Gehirnschwellung Boxer Gutknecht nach Kampf notoperiert

Eduard Gutknecht hat sich nach einem Boxkampf einer Notoperation unterziehen müssen. Der deutsche Supermittelgewichtler hatte sich zuvor bei seiner klaren Comeback-Niederlage eine Gehirnschwellung zugezogen.

Eduard Gutknecht
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Eduard Gutknecht


Der deutsche Profiboxer Eduard Gutknecht hat sich im Kampf gegen den Briten George Groves in London schwer verletzt. Der Supermittelgewichtler erlitt bei der einstimmigen Punktniederlage (110:119, 109:119, 109:119) am Freitagabend eine Gehirnschwellung und musste noch in der Nacht notoperiert worden. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung sei der Eingriff erfolgreich verlaufen.

Thomas Pütz, Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer, bestätigte den Vorfall. "Wir wurden unterrichtet, dass es nach dem Kampf Gehirnblutungen bei Eduard Gutknecht gab und eine Notoperation erforderlich war. Wir wünschen unserem Boxer natürlich alles Gute und drücken die Daumen, dass er bald gesund nach Deutschland zurückkehren kann", sagte Pütz.

Englische Medienberichte, wonach Gutknecht im Anschluss an den Kampf in der Kabine kollabiert sei und reanimiert werden musste, dementierte Gutknechts Manager Winfried Spiering. Aktuell stehe sein Schützling in einer Londoner Klinik unter Beobachtung und man müsse das Urteil der Ärzte abwarten, wie man weiter verfahre, sagte der Besitzer des "Wiking Boxteam" SPIEGEL ONLINE.

Der frühere Europameister Gutknecht kämpfte bei seiner Rückkehr ins Supermittelgewicht zwölf Runden um den Internationalen Titel der WBA. In der neunten Runde zog er sich einen Cut unter dem linken Auge zu. Obwohl das Auge immer weiter zuschwoll, kämpfte Gutknecht zum Ende. Gegner Groves zeigte sich auf Twitter "tief besorgt", sein Coach Shane McGuigan schrieb: "Die Gedanken sind nach dem heutigen Kampf bei Eduard Gutknecht."

lst/sid

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insgesamt 2 Beiträge
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black-mamba 19.11.2016
1.
Ich bin ja mal gespannt, ob ich es noch erlebe, dass man erkennt, dass es sich bei Boxen nicht um Sport, sondern nur um geselkschaftlich legitimierte. Körperverletzung mit Inkaufnehmen von Todesfolgen handelt. Da prügeln zwei bescheuerte Leute gegenseitig aufeinander ein, Mit dem Ziel den jeweils anderen möglichst bewußtlos zu schlagen. Das nennen die dann Wettkampf - in einer angeblich zivilisierten Gesellschaft.
wolfgangluley 19.11.2016
2. Wembley ist kein guter Ort für deutsche Sportler.
http://preussischer-anzeiger.de/2016/11/19/wembley-kein-guter-ort-deutsche-sportler/
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