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Sieg gegen Bayern München: Bambergs Basketballer sind Deutscher Meister

Theis, Stimac: Zehn Punkte im ersten Viertel Zur Großansicht
AFP

Theis, Stimac: Zehn Punkte im ersten Viertel

Die Basketballer aus Bamberg holen sich den Titel: Im fünften Spiel der Finalserie besiegten sie den Titelverteidiger Bayern München. Eine starke Partie machte Nationalspieler Daniel Theis. Bayern-Coach Svetislav Pesic beschwerte sich über einen Schiedsrichter.

Eigentlich hatten sich die Verantwortlichen in Bamberg auf ein Übergangsjahr eingestellt: Neuer Trainer, neues Management, komplett neue Mannschaft - da wurde die Meisterschaft nicht zum offiziellen Ziel erklärt. Und doch reichte es: Bamberg schlug im fünften Spiel des BBL-Finales Bayern München 88:84 und sicherte sich in eigener Halle zum siebten Mal den Titel.

Überragende Spieler bei den Gastgebern waren Daniel Theis und Darius Miller. Der deutsche Power Forward führte Bamberg in der ersten Hälfte an, der US-Amerikaner Miller drehte nach der Pause auf.

"Wir haben das ganze Spiel geführt und haben es am Schluss noch mal ein bisschen spannend gemacht", sagte Theis nach dem Spiel. Bayerns Aufbauspieler Heiko Schaffartzik gratulierte Bamberg: "Sie waren ein kleines Stück besser, wir haben die Serie in Spiel zwei verloren." Als bester Spieler der Finalrunde wurde Bambergs Brad Wanamaker ausgezeichnet.

Bayern-Coach Svetislav Pesic äußerte nach der Partie heftige Kritik an Schiedsrichter Robert Lottermoser: "Ich will, dass er mich nicht mehr pfeift", sagte Pesic: "Wir hätten als amtierender Meister mehr Respekt von der BBL und den Schiedsrichtern verdient gehabt." Lottermoser gilt als bester deutscher Basketball-Schiedsrichter, er pfeift unter anderem in der Euroleague, der Champions League des Basketballs.

Bamberg begann stark und führte schnell 9:0. Herausragend in der Anfangsphase: der deutsche Nationalspieler Theis. Er nutzte aus, dass sein Gegenspieler Vladimir Stimac ihm viel Platz ließ und erzielte in den ersten fünf Minuten zehn Punkte. Die Gastgeber führten 15:8.

Theis bekam eine Pause, und ohne ihn lief es nicht mehr ganz so gut für Bamberg. Die Bayern nutzten ihre Größenvorteile und waren einige Male am Korb erfolgreich. Am Ende des ersten Viertels lagen sie dennoch 19:26 zurück.

Spektakulärer Block von Theis gegen Taylor

Auch im zweiten Viertel gelang Bamberg der bessere Start. Dawan Robinson und Wanamaker erhöhten auf 33:19 (12. Minute). Bayern-Trainer Svetislav Pesic nahm eine Auszeit und stellte sein Team besser ein: Heiko Schaffartzik traf einen Dreipunktewurf und verkürzte auf 24:33.

Und Theis? Der Power Forward spielte im zweiten Viertel offensiv unauffällig, doch in der Defensive spektakulär: Mit einem sehenswerten Block verhinderte er einen Korbleger von Bayerns Kapitän Bryce Taylor.

In der Offensive setzten Bambergs Aufbauspieler immer wieder Trevor Mbakwe am Korb ein, der jeweils mit Dunking abschloss. Dass Bayern zur Halbzeit überhaupt noch im Spiel war, verdankten die Gäste Paul Zipser. Der 21-Jährige traf vor der Pause zwei Dreipunktewürfe in Folge und hielt die Münchner in Reichweite - 36:49.

Bayern drehen erst im vierten Viertel auf

Im dritten Viertel leisteten sich beide Teams viele Ballverluste und Fehlwürfe. Den Bayern fehlten die Ideen, um den Rückstand zu verkürzen. Nur von der Freiwurflinie erzielten sie Punkte, nach 25 Minuten stand es 38:55.

Kurz darauf traf Zipser seinen dritten Dreipunktewurf, Bayern schien noch mal ein Comeback zu starten. Doch Theis hatte etwas dagegen: Zweimal hintereinander stoppte er einen Bayern-Spieler mit einem Block, erst Dusko Savanovic, dann Nihad Djedovic. Auf der Gegenseite trafen Karsten Tadda und Wanamaker - Bamberg führte nach dem dritten Abschnitt 63:50.

Dennoch wurde es im Schlussviertel noch mal spannend: Lucca Staiger mit zwei erfolgreichen Dreipunktewürfen und Center John Bryant führten die Bayern wieder heran. Fünf Minuten vor dem Ende betrug der Rückstand nur noch sieben Punkte - 65:72.

So gab es doch noch Spannung bis zur letzten Sekunde. Mit einem Dreipunktewurf von Vasilije Micic und einem Korbleger von Taylor verkürzten die Münchner 21 Sekunden vor Schluss auf 82:85. Jannis Strelnieks sorgte dann aber mit einem verwandelten Freiwurf für die Entscheidung.

Bamberg: Mbakwe (20 Punkte), Miller (12), Strelnieks (11), Thompson (10), Theis (10)
München: Bryant (16), Staiger (12), Taylor (11), Zipser (11), Schaffartzik (10)
Zuschauer: 6800 (ausverkauft)
Play-off-Stand: 3:2

cte

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insgesamt 28 Beiträge
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1.
plasmopompas 21.06.2015
Gruß und Glückwunsch aus Berlin nach Bamberg! die Bayern müssen wirklich nicht immer und überall gewinnen!
2.
countrushmore 21.06.2015
Da können wir jetzt alle zufrieden sein, dass nicht die bösen Kommerz-Bayern gewonnen haben, sondern eine Mannschaft namens "Brose Baskets"
3. Danke Bamberg!
notinmyhouse 21.06.2015
schön, das sich dieses andere Konstrukt nicht wieder einen Titel einkaufen konnten! :)
4.
alfonsjohannes 21.06.2015
Glückwunsch bamberg weiter so
5. Kommerz-Bayern... lol
florian.ams 21.06.2015
Brose schiebt natürlich nur Centbeträge auf das Bamberger Konto.
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Zu einem Basketballteam gehören fünf Akteure. Auf der Eins spielt der Point Guard (Aufbau). Die Zwei hat der Shooting Guard inne, dessen vornehmliche Aufgabe es ist, Punkte zu erzielen. Die Drei ist der Small Forward, eine wendige Flügelkraft mit einem guten Wurf. Spieler, die auf der Zwei oder Drei eingesetzt werden können, heißen "Swingmen". Die Vier ist der Power Forward, ein kräftiger Spieler, der durch seine Größe auch für Rebounds prädestiniert ist. Auf der Fünf spielt der Center, der zumeist in Korbnähe agiert. Die Positionen Eins und Zwei bilden den Backcourt, Drei bis Fünf sind der Frontcourt.


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