Von Felix Meininghaus
Hamburg - In London hatte er an der Seite von Julius Brink die Beachvolleyball-Fans begeistert und Olympisches Gold gewonnen - doch nun muss Jonas Reckermann seine Karriere beenden. Gesundheitliche Gründe zwingen den 33-Jährigen zu diesem Schritt, wie SPIEGEL ONLINE vorab erfuhr.
"Die Entscheidung fällt mir aus diversen Gründen sehr schwer, aber Gesundheit kann man sich nicht kaufen, und die geht letzten Endes vor", so Reckermann. Sein Spielpartner Brink bedauert das sehr, "denn es wäre sicherlich eine interessante Saison geworden. Ich habe aber vollstes Verständnis für diesen Schritt."
Im Herbst hatte sich Reckermann einer Schulteroperation unterziehen müssen, nun zwingen ihn anhaltende Rückenprobleme zum Karriereende. MRT-Untersuchungen Ende Dezember hätten neben einem bekannten, aber nun weiter fortgeschrittenen degenerativen Prozess an der Wirbelsäule eine Zyste im Rückenmarkskanal nachgewiesen, welche auf einen Nerv der Lendenwirbelsäule drücke, heißt es in der Mitteilung.
Brink/Reckermann feierten neben dem Olympiasieg noch einen Weltmeister- (2009), zwei Europameister- (2011, 2012) und drei Deutsche Meistertitel (2009, 2010. 2011). Mit seinem vorherigen Partner Markus Dieckmann hatte Reckermann zudem je zwei weitere europäische (2011, 2012) und deutsche Meisterschaften (2001, 2005) gewonnen. Schon in den Jahren 2002 und 2004 war er gemeinsam mit Markus Dieckmann Europameister geworden.
Auch wenn sie künftig nicht mehr nebeneinander im Sand stehen, will Reckermann weiter mit Julius Brink zusammenarbeiten, in welcher Funktion stehe aber noch nicht fest. Neuer Spielpartner von Brink wird der bisherige Trainingspartner Sebastian Fuchs. "Ich bin mir sicher, dass Julius auch mit neuem Partner eine erfolgreiche Zukunft bevorsteht und wünsche den beiden dafür alles Gute", so Reckermann.
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