Boxen: Abraham verteidigt WM-Titel

Sieg durch Technischen K.o.: Arthur Abraham hat gegen Herausforderer Mehdi Bouadla gewonnen und seinen WM-Titel im Supermittelgewicht verteidigt. Ein in Runde sieben verursachter Cut am Auge des Franzosen zwang den Ringrichter, den Fight eine Runde später abzubrechen.

Abraham verteidigt Titel: König Arthur bleibt auf dem Thron Fotos
AFP

Hamburg - Arthur Abraham hat sein Comeback-Jahr mit einem überzeugenden Sieg abgeschlossen. Der WBO-Weltmeister im Supermittelgewicht besiegte seinen französischen Herausforderer Mehdi Bouadla in Nürnberg durch Technischen K.o. in der achten Runde. "Das war ein Superjahr für mich. Wir haben es geschafft, zurückzukommen. Bouadla hat bis zum Schluss gekämpft und hart geschlagen", sagte Abraham nach dem Kampf.

Abraham dominierte den Fight von Beginn an. Mit schnellen Schlagkombinationen setzte er seinen Gegner immer wieder unter Druck und erzielte zahlreiche Wirkungstreffer. Bouadla hatte dem Titelverteidiger nur wenig entgegenzusetzen. Einzig in Runde sechs konnte sich der Franzose etwas besser in Szene setzen, ohne allerdings Abraham ernsthaft zu gefährden.

Eine Runde später verpasste Abraham seinem Gegner dann einen Cut am rechten Auge, der den Ringrichter dazu veranlasste, den Kampf im achten Durchgang abzubrechen. Es war für Abraham der 36. Sieg im 39. Profikampf und der 28. K.o.-Erfolg. Abraham hatte den Titel erst im vergangenen August gegen den Magdeburger Robert Stieglitz geholt.

Abraham war 2009 ins Supermittelgewicht gewechselt, hatte jedoch beim Super-Six-Turnier zunächst drei Niederlagen kassiert und stand kurz vor dem Karriere-Aus. Zwischen 2005 und 2009 hatte der Boxer das Mittelgewicht beherrscht und dort seinen WM-Titel zehnmal erfolgreich verteidigt.

mib/sid/dpa

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Abraham höchstens durchschnittlich
tyskie 16.12.2012
Der Kampf hat eindeutig bewiesen, dass Abraham nicht mehr gegen die Elite des Supermittelgewichts antreten sollte. Sonst wird er so geschlachtet, wie das Fallobst Bouadla.
2.
z_beeblebrox 17.12.2012
Zitat von tyskieDer Kampf hat eindeutig bewiesen, dass Abraham nicht mehr gegen die Elite des Supermittelgewichts antreten sollte. Sonst wird er so geschlachtet, wie das Fallobst Bouadla.
Völlig korrekt! Gegen Supermittelgewichtler á la Mikkel Kessler, Carl Froch oder gar Andre Ward hat er 0,0 Chance - wie im Super Six World Boxing Classic-Boxturnier eindrucksvoll bewiesen wurde. Der Fight am letzten Samstag war eher übelste Bierzeltschlägerei, denn technisch gutes Boxen. Somit dürfte sich der Kreis für A. Abraham wieder schließen: Angefangen hat er beim Boxen im Bierzelt auf der Kirmes in Nürnberg mit 50 DM Gage + 1/2-Händle und nun diese unterirdische Bierzeltschlägerei in Nürnberg. Zumindest hatte A. Abraham mehr Luftschlösser geschlagen als der schweizer Käse Löcher hat. Ach ja, der Kampf Mateusz Masternak vs. Juho Haapoja (Cruisergewicht) am letzten Samstag war schön anzusehen. Der Pole Masternak ist ein wirklich guter Techniker und hat den Finnen Haapoja ziemlich eingeheizt. So ähnlich dürfte derzeit Arthur Abraham von einem der wirklich guten Supermittelgewichtler (Kessler, Froch, Ward) verprügelt werden.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter | RSS
alles zum Thema Boxen
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 2 Kommentare
  • Zur Startseite
Fotostrecke
Legendäre Boxer: Knockouts und Comebacks

Box-Glossar
Beim Boxen ist die Stellung der Kämpfer ausschlaggebend, dazu kommen in der Regel drei verschiedene Schlag-Varianten zum Einsatz. Diese werden untereinander beliebig zu sogenannten Schlag-Kombinationen zusammengefügt. Ebenfalls ein probates Mittel ist das Klammern, um sich aus ungünstigen Situationen zu befreien.

  • Auslage: Unter der Auslage eines Boxers versteht man die Stellung und Richtung zum Gegner. Die Kämpfer stehen dabei einander nicht frontal, sondern versetzt gegenüber, wobei diejenige Hand, die dem Gegner näher ist, als Führhand, die hinten liegende Hand als Schlaghand bezeichnet wird. Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, gilt die Linksauslage als normal und wird meistens Normalauslage genannt. Bei ihnen stehen linkes Bein und linke Hand näher zum Gegner - in der Rechtsauslage entsprechend andersherum.

    Jab: Eine abrupt geschlagene Gerade mit der Führhand. Der Schlag hat zumeist den Kopf zum Ziel. Der Jab zählt dabei nicht zu den stärksten Schlägen, nur selten geht ein Boxer nach einem einzelnen Jab zu Boden.

    Cross: Eine Gerade, die mit der Schlaghand geschlagen wird. Die Schlaghand wird vom Kinn auf einer geraden Linie ins Ziel geführt. Die Führhand wird dabei zurückgenommen, um das Kinn zu schützen. Der Cross ist ein sogenannter Powerpunch.

Haken: Ein Schlag, bei dem zwischen Kopf- und Körperhaken unterschieden wird. Zum Einsatz kommt der Haken beim Boxen in der Halbdistanz. Der Schlag eignet sich vor allem als K.o.-Schlag, da er zumeist von der Seite kommt und so durch die Deckung des Gegners geht.

Klammern: Eine taktische Maßnahme, um sich eine Pause zu verschaffen oder sich aus einer ungünstigen Position zum Gegner zu befreien. Der Ringrichter muss die Kontrahenten aus der Klammerung trennen, so dass eine neue Kampf-Situation entsteht. Klammern stellt einen Regelverstoß dar, der aber aufgrund der Häufigkeit oft geduldet wird. Ab einem gewissen Grad wird das Vergehen jedoch mit Verwarnungen und damit mit Punktabzügen bestraft.