Bestechungsskandal im College-Basketball Star-Trainer Pitino verliert seinen Job

Aus für einen der erfolgreichsten Trainer im amerikanischen College-Basketball: Rick Pitino hat seinen Posten bei den Louisville Cardinals im Zuge des Bestechungsskandals verloren.

Rick Pitino
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Rick Pitino


Der Bestechungsskandal im amerikanischen College-Basketball hat einen der prominentesten Trainer des Landes den Job gekostet: Die Louisville Cardinals haben Coach Rick Pitino beurlaubt. Das teilte der Interimspräsident der US-Universität, Greg Postel, auf einer Pressekonferenz mit. Auch Sportdirektor Tom Jurich wurde entlassen. Das Basketball-Programm der Universität ist in den Skandal verstrickt und Teil der FBI-Untersuchungen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass von mehreren Teams Bestechungsgelder gezahlt wurden, um Highschool-Stars an eine bestimmte Universität zu locken. So soll einer der beschuldigten Trainer 91.000 Dollar erhalten haben, um unlauteren Einfluss auf Spieler seiner Mannschaft zu nehmen. Die US-Behörden haben zehn Personen wegen Bestechung und Betrugs verhaftet, darunter vier Assistenztrainer an US-Universitäten und den für das Basketball-Marketing zuständigen Adidas-Manager James G.

Der 65-jährige Pitino gehört zu den erfolgreichsten Trainern der College-Basketball-Geschichte. Seinen 770 Siegen als Coach stehen lediglich 271 Niederlagen gegenüber. Die Cardinals führte er dreimal ins Halbfinale der College-Meisterschaft und holte einen Titel. Mit den Kentucky Wildcats schaffte er es sogar viermal ins Final Four und holte ebenfalls einen Titel. In der NBA trainierte Pitino die New York Knicks und Boston Celtics.

Das Basketball-Programm der Universität war aber bereits vor Bekanntwerden des aktuellen Skandals negativ in den Schlagzeilen: Zwischen 2010 und 2014 sollen für die Spieler in Louisville Sexpartys organisiert worden sein. Die Liga hat dafür auch Pitino zur Verantwortung gezogen. In der kommenden Saison, die Ende Oktober beginnt, wäre er für fünf Spiele gesperrt gewesen. Dazu kommt es nun aber nicht mehr.

ehh



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