Basketball-EM 2017 Spielplan, Gruppen, Ergebnisse der Eurobasket

24 Teams kämpfen vom 31. August bis 17. September um die Basketball-EM. Der komplette Spielplan im Überblick, alle Gruppen und Ergebnisse und weitere Informationen rund um das Turnier finden Sie hier.

Basketball-Star Dennis Schröder
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Basketball-Star Dennis Schröder


Die 40. Basketball-Europameisterschaft, offiziell Eurobasket 2017, wird vom 31. August bis 17. September 2017 in vier Ländern ausgetragen. Je eine Vorrundengruppe wird in Finnland (Helsinki), Israel (Tel Aviv), Rumänien (Cluj-Napoca) und der Türkei (Istanbul) gespielt, die K.-o.-Runde dann komplett in Istanbul. Es ist das letzte Mal, dass die EM im zweijährigen Turnus stattfindet, die nächste Eurobasket wird erst 2021 ausgetragen. Außerdem ist der Sieger nicht wie bisher automatisch für die nächste WM qualifiziert.

Insgesamt 24 Länder nehmen dieses Jahr an der EM teil, auch Deutschland hat sich für das Turnier qualifiziert. Die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) trifft in Tel Aviv auf Litauen, Italien, Israel, Georgien und die Ukraine.

In der Vorrunde zeigte Deutschland gute Leistungen und qualifizierte sich als Gruppenzweiter für das Achtelfinale. Dort wurden die favorisierten Franzosen in einem packenden Spiel knapp bezwungen (84:81). Im Viertelfinale war dann aber gegen Top-Favorit und Titelverteidiger Spanien Endstation (72:84).


Wie kann ich die EM live im TV sehen?

Im Free-TV können Sie die EM nicht live sehen. ARD und ZDF verzichteten nach schwachen Einschaltquoten bei der EM-Vorrunde 2015 auf die Liverechte für dieses Turnier. Allerdings sind trotzdem alle deutschen Spiele sowie viele weitere Partien der EM live und kostenlos zu sehen - die Deutsche Telekom hat sich die Rechte gesichert. Die Spiele laufen im Pay-TV bei EntertainTV, online (www.telekomsport.de) und mobil über die Telekom Sport App. Für das Free-TV hat sich Sport1 die Rechte für die Highlights der deutschen Partien sowie der Halbfinale und des Endspiels gesichert.


Spielplan Vorrunde (alle Zeiten MESZ)

Die ersten vier jeder Gruppe erreichen die Finalrunde in Istanbul, die im K.-o.-System ausgetragen wird.

Gruppe A in Helsinki

31.8.17: Slowenien - Polen 90:81 (53:46)
31.8.17: Island - Griechenland 61:90 (33:37)
31.8.17: Frankreich - Finnland 84:86 (33:32) n.V.
02.9.17: Polen - Island 91:61 (41:29)
02.9.17: Griechenland - Frankreich 87:95 (36:55)
02.9.17: Finnland - Slowenien 78:81 (42:52)
03.9.17: Frankreich - Island 115:79 (49:42)
03.9.17: Slowenien - Griechenland 78:72 (35:30)
03.9.17: Finnland - Polen 90:87 (36:32) n.V.
05.9.17: Island - Slowenien 75:102 (43:60)
05.9.17: Polen - Frankreich 75:78 (34:26)
05.9.17: Griechenland - Finnland 77:89 (33:45)
06.9.17: Slowenien - Frankreich 95:78 (52:35)
06.9.17: Griechenland - Polen 95:77 (49:43)
06.9.17: Finnland - Island 83:79 (42:40)

Gruppe A

Land Spiele S N Erzielte Punkte Punkte
1. Slowenien* 5 5 0 446:384 +62 10
2. Finnland* 5 4 1 426:408 +18 9
3. Frankreich* 5 3 2 450:422 +28 8
4. Griechenland* 5 2 3 421:400 +21 7
5. Polen 5 1 4 411:414 -3 6
6. Island 5 0 5 355:481 -126 5

*fürs Achtelfinale qualifiziert
bei Punktgleichheit: 1. Direktvergleich, 2. Korbdifferenz, 3. Erzielte Punkte

Gruppe B in Tel Aviv

31.8.17: Deutschland - Ukraine 75:63 (39:33)
31.8.17: Litauen - Georgien 77:79 (39:34)
31.8.17: Italien - Israel 69:48 (36:32)
02.9.17: Georgien - Deutschland 57:67 (36:41)
02.9.17: Ukraine - Italien 66:78 (33:43)
02.9.17: Israel - Litauen 73:88 (37:38)
03.9.17: Georgien - Ukraine 81:88 (38:51)
03.9.17: Litauen - Italien 78:73 (41:32)
03.9.17: Deutschland - Israel 80:82 (43:43)
05.9.17: Ukraine - Litauen 62:94 (30:44)
05.9.17: Italien - Deutschland 55:61 (29:29)
05.9.17: Israel - Georgien 91:104 (49:47) n.V.
06.9.17: Deutschland - Litauen 72:89 (43:47)
06.9.17: Georgien - Italien 69:71 (30:38)
06.9.17: Island - Ukraine 64:88 (28:46)

Gruppe B

Land Spiele S N Erzielte Punkte Punkte
1. Litauen* 5 4 1 426:359 +67 9
2. Deutschland* 5 3 2 355:346 +9 8
3. Italien* 5 3 2 346:322 +24 8
4. Ukraine* 5 2 3 367:392 -25 7
5. Georgien 5 2 2 390:394 -4 7
6. Israel 5 1 4 358:429 -71 6

*fürs Achtelfinale qualifiziert
bei Punktgleichheit: 1. Direktvergleich, 2. Korbdifferenz, 3. Erzielte Punkte

Gruppe C in Cluj-Napoca

01.9.17: Ungarn - Kroatien 58:67 (36:39)
01.9.17: Spanien - Montenegro 99:60 (51:29)
01.9.17: Rumänien - Tschechien 68:83 (38:40)
02.9.17: Montenegro - Ungarn 72:48 (39:29)
02.9.17: Tschechien - Spanien 56:93 (23:56)
02.9.17: Kroatien - Rumänien 74:58 (42:39)
04.9.17: Ungarn - Tschechien 85:73 (44:33)
04.9.17: Montenegro - Kroatien 72:76 (31:43)
04.9.17: Spanien - Rumänien 91:50 (41:27)
05.9.17: Tschechien - Montenegro 75:88 (34:49)
05.9.17: Kroatien - Spanien 73:79 (32:38)
05.9.17: Rumänien - Ungarn 71:80 (32:38)
07.9.17: Tschechien - Kroatien69:107 (40:54)
07.9.17: Ungarn - Spanien 64:87 (29:41)
07.9.17: Montenegro - Rumänien 86:69 (42:30)

Gruppe C

Land Spiele S N Erzielte Punkte Punkte
1. Spanien* 5 5 0 449:303 +146 10
2. Kroatien* 5 4 1 397:336 +61 9
3. Montenegro* 5 3 2 378:367 +11 8
4. Ungarn* 5 2 3 335:370 -35 7
5. Tschechien 5 1 4 356:441 -85 6
6. Rumänien 5 0 5 316:414 -98 5

*fürs Achtelfinale qualifiziert
bei Punktgleichheit: 1. Direktvergleich, 2. Korbdifferenz, 3. Erzielte Punkte

Gruppe D in Istanbul

01.9.17: Belgien - Großbritannien 103:90 (54:53)
01.9.17: Serbien - Lettland 92:82 (45:47)
01.9.17: Türkei - Russland 73:76 (33:36)
02.9.17: Lettland - Belgien 92:64 (47:33)
02.9.17: Russland - Serbien 75:72 (40:38)
02.9.17: Großbritannien - Türkei 70:84 (36:49)
04.9.17: Lettland - Großbritannien 97:92 (50:40)
04.9.17: Belgien - Russland 67:76 (33:35)
04.9.17: Serbien - Türkei 80:74 (36:31)
05.9.17: Russland - Lettland 69:84 (44:34)
05.9.17: Großbritannien - Serbien 68:82 (38:47)
05.9.17: Türkei - Belgien 78:65 (40:33)
07.9.17: Russland - Großbritannien 82:70 (43:31)
07.9.17: Belgien - Serbien 54:74 (25:42)
07.9.17: Lettland - Türkei 89:79 (47:38)

Gruppe D

Land Spiele S N Erzielte Punkte Punkte
1. Serbien* 5 4 1 400:353 +47 9
2. Lettland* 5 4 1 444:396 +48 9
3. Russland* 5 4 1 378:366 +12 9
4. Türkei* 5 2 3 388:380 +8 7
5. Belgien 5 1 4 353:410 -57 6
6. Großbritannien 5 0 5 390:448 -58 5

*fürs Achtelfinale qualifiziert
bei Punktgleichheit: 1. Direktvergleich, 2. Korbdifferenz, 3. Erzielte Punkte

Achtelfinale

09.9.17: Slowenien - Ukraine 79:55 (42:27)
09.9.17: Deutschland - Frankreich 84:81 (34:40)
09.9.17: Finnland - Italien 57:70 (29:48)
09.9.17: Litauen - Griechenland 64:77 (30:37)
10.9.17: Lettland - Montenegro 100:68 (53:37)
10.9.17: Serbien - Ungarn 86:78 (48:41)
10.9.17: Spanien - Türkei 73:56 (33:25)
10.9.17: Kroatien - Russland 78:101 (42:46)

Viertelfinale

12.9.17: Deutschland- Spanien 72:84 (33:34)
12.9.17: Slowenien-Lettland 103:97 (51:55)
13.9.17: Griechenland - Russland 69:74 (37:41)
13.9.17: Italien - Serbien 67:83 (33:44)

Halbfinale

14.9.17: Spanien - Slowenien 72:92 (45:49)
15.9.17: Russland - Serbien 79:87 (34:48)

Spiel um Platz 3

17.9.17: Spanien - Russland 93:85 (45:28)

Finale

17.9.17: Slowenien - Serbien 93:85 (56:47)


Der deutsche Kader für die Eurobasket 2017

Nach der EM vor zwei Jahren trat Dirk Nowitzki aus der Nationalmannschaft zurück. Nun hat vollends die Ära ohne den mittlerweile 39-jährigen NBA-Superstar begonnen. Wichtigster und bester Spieler ist Point Guard Dennis Schröder von den Atlanta Hawks. Er ist nicht der einzige NBA-Profi im Kader, auch Daniel Theis, der im Sommer aus Bamberg zu den Boston Celtics wechselte, ist dabei. Mit Paul Zipser, der sich vergangene Saison bei den Chicago Bulls in die Startformation spielte, und Nowitzkis neuem Teamkollegen bei den Dallas Mavericks, Maximilian Kleber, fehlen hingegen zwei weitere deutsche NBA-Spieler. Beide bereiten sich schon auf die kommende Saison vor.

Kader: Ismet Akpinar (Guard, ratiopharm Ulm), Danilo Barthel (Forward, FC Bayern), Robin Benzing (Forward, zuletzt Basket Saragossa), Isaiah Hartenstein (Center, zuletzt Zalgiris Kaunas), Patrick Heckmann (Forward, Brose Bamberg), Maodo Lo (Guard, Brose Bamberg), Dennis Schröder (Guard, Atlanta Hawks), Lucca Staiger (Guard, Brose Bamberg), Karsten Tadda (Guard, EWE Baskets Oldenburg), Daniel Theis (Forward, Boston Celtics), Johannes Thiemann (Center, MHP Riesen Ludwigsburg), Johannes Voigtmann (Center, Saski Baskonia)
Trainer: Chris Fleming

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Fotostrecke: Diese Basketballer fehlen Deutschland bei der EM

Wer sind die Favoriten?

Titelverteidiger Spanien muss zwar auf vier Stars verzichten, kann aber trotzdem noch genug Top-Spieler aufbieten, um als Top-Favorit ins Turnier zu gehen. Angeführt wird das Team von den Gasol-Brüdern Pau und Marc. Zuletzt konnten sich die Iberer bei drei der vergangenen vier Europameisterschaften durchsetzen (2009, 2011 und 2015), dazu kommt ein dritter Platz 2013.

Deutschlands Vorrundengruppengegner Litauen ist nach zwei zweiten Plätzen ebenfalls stark einzuschätzen, der letzte EM-Titel der Basketballnation liegt nun auch schon 14 Jahre zurück. Das Team ist sehr ausgeglichen besetzt, womöglich fehlt aber der eine herausragende Spieler, der die Mannschaft zur Goldmedaille führen kann.

Unter normalen Umständen würden auch Frankreich, Europameister von 2013 und EM-Zweiter von 2015, und der Olympia-Zweite Serbien zu den Top-Favoriten zählen. Doch beide Teams müssen auf einige ihrer besten Spieler verzichten. Sie sind aber dennoch Medaillenkandidaten.

Basketball-Europameister seit 1991

Jahr Team
2015 Spanien (80:63 vs Litauen)
2013 Frankreich (80:66 vs Litauen)
2011 Spanien (98:85 vs Frankreich)
2009 Spanien (85:63 vs Serbien)
2007 Russland (60:59 vs Spanien)
2005 Griechenland (78:62 vs Deutschland)
2003 Litauen (93:84 vs Spanien)
2001 Serbien und Montenegro (78:69 vs Türkei)
1999 Italien (64:56 vs Spanien)
1997 Serbien und Montenegro (61:49 vs Italien)
1995 Serbien und Montenegro (96:90 vs Litauen)
1993 Deutschland (71:70 vs Russland)
1991 Jugoslawien* (88:73 vs Italien)

*1992 bis 2003 trat Serbien unter der Bezeichnung Jugoslawien an

Wer sind die Stars?

Tatsächlich fehlen einige der größten Stars aus der NBA und Europa. Wie bereits erwähnt hat es Frankreich und Serbien besonders hart getroffen. Die Franzosen müssen auf Tony Parker, Rudy Gobert und Nicolas Batum verzichten. Den Serben fehlen Spielmacher Milos Teodosic, Nikola Jokic, Nemanja Bjelica und Miroslav Raduljica. Auch Spanien fehlen einige Stammkräfte: Sergio Llull, Serge Ibaka, Nikola Mirotic und Rudy Fernández. Für alle Fans besonders ärgerlich dürfte jedoch der Ausfall des Griechen Giannis Antetokounmpo sein. Der "Greek Freak" ist auf dem Sprung zum NBA-Superstar, mit ihm wäre Griechenland neben Spanien wohl der Top-Anwärter auf den EM-Titel.

Trotz dieser vielen Ausfälle gibt es noch genug herausragende Akteure bei der EM zu sehen. Zu ihnen zählt auch Deutschlands Dennis Schröder. Spanien kann auf Pau und Marc Gasol (San Antonio Spurs bzw. Memphis Grizzlies) sowie Ricky Rubio (Utah Jazz) bauen. Lettland setzt seine Hoffnungen in Kristaps Porzingis von den New York Knicks. Spannend wird auch zu sehen, wie sich Ausnahmetalent Luka Doncic (Real Madrid) für Slowenien schlägt. In der Vorbereitung konnte der 18-Jährige bereits überzeugen. Außerdem dabei: Dario Saric (Kroatien), Nando de Colo und Evan Fournier (Frankreich), NBA-Champion Zaza Pachulia (Georgien), Ioannis Bourousis (Griechenland), Marco Belinelli (Italien), Jonas Valanciunas (Litauen) und der 2,21 Meter große Center Boban Marjanovic (Serbien).

max/dpa/sid

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