Bahnrad-WM: Bötticher siegt im Sprint, Welte nach Unfall im Krankenhaus

Radfahrer Bötticher (l.): Sprint-Sieg in Minsk Zur Großansicht
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Radfahrer Bötticher (l.): Sprint-Sieg in Minsk

Stefan Bötticher hat bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften in Minsk Gold im Sprint-Wettbewerb geholt. Im Finale setzte er sich gegen Europameister Denis Dmitriew aus Russland durch. Zuvor war Olympiasiegerin Miriam Welte im Keirin schwer gestürzt, auch Kristina Vogel erwischte es kurz darauf.

Hamburg - Die Medaillenflut des deutschen Teams bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften in Weißrussland geht weiter: Im Einzelsprint gewann Stefan Bötticher Gold. Der 21-Jährige, der am Donnerstag bereits im Teamsprint triumphiert hatte, setzte sich in zwei Finalläufen gegen den Russen Denis Dmitrijew durch. Bronze ging an Francois Pervis aus Frankreich. Als letzter Deutscher hatte 2005 Rene Wolff den Sprinttitel gewonnen.

Kurz darauf sorgten Henning Bommel und Theo Reinhardt mit Bronze für die erhoffte Medaille im Ausdauerbereich. Das Duo schaffte im Zusammenspiel mit den Teams aus Frankreich und Spanien kurz vor Rennende einen Rundengewinn und landete mit 13 Punkten auf dem dritten Platz. Der Sieg ging an die Franzosen Morgan Kneisky/Vivien Brisse (18), Silber sicherten sich dank eines erfolgreichen Schlusssprints die Spanier David Juaneda/Albert Barcelo (15). Für den BDR war es die insgesamt achte Medaille (dreimal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze) in Minsk.

Eine Schrecksekunde erlebte die Mannschaft im Keirin-Vorlauf der Frauen, als Teamsprint-Olympiasiegerin Miriam Welte stürzte. Die 26-Jährige, die in Minsk bereits Gold im Teamsprint und Silber im nichtolympischen 500-Meter-Zeitfahren gewonnen hatte, prallte nach einem Fehler der Chinesin Guo Shuang mit dem Kopf auf das Holzoval und musste mit einer Trage aus der Halle gebracht werden. Einer ersten Diagnose zufolge erlitt Welte eine Gehirnerschütterung. Ob auch ihre Hüfte in Mitleidenschaft gezogen wurde, soll eine Kernspintomographie am Dienstag ergeben.

Im Keirin-Finale erwischte es dann auch Kristina Vogel. In der letzten Entscheidung der Wettkämpfe wurde die 22-Jährige, die zuvor den Titel im Teamsprint sowie Silber im Einzelsprint gewonnen hatte, auf die blaue Innenbahn des Holzovals gedrängt und verlor in der letzten Kurve die Kontrolle über ihr Rad. Die Erfurterin stand jedoch eigenständig auf und blieb offenbar unverletzt. Gold sicherte sich die Sprint-Zweite Rebecca James aus Großbritannien, für die es die vierte Medaille in Minsk war.

psk/sid/dpa

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