"Black Monday" NFL-Clubs feuern reihenweise ihre Trainer

Abrechnung wegen Erfolglosigkeit: In der amerikanischen Football-Liga NFL gab es am traditionellen "Black Monday", dem Tag nach dem letzten Spiel der regulären Saison, für sieben Coaches das "Goodbye". Auch fünf Manager wurden gefeuert.

"Black Monday"-Opfer Reid: Nicht mehr für die Philadelphia Eagles verantwortlich
AFP

"Black Monday"-Opfer Reid: Nicht mehr für die Philadelphia Eagles verantwortlich


Hamburg - Es ist der Tag, vor dem viele Football-Trainer in den USA zittern, vor allem die erfolglosen: der "Black Monday", der schwarze Montag. Traditionell werden in der National Football League (NFL) einen Tag nach dem Ende der regulären Saison eine ganze Reihe von sportlich Verantwortlichen entlassen.

Auch am 31. Dezember des vergangenen Jahres war es wieder soweit: Von den 20 Clubs, die sich nicht für die Playoffs qualifiziert hatten, feuerten diesmal sieben Vereine umgehend ihren Cheftrainer. Damit nicht genug: Auch fünf Manager mussten gehen.

Ohne Coach sind vorerst die Philadelphia Eagles (Ex-Trainer Andy Reid), Chicago Bears (Lovie Smith), Arizona Cardinals (Ken Whisenhunt), San Diego Chargers (Norv Turner), Kansas City Chiefs (Romeo Crennel), Buffalo Bills (Chan Gailey) und Cleveland Browns (Pat Shurmur).

Arizona, San Diego und Cleveland trennten sich zugleich auch von ihren Managern, ebenso die Jacksonville Jaguars und die New York Jets. Bud Adams, Besitzer der Tennessee Titans, feuerte hingegen weder Trainer noch Manager - er setzte Hauptgeschäftsführer Mike Reinfelt vor die Tür.

Die Trainer, die es in der ersten Welle noch nicht erwischt hat, können aber mitnichten aufatmen. Denn für die kommenden Tage werden weitere Entlassungen in der NFL erwartet.

bka/sid

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
mitbestimmender wähler 01.01.2013
1. Fixkosten Abbau, oder was?
Die Clubs ohne Trainer werden unter den geflogenen/freien Trainer ihren neuen aussuchen müssen. Dieses Handeln geschieht nicht aus einer Stärke heraus. Sie widerspiegelt eher die Schwäche der Club-Führung. "Ohne Besseres an der Angel zu haben schmeisst man den Fisch nicht über Bord"
forever 01.01.2013
2. Warum immer so spät?
Wenn eine Mannschaft in einer Saison schlecht spielt, dann müssen die Verantwortlichen doch schon eher die Notbremse ziehen und die Trainer schon in der Saison feuern, damit vielleicht mit einem neuen Trainer die Wende geschafft werden kann. Was bringt es wenn die erfolglosen Trainer erst nach der Saison beurlaubt werden?
dowhepole 01.01.2013
3.
Zitat von foreverWenn eine Mannschaft in einer Saison schlecht spielt, dann müssen die Verantwortlichen doch schon eher die Notbremse ziehen und die Trainer schon in der Saison feuern, damit vielleicht mit einem neuen Trainer die Wende geschafft werden kann. Was bringt es wenn die erfolglosen Trainer erst nach der Saison beurlaubt werden?
In der NFL wird ,ironischerweise, sozialistisch Geld verteilt. Das heißt jeder Klub hat den Salary-Cap einzuhalten, unter den Spielergehälter und Trainergehälter fallen. Jetzt sind die Verträge meist so aufgebaut, dass in verschiedenen Jahren eine verschieden hohe Belastung für den Salary-Cap entsteht außerdem sind sie so aufgebaut, dass Entlassungen unter der Saison zu totem Geld führen, dass in der nächsten Saison den Salary- Cap belastet, obwohl der Spieler/Trainer nicht mehr im Team ist. Dieses System führt dazu, dass Spieler und Trainer ncht entlassen werden, sobald sie als zu schlecht ausgemacht werden, sondern dann wenn es für den Cap am verdräglichsten ist. Das ist oft gleich nach der Saison der Fall, es kann aber auch passieren, dass ein Spieler noch ein oder 2 Jahre mitgeschliffen wird.
rumpyho 01.01.2013
4. clever
Im American Football ist der ganze Spiel Aufbau viel komplizierter als zb im Fußball. Das Einstudieren neuer Spielzuege braucht Zeit, deshalb sind Trainerwechsel in der Saison eher selten und bringen meist auch nichts.
Unglaeubiger789 01.01.2013
5. Ich frag mich allen Ernstes
wen denn hier bei uns in der BRD wirklich NFL, Basketball, Baseball und sonstige sonderbare anglikanische Sportarten interessieren, damit hier dauernd darüber berichtet wird? Also mich juckt da überhaupt nicht, wer sich dort die Köpfe einhaut oder welcher Trainer gefeuert worden ist.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.