Boxbuch "At the Fights": Kämpfer als Kunst

Howard Schatz hat sechs Jahre lang in der Boxszene recherchiert und fotografiert. Herausgekommen ist das bildgewaltige Werk "At the Fights", das die Protagonisten dieses rauen Sports aus einer ungewohnten Perspektive zeigt.

Boxbuch "At the fights": Tyson, Klitschko & Co. Fotos
Howard Schatz

Hamburg - Boxen gilt gemeinhin als harter, roher Sport. Puristisch könnte man sagen: Zwei Kämpfer, zwei Paar Boxhandschuhe, ein Ring, mehr braucht es nicht. Die Bilder, die man von den Kämpfen zu sehen bekommt, zeigen häufig die harten Auswirkungen der Schläge. Geschwollene Augen, Blut, harte Treffer am Kopf, bei denen der Schweiß in sämtliche Richtungen spritzt.

Dass Boxbilder durchaus eine kunstvolle, gar ästhetische Komponente haben können, beweist der Fotograf Howard Schatz in seinem jüngst erschienenen Buch "At the Fights: Inside the World of Professional Boxing". Darin inszeniert er den Boxsport und die Kämpfer im Zusammenspiel von hell und dunkel als markante Persönlichkeiten, denen man bei Nahaufnahme häufig die Spuren der Kämpfe ansieht.

Die Kernelemente des Sports betont er dabei stets: Boxer sind in gleißendes Licht getaucht, ihre durchtrainierten Körper werden gezeigt. Immer wieder benutzt er das Element Wasser, um den Schweiß zu simulieren. Etliche bekannte Boxer sind in seinem Buch vertreten, Mike Tyson ist ebenso dabei wie Arthur Abraham.

Schatz ist ein mit Preisen ausgezeichneter Fotograf, der sich für sein Projekt sechs Jahre lang in der Boxwelt bewegt hat und dabei die größten Stars der Branche, Manager, Trainer und Promoter interviewt hat, um einen Einblick zu bekommen. Auf 240 Seiten lässt er den Leser und Betrachter mit Hilfe seiner Motive und dazugehöriger Kommentare an diesen Einsichten teilhaben.

Sehen Sie hier eine Auswahl der Bilder.

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Perfekt, absolut, ....
nadennmallos 19.11.2012
Zitat von sysopHoward Schatz Howard Schatz hat sechs Jahre lang in der Boxszene recherchiert und fotografiert. Herausgekommen ist das bildgewaltige Werk "At the fights", das die Protagonisten dieses rauen Sports aus einer ungewohnten Perspektive zeigt. http://www.spiegel.de/sport/sonst/boxbuch-at-the-fights-kaempfer-als-kunst-a-867959.html
Na endlich mal Fotoarbeiten vom Feinsten. Das ist Kunst, da beherscht jemand sein Handwerk. Hut ab!
2. Hammer !
sturado 19.11.2012
Muss ich haben. Wieviel kostet das gute Stück ?
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Box-Legenden: Historische Kämpfe
Box-Glossar
Beim Boxen ist die Stellung der Kämpfer ausschlaggebend, dazu kommen in der Regel drei verschiedene Schlag-Varianten zum Einsatz. Diese werden untereinander beliebig zu sogenannten Schlag-Kombinationen zusammengefügt. Ebenfalls ein probates Mittel ist das Klammern, um sich aus ungünstigen Situationen zu befreien.

  • Auslage: Unter der Auslage eines Boxers versteht man die Stellung und Richtung zum Gegner. Die Kämpfer stehen dabei einander nicht frontal, sondern versetzt gegenüber, wobei diejenige Hand, die dem Gegner näher ist, als Führhand, die hinten liegende Hand als Schlaghand bezeichnet wird. Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, gilt die Linksauslage als normal und wird meistens Normalauslage genannt. Bei ihnen stehen linkes Bein und linke Hand näher zum Gegner - in der Rechtsauslage entsprechend andersherum.

    Jab: Eine abrupt geschlagene Gerade mit der Führhand. Der Schlag hat zumeist den Kopf zum Ziel. Der Jab zählt dabei nicht zu den stärksten Schlägen, nur selten geht ein Boxer nach einem einzelnen Jab zu Boden.

    Cross: Eine Gerade, die mit der Schlaghand geschlagen wird. Die Schlaghand wird vom Kinn auf einer geraden Linie ins Ziel geführt. Die Führhand wird dabei zurückgenommen, um das Kinn zu schützen. Der Cross ist ein sogenannter Powerpunch.

Haken: Ein Schlag, bei dem zwischen Kopf- und Körperhaken unterschieden wird. Zum Einsatz kommt der Haken beim Boxen in der Halbdistanz. Der Schlag eignet sich vor allem als K.o.-Schlag, da er zumeist von der Seite kommt und so durch die Deckung des Gegners geht.

Klammern: Eine taktische Maßnahme, um sich eine Pause zu verschaffen oder sich aus einer ungünstigen Position zum Gegner zu befreien. Der Ringrichter muss die Kontrahenten aus der Klammerung trennen, so dass eine neue Kampf-Situation entsteht. Klammern stellt einen Regelverstoß dar, der aber aufgrund der Häufigkeit oft geduldet wird. Ab einem gewissen Grad wird das Vergehen jedoch mit Verwarnungen und damit mit Punktabzügen bestraft.