Sasa Djordjevic Bayerns Basketballer trennen sich vom Trainer - trotz Tabellenführung

Wenn Platz eins nicht reicht: Sasa Djordjevic ist nicht länger Coach der Basketballer des FC Bayern. Dabei könnten die Münchner ihre erfolgreichste Saison seit Langem feiern.

Bayern-Trainer Sasa Djordjevic
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Bayern-Trainer Sasa Djordjevic


Überraschend haben sich die Basketballer des FC Bayern München von Coach Sasa Djordjevic getrennt. Wie der Bundesliga-Tabellenführer mitteilte, wurde der 50-jährige Serbe von seinen Aufgaben als Cheftrainer freigestellt. Die Vorbereitung auf das Bundesligaspiel am Samstag in Oldenburg übernimmt Assistent Emir Mutapcic.

Über eine mögliche Neubesetzung der Position des Chefcoaches werde voraussichtlich in den kommenden Tagen Klarheit herrschen. Zuvor hatte das Fachmagazin "Big - Basketball in Deutschland" über die Trennung berichtet.

"Nach den Eindrücken und Entwicklungen, die wir über einen längeren Zeitraum hinweg registriert haben, sind wir jetzt zum Entschluss gekommen, unserem hoch veranlagten Team einen neuen Impuls und Führungsansatz geben zu müssen", sagte Geschäftsführer Marko Pesic. "Nicht zuletzt wegen unserer Position als Tabellenerster mag das für Außenstehende überraschend kommen, das ist verständlich", so Pesic weiter. Man habe die Entscheidung "allein im Sinne des Teams und der Ziele unseres ambitionierten Projekts" getroffen.

Noch im Februar gewann der FC Bayern den Pokal

Der FC Bayern hatte Djordjevic im Sommer 2016 als Nachfolger von Svetislav Pesic, dem Vater des derzeitigen Geschäftsführers, verpflichtet. Djordjevic war damals von Panathinaikos Athen an die Isar gewechselt. Sein größter Erfolg mit den Münchnern, die die nationale Dominanz von Brose Bamberg brechen wollen, war der Gewinn des Pokals im Februar dieses Jahres. Es war der erste Pokalerfolg der Bayern nach 50 Jahren.

In der vergangenen Saison war Djordjevic mit seiner Mannschaft - wie schon oft zuvor - 0:3 im Playoff-Halbfinale an Bamberg gescheitert.

Die aktuelle Spielzeit verlief nun eigentlich glänzend, zumindest auf nationaler Ebene. Selbst international setzten die Münchner Ausrufezeichnen, schieden allerdings vergangene Woche im Halbfinale des Eurocups gegen den türkischen Spitzenklub Darussafaka aus. Danach verloren sie auch das Bundesligaduell mit Verfolger Alba Berlin (72:91). Der Vorsprung auf Alba beträgt allerdings noch immer vier Punkte. Die Playoffs um den Titel starten im Mai.

mon/dpa



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