Segelregatta Barcelona World Race wegen Katalonien-Konflikt abgesagt

Von Barcelona nach Sydney und zurück: Die Segelregatta Barcelona World Race ist extrem anspruchsvoll. Dieses Jahr fällt der geplante Start aber ins Wasser.

Start des Barcelona World Race (Archivbild)
AFP

Start des Barcelona World Race (Archivbild)


Wegen der anhaltenden politischen Instabilität in der spanischen Konfliktregion Katalonien ist die vierte Ausgabe der Hochseeregatta Barcelona World Race abgesagt worden.

Der Startschuss zu dem Rennen wäre eigentlich am 12. Januar 2019 gefallen. Die Entscheidung zur Aussetzung der Segelregatta sei bei einem gemeinsamen Treffen mit der Stadtverwaltung, der Handelskammer und der Hafenbehörde von Barcelona getroffen worden, teilte die zuständige Stiftung "Fundació Navegación Oceànica Barcelona" (FNOB) mit.

Grund sei vor allem "das Klima der institutionellen Unsicherheit und der mangelnden politischen Stabilität", hieß es. Im vergangenen Oktober erklärte Katalonien in Folge eines Referendums seine Unabhängigkeit von Spanien. Daraufhin hatte Madrid die katalanische Regierung entmachtet. Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont flüchtete zunächst nach Brüssel, vergangene Woche wurde er in Deutschland festgenommen.

"Potenzielle Sponsoren haben ihr Misstrauen ausgedrückt", so die FNOB. Die Veranstalter der Regatta seien aber auf das Geld von privaten Investoren angewiesen, um das Rennen zu finanzieren. Die nächste Ausgabe soll nun 2022/2023 stattfinden.

Das Barcelona World Race wird seit 2007 alle drei Jahre ausgetragen. Die Regatta führt zweiköpfige Mannschaften über rund 48.000 Kilometer von Barcelona nach Sydney und wieder zurück.

mon/dpa/Reuters



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