Hamburg - Boxen gilt gemeinhin als harter, roher Sport. Puristisch könnte man sagen: Zwei Kämpfer, zwei Paar Boxhandschuhe, ein Ring, mehr braucht es nicht. Die Bilder, die man von den Kämpfen zu sehen bekommt, zeigen häufig die harten Auswirkungen der Schläge. Geschwollene Augen, Blut, harte Treffer am Kopf, bei denen der Schweiß in sämtliche Richtungen spritzt.
Dass Boxbilder durchaus eine kunstvolle, gar ästhetische Komponente haben können, beweist der Fotograf Howard Schatz in seinem jüngst erschienenen Buch "At the Fights: Inside the World of Professional Boxing". Darin inszeniert er den Boxsport und die Kämpfer im Zusammenspiel von hell und dunkel als markante Persönlichkeiten, denen man bei Nahaufnahme häufig die Spuren der Kämpfe ansieht.
Die Kernelemente des Sports betont er dabei stets: Boxer sind in gleißendes Licht getaucht, ihre durchtrainierten Körper werden gezeigt. Immer wieder benutzt er das Element Wasser, um den Schweiß zu simulieren. Etliche bekannte Boxer sind in seinem Buch vertreten, Mike Tyson ist ebenso dabei wie Arthur Abraham.
Schatz ist ein mit Preisen ausgezeichneter Fotograf, der sich für sein Projekt sechs Jahre lang in der Boxwelt bewegt hat und dabei die größten Stars der Branche, Manager, Trainer und Promoter interviewt hat, um einen Einblick zu bekommen. Auf 240 Seiten lässt er den Leser und Betrachter mit Hilfe seiner Motive und dazugehöriger Kommentare an diesen Einsichten teilhaben.
Sehen Sie hier eine Auswahl der Bilder.
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