WM-Kampf im Supermittelgewicht Abraham kassiert Niederlage gegen Eubank

Das Urteil der Ringrichter war einstimmig: Supermittelgewichtler Arthur Abraham hat den WM-Kampf gegen den Briten Chris Eubank Jr. verloren. Ihm entgeht damit die Teilnahme an einem lukrativen Boxturnier.

Boxer Chris Eubank Jr. und Arthur Abraham
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Boxer Chris Eubank Jr. und Arthur Abraham


Profiboxer Arthur Abraham hat einen erneuten WM-Titel verpasst. Der 37-jährige Supermittelgewichtler unterlag Samstagnacht in der Londoner Wembley Arena dem IBO-Weltmeister Chris Eubank Jr. aus Großbritannien nach zwölf Runden einstimmig nach Punkten (110:118, 110:118, 108:120) und verpasste damit die Teilnahme an der lukrativen World Boxing Super Series (WBSS) um die Muhammad-Ali-Trophy.

Für den gebürtigen Armenier war dies die sechste Niederlage im 52. Kampf seiner Karriere. Abraham war zwischen 2005 und 2016 mehrfach Weltmeister der Verbände IBF und WBO im Mittelgewicht und in seinem jetzigen Limit. Eubank Jr. feierte in seinem 26. Fight den 25. Sieg.

Statt des großen Geldes droht dem Routinier droht jetzt das Karriereende. "Die Zukunft wird er jetzt in Ruhe entscheiden. Wir werden uns da alle zusammensetzen", sagte Promoter Kalle Sauerland anstelle seines sprachlosen Boxers.

Abraham lag schon nach den ersten sechs Runden deutlich hinten und war in allen Belangen unterlegen. Eubank Jr. kämpfte agiler, er schien nicht müde zu werden, seinen Gegner zu provozieren. Abraham boxte zu statisch, konnte kaum gute Treffer landen. Gegen Ende des Kampfs lässt der Brite sogar demonstrativ die Fäuste fallen und tänzelt den deutlichen älteren Kontrahenten nur noch mit seiner Beinarbeit aus. Immerhin: Abraham rettete sich über die Zeit, wehrte die Schlagsalven in den Schlussrunden ab - und überstand den Kampf ohne Knock-out.

Der 27-jährige Brite hat sich mit seiner erfolgreichen Titelverteidigung als letzter Boxer für die Ali-Trophy qualifiziert. Sein Gegner im Viertelfinale ist der Türke Avni Yildirim. In dem Limit steigt mit dem ehemaligen Weltmeister Jürgen Brähmer (Schwerin) ein deutscher Boxer in den Ring. Im Cruisergewicht ist der ehemalige WBO-Champion Marco Huck dabei.

In der WBSS steigen pro Limit acht Faustkämpfer in den Ring. Die Kämpfe werden im K.o.-Modus ausgetragen. Wer den Pokal will, muss dreimal gewinnen, Verlierer scheiden sofort aus. Der Sieger steht im Mai 2018 fest. Der Turniersieger soll rund zehn Millionen Dollar (8,7 Millionen Euro) erhalten. Insgesamt geht es um 50 Millionen Dollar Preisgeld.

oka/dpa



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