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Basketball: Berlin besiegt Ulm und ist Pokalsieger

Pokalsieger Berlin: 86:80 gegen Ulm Zur Großansicht
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Pokalsieger Berlin: 86:80 gegen Ulm

Berlins Basketballer haben ihren Pokaltitel verteidigt, in einem intensiven und teilweise hektischen Spiel gewann Alba wie schon im Vorjahr gegen Ulm. Top-Favorit FC Bayern wurde nur Vierter - entsprechend schlecht war die Stimmung bei Trainer Svetislav Pesic.

Hamburg - Alba Berlin hat zum achten Mal den deutschen Basketball-Pokal gewonnen. Die Berliner bezwangen Gastgeber Ratiopharm Ulm im Endspiel des Final-Four-Turniers 86:80 (45:41) und verteidigten in der Neuauflage des Vorjahresfinales ihren Titel. Damit muss Ulm weiter auf seinen ersten Triumph seit dem Pokalsieg 1996 warten. Bester Werfer bei Berlin war Clifford Hammonds mit 19 Punkten. Bei den Ulmern kam Nationalspieler Per Günther auf 25 Zähler.

"Vor dem Spiel hätte uns das niemand zugetraut", sagte Berlins Jan-Hendrik Jagla nach der Partie: "Vielleicht war Ulm etwas müde, aber wir haben auch hervorragend gespielt." Alba-Coach Sasa Obradovic war stolz auf sein Team. "Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Ich denke, wir haben den Titel verdient."

Vor 6000 Zuschauern lieferten sich beide Teams von Beginn an eine intensive Partie. Ulm knüpfte zunächst an seine starke Leistung aus dem Halbfinale gegen den FC Bayern an. Vor allem Point Guard Günther drehte auf und erzielte allein im ersten Viertel 14 Punkte. Doch die Berliner ließen sich von der Atmosphäre in der ausverkauften Ulmer Arena nicht beirren, drehten das Spiel und gingen zur Pause mit vier Punkten in Führung, weil Reggie Redding mit der Schlusssirene per Dreier traf.

Bayern verliert auch Spiel um Platz drei

Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Teams zunächst weiter einen offenen Schlagabtausch. Die Partie wurde zunehmend hektischer, was sich vor allem auf den Spielfluss der Ulmer negativ auswirkte. Berlin konnte sich auch dank der Routiniers Jagla und Sven Schultze weiter absetzen.

Ulm steckte nicht auf und mobilisierte noch einmal die letzten Kräfte. Bis auf sechs Punkte kamen die Gastgeber noch einmal heran, brachten Berlin aber nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Routiniert und abgeklärt brachte die vor der Saison neu formierte Mannschaft den Vorsprung über die Zeit.

Platz drei hatten sich zuvor die Brose Baskets Bamberg gesichert. Der deutsche Meister bezwang BBL-Tabellenführer Bayern München 79:73 (35:34). Bayern-Coach Svetislav Pesic war nach der zweiten Niederlage des Wochenendes so verstimmt, dass er sich erst nach einstündiger Verspätung zum Spiel äußerte.

"Wir werden natürlich analysieren, was der Grund dafür war", sagte der frühere Bundestrainer. Am Samstag hatten die Bayern ihr Halbfinale gegen Ulm 72:90 verloren, Berlin hatte Bamberg 67:83 geschlagen.

tim/dpa

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Basketball-Glossar
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Zu einem Basketballteam gehören fünf Akteure. Auf der Eins spielt der Point Guard (Aufbau). Die Zwei hat der Shooting Guard inne, dessen vornehmliche Aufgabe es ist, Punkte zu erzielen. Die Drei ist der Small Forward, eine wendige Flügelkraft mit einem guten Wurf. Spieler, die auf der Zwei oder Drei eingesetzt werden können, heißen "Swingmen". Die Vier ist der Power Forward, ein kräftiger Spieler, der durch seine Größe auch für Rebounds prädestiniert ist. Auf der Fünf spielt der Center, der zumeist in Korbnähe agiert. Die Positionen Eins und Zwei bilden den Backcourt, Drei bis Fünf sind der Frontcourt.

BBL-Meister und MVPs seit 2000
Jahr Team MVP der Saison
2015 ? Jamel McLean (Berlin)
2014 FC Bayern Malcolm Delaney (Bayern)
2013 Bamberg John Bryant (Ulm)
2012 Bamberg John Bryant (Ulm)
2011 Bamberg DaShaun Wood (Frankfurt)
2010 Bamberg Julius Jenkins (Berlin)
2009 Oldenburg Jason Gardner (Oldenburg)
2008 Berlin Julius Jenkins (Berlin)
2007 Bamberg Jerry Green (Ludwigsburg)
2006 Köln Jovo Stanojevic (Berlin)
2005 Bamberg Chuck Eidson (Gießen)
2004 Frankfurt Pascal Roller (Frankfurt)
2003 Berlin Jovo Stanojevic (Berlin)
2002 Berlin Wendell Alexis (Berlin)
2001 Berlin St. Hutchinson (Leverkusen)
2000 Berlin Wendell Alexis (Berlin)

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