Grand-Slam-Turnier Serena Williams sagt Teilnahme an Australian Open ab

Vor einem Jahr hatte Serena Williams die Australian Open noch gewonnen - beim diesjährigen Turnier wird sie fehlen: "Ich bin nicht da, wo ich persönlich sein möchte."

Serena Williams
MARTIN DOKOUPIL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

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Serena Williams wird nicht bei den Australian Open in Melbourne antreten. Die 36-jährige US-Amerikanerin habe ihre Teilnahme schweren Herzens zurückgezogen, teilte der Veranstalter mit. "Nach dem Wettkampf in Abu Dhabi habe ich bemerkt, dass ich nicht da bin, wo ich persönlich sein möchte - obwohl ich super dicht dran bin", zitierten die Australian Open die 23-fache Grand-Slam-Turniersiegerin.

Williams hatte am vergangenen Samstag ihr erstes Showmatch nach der Geburt ihrer Tochter im September verloren. Bei einem Einladungsturnier in Abu Dhabi unterlag die ehemalige Nummer eins der French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko.

Seit ihrem Titelgewinn bei den Australian Open am 28. Januar 2017 hatte die jüngere Williams-Schwester pausiert. Vor knapp vier Monaten war ihre Tochter Alexis Olympia zur Welt gekommen. Williams hatte mehrfach betont, ihre Karriere fortsetzen zu wollen.

Die Australian Open, das erste Grand-Slam-Turnier des neuen Jahres, beginnen am 15. Januar in Melbourne. Bei den Männern haben Andy Murray und Kei Nishikori ihre Teilnahme abgesagt.

Serena Williams sagte nun, ihr Trainer und ihr Team hätten immer gesagt, 'nimm nur dann an einem Turnier teil, wenn du bereit bist, den ganzen Weg zu gehen'. Sie könne antreten, sagte Williams. "Aber ich will nicht nur antreten, ich will viel mehr als das, und um das zu erreichen, brauche ich ein wenig mehr Zeit." Obwohl sie sehr enttäuscht sei, habe sie deswegen entschieden, nicht an den Australian Open teilzunehmen.

Turnierdirektor Craig Tiley sagte, er bewundere Williams. Sie habe sich auch bei ihren übermenschlichen Anstrengungen für eine Teilnahme an den Australian Open in den vergangenen Monaten als wahrer Champion herausgestellt.

aar/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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klappspatenbeobachter 05.01.2018
1. Übermenschliche Anstrengungen?
Wer ein aktuelles Video von Williams gesehen hat, weiß, dass sie komplett untrainiert ist. Das ist ihr 4 Monate nach der Geburt ja keineswegs zum Vorwurf zu machen. Aber was soll diese Show, dieses Marketing im Vorfeld? Mit "übermenschlichen Anstrengungen" über die letzten 4 Monate wäre sie wohl kaum auf diesem schlechten körperlichen Niveau. In einem solchen körperlichen Zustand ist Profisport normalerweise nicht möglich. Obwohl das Damentennis ganz offensichtlich zulässt, dass auch nicht austrainierte Sportlerinnen sich in der Weltklasse tummeln. Das ist wirklich krass.
Sibylle1969 05.01.2018
2.
Zur Erinnerung: Serena Williams hat Anfang September ein Kind zur Welt gebracht und ist im Oktober wieder ins Training eingestiegen. In nur drei Monaten wieder die notwendige Fitness zu erlangen, die es braucht, um bei einem Grand-Slam-Turnier mehr zu erreichen, als nur ein paar Runden zu überstehen, wäre erstaunlich. Matchpraxis fehlt ihr natürlich auch. Ich denke, zu den USA-Turnieren im März wird das schon anders aussehen.
jean-baptiste-perrier 06.01.2018
3.
Ich stimme Sibylle1969 und ihren Argumenten hundertprozentig zu. Ich behaupte jetzt einfach mal (rein hypothetisch), wenn Männer Kinder gebären müssten, dann bräuchten die keine Monate (wie Frauen), sondern eher Jahre, um sich körperlich davon zu erholen. Mir geht dieses ewige (männliche) Rumgenörgel an den Damen insbesondere beim Thema Sport auf den Geist!
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