Basketball Schrempf wechselt zu den Portland Trailblazers

Weil ihm sein alter Arbeitgeber nur ein Minimumgehalt zahlen wollte, wechselt Deutschlands bester NBA-Spieler Detlef Schrempf von den Seattle Supersonics zum Lokalrivalen nach Portland.


Seattle - Die einstige "Musterehe" zwischen Detlef Schrempf und den Seattle Supersonics wurde im Streit geschieden. Der deutsche Basketball-Nationalspieler machte seine Drohung wahr und verließ den Club, um in der nordamerikanischen Basketball-Profi-Liga NBA wie erwartet bei den Portland Trailblazers anzuheuern. Der gebürtige Leverkusener, der auch von den Utah Jazz, Los Angeles Lakers und Meister San Antonio Spurs umworben war, einigte sich am Montag mit den Trailblazers auf einen mit 4,2 Millionen Dollar dotierten Zweijahresvertrag. Schrempf war verärgert darüber gewesen, dass ihm die Sonics in der neuen Saison nur das Veteranen-Minimum von einer Million Dollar als Gehalt zahlen wollten.

Detlef Schrempf
AP

Detlef Schrempf

Schrempf, der seit 1993 in Diensten von Seattle stand und 1996 mit dem Team das NBA-Finale gegen die Chicago Bulls erreichte, hatte in der abgelaufenen Saison mit durchschnittlich 15 Punkten, 7,4 Rebounds und 3,7 Assists noch zu den besten Akteuren der Sonics gehört. Der 36-Jährige konnte aber auch nicht verhindern, dass das Top-Team zum ersten Mal in neun Jahren die Playoffs verfehlte. "Offensive, Defensive, Engagement und Einstellung, viele Dinge stimmen bei uns einfach nicht", hatte Schrempf nach der verunglückten Saison kritisiert, "vielleicht sind es nur Kleinigkeiten, aber in der Addition sind sie deprimierend." Schrempf, der bei den Sonics auf einen lukrativeren Vertrag gehofft hatte, entschied sich letztlich für Portland, um näher an seiner in Seattle bleibenden Familie zu sein.



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