Basketball: Ohlbrecht schafft Sprung in die NBA

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Basketball-Profi Ohlbrecht: Vertrag bei den Houston Rockets

Dritter deutscher NBA-Profi: Tim Ohlbrecht hat einen Vertrag bei den Houston Rockets unterschrieben. Der Center hatte sich vier Monate in einer Aufbau-Liga empfohlen, nun bekam er den ersehnten Kontrakt - und trifft schon in wenigen Tagen auf Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks.

Hamburg - Der deutsche Basketball-Nationalspieler Tim Ohlbrecht hat den Sprung in die nordamerikanische Profiliga NBA geschafft. Der 24 Jahre alte Center unterschrieb einen Vertrag bei den Houston Rockets. Das teilte der Club am Montag (Ortszeit) via Twitter und auf seiner Internetseite mit. US-Medienberichten zufolge erhält Ohlbrecht einen Kontrakt über drei Spielzeiten, der bis zum Ende der laufenden Saison garantiert ist.

Im vergangenen November war der damals vereinslose Ohlbrecht in die NBA-Aufbauliga (D-League) zu den Rio Grande Valley Vipers gewechselt und hatte seitdem für die Texaner gespielt. "Diese Liga ist so nah an der NBA, du kannst jeden Tag aufgerufen werden", hatte Ohlbrecht seinen Schritt von der Bundesliga in die D-League erklärt: "Es ist das Ziel von jedem, dort zu spielen, ich werde mir dafür den Hintern aufreißen."

In 32 Spielen für die Vipers, dem Partnerverein von Houston, kam Ohlbrecht im Schnitt auf 13,4 Punkte und 7,4 Rebounds pro Partie. Im All-Star-Game der D-League Mitte Februar zeigte er mit zwölf Zählern und zwölf Rebounds ebenfalls eine starke Leistung.

"Wir freuen uns alle sehr für ihn, dass er sein Ziel erreicht und den Sprung in den NBA-Kader geschafft hat. Es zeugt von großem Willen und Ehrgeiz, den harten Weg durch die D-League zu gehen", sagte der neue Bundestrainer Frank Menz, der Ohlbrecht vor wenigen Tagen in den USA besucht hatte. Der Coach zeigte sich "beeindruckt von Tims Entwicklung in den USA, insbesondere auf athletischem Niveau".

Sonntag trifft Ohlbrecht auf Nowitzki und Kaman

Ohlbrecht ist damit aktuell neben Dirk Nowitzki und Chris Kaman (beide Dallas Mavericks) der dritte Deutsche in der NBA. Schon am kommenden Sonntag (Ortszeit) steht in Houston das Aufeinandertreffen mit Nowitzki und Kaman an, wenn die Rockets die Mavericks empfangen. Houston liegt derzeit als Achter der Western Conference auf Playoff-Kurs.

Die Rockets hatten vergangene Woche in einem Trade die Center Cole Aldrich und Patrick Patterson abgegeben, so dass sich Ohlbrecht hinter dem türkischen Center Ömer Asik einige Spielzeit erarbeiten könnte. In der Bundesliga war der 2,11 Meter große Athlet bislang für Leverkusen, Bamberg (2007 Meister), Bonn und Frankfurt aufgelaufen.

ham/dpa

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1.
cs01 26.02.2013
Schön für ihn. Obwohl es erst einmal nur eine Chane bis Saisonende ist.
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BBL-Meister und MVPs seit 2000
Jahr Team MVP der Saison
2014 FC Bayern Malcolm Delaney (Bayern)
2013 Bamberg John Bryant (Ulm)
2012 Bamberg John Bryant (Ulm)
2011 Bamberg DaShaun Wood (Frankfurt)
2010 Bamberg Julius Jenkins (Berlin)
2009 Oldenburg Jason Gardner (Oldenburg)
2008 Berlin Julius Jenkins (Berlin)
2007 Bamberg Jerry Green (Ludwigsburg)
2006 Köln Jovo Stanojevic (Berlin)
2005 Bamberg Chuck Eidson (Gießen)
2004 Frankfurt Pascal Roller (Frankfurt)
2003 Berlin Jovo Stanojevic (Berlin)
2002 Berlin Wendell Alexis (Berlin)
2001 Berlin St. Hutchinson (Leverkusen)
2000 Berlin Wendell Alexis (Berlin)

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Zu einem Basketballteam gehören fünf Akteure. Auf der Eins spielt der Point Guard (Aufbau). Die Zwei hat der Shooting Guard inne, dessen vornehmliche Aufgabe es ist, Punkte zu erzielen. Die Drei ist der Small Forward, eine wendige Flügelkraft mit einem guten Wurf. Spieler, die auf der Zwei oder Drei eingesetzt werden können, heißen "Swingmen". Die Vier ist der Power Forward, ein kräftiger Spieler, der durch seine Größe auch für Rebounds prädestiniert ist. Auf der Fünf spielt der Center, der zumeist in Korbnähe agiert. Die Positionen Eins und Zwei bilden den Backcourt, Drei bis Fünf sind der Frontcourt.

Der Aufbau der NBA
Die National Basketball Association (NBA) setzt sich aus 30 Teams zusammen und wurde am 6. Juni 1946 als Basketball Association of America in New York gegründet. Seit dem Zusammenschluss mit der National Basketball League 1949 firmiert sie als NBA. Alle Clubs haben das gleiche Mitspracherecht, die NBA ist das gemeisame Organ. Vertreter der Clubs ist der NBA-Commissioner. Von 1984 bis 2014 war das David Stern, seitdem hat Adam Silver das Amt inne. Alle Entscheidungen werden von den Clubs gemeinsam beschlossen. Vorrangiges Ziel der Team-Eigner ist nicht ausschließlich sportlicher Erfolg, sondern vor allem dass die Clubs einen Gewinn erwirtschaften und sich die Investionen somit auszahlen.