Hamburg - Weil sie absichtlich versucht hatten, ihre Spiele zu verlieren, sorgten vier Badmintonspielerinnen aus Südkorea bei den Olympischen Sommerspielen für großen Ärger. Sie waren vom Turnier in London ausgeschlossen worden - und haben nun Einspruch gegen ihre Sperren eingelegt.
Jung Kyung-Eun, Kim Ha-Na, Ha Jung-Eun und Kim Min-Jung waren vom eigenen Verband zwei Jahre suspendiert worden.
Die Trainer der Damendoppel, Sung Han-Kook und Kim Moon-Soo, wurden in Südkorea mit einem lebenslangen Berufsverbot belegt. Während Sung die Strafe akzeptierte, legte Kim nun ebenfalls Einspruch ein. Bis Mittwoch wird die endgültige Entscheidung des nationalen Verbands erwartet.
Neben den beiden südkoreanischen Doppeln waren in London auch Spielerinnen aus China und Indonesien disqualifiziert worden. Alle vier Paarungen hatten in den abschließenden Gruppenspielen versucht, ihre Spiele absichtlich zu verlieren, um in der K.o.-Runde auf vermeintlich leichtere Gegner zu treffen.
Da die Doppel gegeneinander spielten, kam es in der Wembley Arena zu absurden Szenen: Angaben landeten reihenweise im Netz, unmotiviert wurden Bälle ins Aus geschlagen. Die chinesische Weltmeisterin Yu Yang trat nach dem Eklat zurück.
luk/sid
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Olympische Sommerspiele 2012 | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH