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Basketball: Deutschland verpasst EM-Sensation und scheidet aus

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EM-Aus: Nowitzkis Abschiedsspiel Fotos
AP/dpa

Die deutschen Basketballer haben ihr letztes Gruppenspiel bei der Europameisterschaft verloren. Auch mit viel Kampf reichte es gegen Favorit Spanien nicht. Für Dirk Nowitzki dürfte es das letzte Länderspiel gewesen sein.

Wieder gut mitgehalten, wieder hat es knapp nicht gereicht: Die deutschen Basketballer haben gegen Spanien 76:77 (38:41) verloren. Damit ist das DBB-Team bei der Europameisterschaft bereits in der Vorrunde ausgeschieden.

Dirk Nowitzki, der für die EM-Vorrunde in Berlin noch mal in die Nationalmannschaft zurückgekehrt war, spielte unauffällig und kam nur auf zehn Punkte. Für den 37-jährigen NBA-Superstar dürfte die Partie gegen Spanien das letzte Länderspiel gewesen sein. Überragender Spieler der Deutschen war erneut Dennis Schröder mit 26 Punkten.

Das deutsche Team begann erneut mit einer starken Verteidigung und einer nervösen Offensive. Nowitzki und Schröder sorgten jeweils mit erfolgreichen Dreipunktewürfen für einen ausgeglichenen Spielstand nach fünf Minuten (8:9). Spanien suchte wie in den vergangenen Partien immer wieder NBA-Star Pau Gasol unter dem Korb. Der Center setzte sich mehrfach gegen Tibor Pleiß durch. Auch in der Verteidigung der Spanier stand Gasol im Mittelpunkt - nach sieben Minuten blockte er einen Korbleger von Schröder.

Spektakuläre Szene der ersten Halbzeit

Doch der Führungsspieler der Deutschen ließ sich nicht irritieren, wenig später sorgte Schröder mit drei erfolgreichen Freiwürfen für den Ausgleich - 15:15 (9. Minute). Auch sein Ersatzmann setzte Akzente: Kurz vor der Viertelpause punktete Maodo Lo nach einem sehenswerten Spin Move. Und dank eines Dreiers von Robin Benzing übernahm das DBB-Team sogar die Führung (20:18).

Auch im zweiten Viertel konnten die Gastgeber die Partie offen halten. Pleiß-Ersatz Johannes Voigtmann schloss zwei Angriffe erfolgreich ab, konnte am eigenen Korb Gasol aber auch nicht stoppen. Nach 13 Minuten führte Spanien 28:24.

Dann die spektakulärste Szene der ersten Halbzeit: Schröder zog zum Korb und spielte einen Alley-Oop-Pass auf Pleiß, den der Center mit einem beidhändigen Dunking verwertete. Kurz darauf traf Schröder einen weiteren Dreier und verkürzte auf 31:32 (16.) Auch Nowitzki, der eine unauffällige erste Hälfte spielte, traf einen wichtigen Wurf. So lag Deutschland zur Pause nur 38:41 zurück.

Im dritten Viertel drehten die Spanier auf. Über Fast Breaks und den konstant gefährlichen Gasol bauten sie ihren Vorsprung aus, nach 25 Minuten stand es 51:44. Das deutsche Team kämpfte, aber konnte zu wenige Angriffe erfolgreich abschließen. Nur Schröder und Pleiß gelang es hin und wieder zu punkten.

Die Spanier behielten die Nerven

So zog Spanien bis auf zehn Punkte davon - 56:46 (28.). Zum Ende des dritten Viertel stand es 60:48.

Im Schlussviertel versuchte das deutsche Team dann noch mal alles. Mit einer Zonenverteidigung sollte Spanien aus dem Konzept gebracht werden. Doch das gelang nicht, weil die Gäste auch aus der Distanz gut trafen. Der deutsche Angriff blieb auf Schröder beschränkt. Der 21-Jährige hielt sein Team zwar im Spiel, hatte aber zu wenig Unterstützung - 52:65 (34.).

Sechs Minuten vor dem Ende gelang der deutschen Mannschaft ein kleiner Lauf. Erst passte Schröder Paul Zipser unter dem Korb an, der Flügelspieler schloss per Slam Dunk ab. Dann traf erst Schröder einen Dreier, dann Lo, der Rückstand betrug nur noch sechs Punkte (64:70).

Zipser verkürzte kurz darauf nach einem Fast Break weiter, das DBB-Team war wieder im Spiel. Mit zwei Dreiern durch Nowitzki und Lo verkürzte Deutschland 22 Sekunden vor Schluss sogar auf 72:73. Doch bei den anschließenden Freiwürfen behielten die Spanier die Nerven, Schröder vergab hingegen unmittelbar vor Schluss einen seiner drei Freiwürfe und verpasste es damit, eine Verlängerung zu erzwingen.

Deutschland - Spanien 76:77 (38:41)

Deutschland: Schröder (26 Punkte), Lo (14), Nowitzki (10), Pleiß (10), Zipser (7), Voigtmann (4), Benzing (3), Giffey (2), Schaffartzik (0), TaddaKing (), Gavel (0).

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Basketball-Glossar
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Zu einem Basketballteam gehören fünf Akteure. Auf der Eins spielt der Point Guard (Aufbau). Die Zwei hat der Shooting Guard inne, dessen vornehmliche Aufgabe es ist, Punkte zu erzielen. Die Drei ist der Small Forward, eine wendige Flügelkraft mit einem guten Wurf. Spieler, die auf der Zwei oder Drei eingesetzt werden können, heißen "Swingmen". Die Vier ist der Power Forward, ein kräftiger Spieler, der durch seine Größe auch für Rebounds prädestiniert ist. Auf der Fünf spielt der Center, der zumeist in Korbnähe agiert. Die Positionen Eins und Zwei bilden den Backcourt, Drei bis Fünf sind der Frontcourt.


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