechselte. Danach schien sie sich nicht mehr wie gewohnt bewegen zu können. Beim Stand von 5:4 hatte sie trotzdem drei weitere Chancen auf den Sieg, konnte aber auch diese nicht nutzen. Pliskova lag wenig später 6:5 vorn, mit eigenem Service beendete sie beim dritten Matchball nach 2:10 Stunden die denkwürdige Partie.

Griff zum Fuß: Serena Williams
AP

Griff zum Fuß: Serena Williams

Im Halbfinale trifft Pliskova auf US-Open-Siegerin Naomi Osaka, die gegen Jelena Switolina 6:4, 6:1 gewann. Williams muss dagegen weiter auf ihren 24. Grand-Slam-Titel warten, mit dem sie den Rekord der Australierin Margaret Court einstellen würde.

Die Knöchelverletzung wollte Williams für ihre Niederlage nicht verantwortlich machen. "Sie hat bei den Matchbällen unglaublich gespielt und die Linien getroffen", sagte Williams über Pliskova: "Ich glaube nicht, dass es etwas mit meinem Knöchel zu tun hatte." Allerdings verlor Williams im Anschluss an die Verletzung zehn Punkte in Folge bei eigenem Aufschlag - und jedes Spiel.

"Eigentlich war ich fast schon in der Umkleide, und jetzt stehe ich hier als Siegerin", sagte die 26-jährige Pliskova nach ihrem Sieg, den sie selbst kaum noch erwartet hatte. "Ich war zu passiv, sie war ein bisschen wackelig am Ende, ich habe meine Chancen genutzt. So etwas passiert vielleicht einmal im Leben."

Karolina Pliskova
AFP

Karolina Pliskova

Williams hatte bei den Australian Open ihr Comeback gegeben, nachdem sie das Turnier im vergangenen Jahr nach der Geburt ihrer Tochter Olympia ausgelassen hatte. Vor zwei Jahren hatte sie bereits in der achten Woche schwanger ihren 23. und bislang letzten Grand-Slam-Titel in Melbourne gewonnen. Trotz der Niederlage gegen Pliskova ist sich Williams sicher, dass sie Courts Rekord irgendwann einstellen wird. "Früher oder später wird es passieren", sagte sie.

Im anderen Halbfinale treffen die Tschechin Petra Kvitova und überraschend die US-Amerikanerin Danielle Collins aufeinander. Osaka, Kvitova und Pliskova haben die Chance, nach dem Turnier die neue Nummer eins der Weltrangliste zu werden, da die Rumänin Simona Halep die Spitzenposition nach ihrem Achtelfinal-Aus gegen Serena Williams einbüßen wird.

mon/dpa/sid



insgesamt 19 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Endlager 23.01.2019
1. Immer diese Ausreden für Williams' Niederlagen,
in Deutschland kümmern sich mittlerweile die Journalisten darum. Tatsache ist, dass Pliskova nich einmal richtig "aufgedreht" hatte, und es war ja nicht das erste mal, dass sie die Amerikanerin besiegte.
In Kognito 23.01.2019
2. "Rezept" der USADA nicht verlängert?
Mit DEM hätte sie sicher, wie früher, gewonnen, da Opi-ate ja allen Schmerz ausschalten.
skeptikerin007 23.01.2019
3. Sie kann nicht abtreten
Warum lehrt man diese und andere Berühmten in würde abzutreten?
konib 23.01.2019
4.
Zitat von skeptikerin007Warum lehrt man diese und andere Berühmten in würde abzutreten?
Die Frau scheitert nur wegen einer Verletzung im Halbfinale eines Grand Slam Turniers. Was soll daran würdelos sein?
wi_hartmann@t-online.de 23.01.2019
5. Williams
Hoffentlich ist die Ära Williams im Damentennis bald vorbei. Dieser Spielertyp macht den Damentennis auf Dauer kaputt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.