Baseball-Star Cabrera: 50 Spiele Sperre und kein Gehalt

"Mein Fehler tut mir unheimlich leid": Wegen des Gebrauchs von Testosteron ist Baseball-Profi Melky Cabrera von der Major League Baseball für 50 Spiele suspendiert worden. In dieser Zeit wird der 28-Jährige auch kein Gehalt von seinem Club San Francisco Giants beziehen.

Baseballstar Cabrera: Lange Sperre Zur Großansicht
AFP

Baseballstar Cabrera: Lange Sperre

Hamburg - Baseball-Star Melky Cabrera ist nach seinem positiven Testosteron-Test von der nordamerikanischen Profiliga Major League Baseball (MLB) für 50 Spiele gesperrt worden. Zudem muss der 28 Jahre alte All-Star von Ex-Meister San Francisco Giants während seiner Sperre auf sein Gehalt verzichten.

"Mein positiver Test war das Ergebnis des Gebrauchs einer Substanz, die ich nicht hätte nehmen sollen. Mein Fehler tut mir unheimlich leid", sagte der in der Dominikanischen Republik geborene Cabrera. Testosteron fördert den Muskelaufbau.

Die Giants haben in der regulären Saison aber nur noch 45 Spiele, sollte das Team die Playoffs erreichen, würde sich Carbreras Sperre auch dort auswirken. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus.

jar/sid

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1. Der Melkman
KTRoadkill 16.08.2012
51 Hits von ihm im schönen Monat Mai durften auch niemandem geheuer sein ... Das war ungefähr so "unschuldig" wie 70 Homeruns von Barry Bonds und Mark McGuire.
2. melky
greensox21 16.08.2012
Am 27.Juli hat er auf das Gerücht das er erwischt wurde noch von nichts gewusst , und jetzt das . Einer der besten Free Agents am Ende der Saison hat durch diesen Quatsch seinen Marktwert nahe 0 gebracht . Das kostet den Mann mindestens 40 bis 50 Mill $ . Well done Melky
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Dopingsubstanzen und ihre Wirkung
Epo/HGH
Die Ausdauerleistung ist wesentlich davon abhängig, wie gut der Körper Sauerstoff aufnehmen kann. Das Hormon Erythropoetin (Epo) stimuliert die Produktion roter Blutkörperchen. Die erhöhte Anzahl der im Organismus zirkulierenden Erythrozyten verbessert die Kapazität des Blutes, Sauerstoff aufzunehmen und steigert damit Ausdauerleistungsfähigkeit.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verbietet den Gebrauch von Epo seit langem. Seit 1983 ist es möglich, Epo synthetisch herzustellen. Entwickelt wurde es für Patienten mit schweren Nierenleiden, die an Blutarmut leiden.

Das Wachstumshormon HGH wird bei Kleinwüchsigkeit eingesetzt. HGH lässt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Knochen wachsen, das führt zu langen Gliedmaßen, einem verformten Kopf und Riesenhänden. Zudem verändert sich die Struktur der Organe. (mit dpa)
Anabolika
Anabolika sind künstlich hergestellte Verwandte des männlichen Sexualhormons Testosteron. Diese Steroid- oder Wachstumshormone haben sowohl eine den Muskelaufbau fördernde (anabole) als auch eine vermännlichende (androgene) Wirkung. Anabolika können als Tabletten als auch injiziert werden. In Deutschland sind sie rezeptflichtig, werden aber nur selten zur Therapie beispielsweise von Schwächezuständen eingesetzt.

Illegal werden Anabolika parallel zu entsprechendem Training eingenommen, um den Aufbau von Muskelmasse zu fördern – also als Dopingmittel missbraucht. Bekannte Anabolika-Präparate sind unter anderen Nandrolon, Metandienon und Stanozolol.
Stimulanzien
Als Stimulanzien (lat. stimulare = "anregen") werden Substanzen bezeichnet, die anregend auf den Organismus wirken. Sie stimulieren die Aktivität des Zentralnervensystems. Als Aufputschmittel werden sie kurz vor oder während des Wettkampfs eingenommen. Sie steigern die motorische Aktivität, erhöhen die Risikobereitschaft und vertreiben die Müdigkeit, aber auch das Gespür für die natürliche Leistungsgrenze. Bekannteste Stimulanzien sind Amphetamine, Kokain, Ephedrin und Koffein (nur in hohen Mengen verboten).

Viele Stimulanzien können bei regelmäßigem Konsum abhängig machen. Bei Überdosierung drohen je nach Substanz Bluthochdruck, Herzrasen, Schweißausbrüche und Übelkeit. Nach mehreren Todesfällen im Sport, die auf die Einnahme von Stimulanzien zurückzuführen waren, wurden sie 1967 auf die Dopingliste gesetzt.
Narkotika
Betäubungs- und Schmerzmittel wie Morphine werden eingesetzt, um bei Höchstleistungen auftretende Schmerzen zu unterdrücken - beispielsweise bei einem Marathon. Die Medikamente machen abhängig, weitere Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen und Kreislauflähmungen. Von Radsportlern werde berichtet, dass diese auf den letzten Kilometern gerne Alkohol trinken, sagt Patrick Diel vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln. "Das dämpft den Schmerz, liefert Energie und hebt die Stimmung."

Ebenso wie Amphetamine seien auch die meisten Narkotika leicht nachweisbar und würden deshalb eher selten im Spitzensport verwendet. Zudem handle es sich auch hierbei um eine "Wettkampf-Droge", die direkt beim jeweiligen Sportereignis eingenommen werden müsse. Entsprechend hoch sei die Gefahr der Entdeckung. (mit dpa)