Basketball-Bundesliga Köln 99ers stellen erneut Insolvenzantrag

Die Lizenz für die kommende Saison hatten sie erhalten, doch dann haben Gesellschafter ihre Zusagen zurückgezogen: Nun mussten die Köln 99ers einen Insolvenzantrag stellen - zum zweiten Mal seit Januar 2008. In welcher Liga das Team zukünftig antreten wird, ist noch unklar.


Hamburg - Am Montag wurde ihnen die Lizenz für die nächste Saison der Basketball-Bundesliga erteilt, doch nur vier Tage später droht das Aus: Die Köln 99ers mussten am Freitag beim Amtsgericht Köln einen Insolvenzantrag stellen.

Kölner Basketballer McElroy (Archivbild): Erneuter Insolvenzantrag des Clubs
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Kölner Basketballer McElroy (Archivbild): Erneuter Insolvenzantrag des Clubs

Die Gesellschafter des Clubs hatten zuvor offenbar beschlossen, dass der Etat von 1,2 Millionen Euro den Ansprüchen an einen Erstligastandort Köln nicht genüge. Sie zogen daraufhin ihre Finanzierungszusagen zurück.

"Das ist sehr unglücklich und sehr ärgerlich", sagte Jan Pommer, Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga BBL. Ein Insolvenzverwalter hat vorläufig die Geschäfte bei den Kölnern übernommen. Bereits im Januar 2008 hatte der Club einen Insolvenzantrag gestellt. Damals konnte das Aus allerdings gerade noch abgewendet werden.

Ob und in welcher Liga das Team in der kommenden Saison antreten wird, blieb zunächst offen. "Momentan ist die Entscheidung vertagt", sagte ein BBL-Sprecher.

Pommer betonte, dass die Kölner die vom Lizenzligaausschuss geforderten Nachweise zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bis zum 30. Juni dieses Jahres erbracht hätten.

Über das weitere Vorgehen wird Pommer mit dem zuständigen Insolvenzverwalter beraten. Auf Grundlage dieser Gespräche entscheidet sich, ob die Köln 99ers auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen - dies scheint momentan allerdings unrealistisch. Sollte die Kölner Lizenz erlöschen, würde der sportliche Absteiger Eisbären Bremerhaven den freigewordenen Platz einnehmen.

hut/sid/dpa



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