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Boxen: Sturm zum fünften Mal Weltmeister

Boxprofi Felix Sturm hat den Rückkampf gegen den Russen Fedor Chudinov gewonnen und ist neuer WBA-Weltmeister im Supermittelgewicht. Insgesamt war es sein fünfter WM-Titel. Der 38-Jährige denkt nun über das Karriereende nach.

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Profiboxer Sturm (r.): "Vielleicht mein letzter Kampf"

Felix Sturm hat sich in der wegweisenden WM-Revanche gegen Fedor Chudinov zum Rekord geboxt. Der 37-Jährige gewann vor 8000 Zuschauern in Oberhausen den Supermittelgewichts-Rückkampf der WBA gegen den 28-jährigen Russen nach Punkten (114:114, 115:113, 115:113)

Damit kürte sich Sturm als erster Deutscher zum fünften Mal zum Weltmeister. Für den Leverkusener war es der 40. Sieg im 48. Profikampf - er denkt nun über sein Karriereende nach: "Vielleicht war das mein letzter Kampf. Es war ein immenser Druck", sagte Sturm. Die endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Der zuvor unbesiegte Tschudinow, der Sturm im ersten Aufeinandertreffen im Mai vergangenen Jahres besiegt hatte, kassierte im 15. Kampf seine erste Niederlage.

In einem intensiven Duell versuchte Sturm von Beginn an, den Titelverteidiger mit seiner Schnelligkeit und der starken Führungshand zu beeindrucken. Der schlagstarke Tschudinow hatte jedoch immer die passende Antwort parat.

Mit zunehmender Kampfdauer wurde der Russe wie schon im ersten Aufeinandertreffen stärker und punktete vor allem mit gefährlichen Haken, die immer wieder am Kopf seines Gegners einschlugen. Sturm setzte auf seine Konterstärke und hatte in einem äußerst engen Duell damit am Ende die Punktrichter knapp auf seiner Seite.

bka/sid/dpa

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Box-Glossar
Beim Boxen ist die Stellung der Kämpfer ausschlaggebend, dazu kommen in der Regel drei verschiedene Schlag-Varianten zum Einsatz. Diese werden untereinander beliebig zu sogenannten Schlag-Kombinationen zusammengefügt. Ebenfalls ein probates Mittel ist das Klammern, um sich aus ungünstigen Situationen zu befreien.

  • Auslage: Unter der Auslage eines Boxers versteht man die Stellung und Richtung zum Gegner. Die Kämpfer stehen dabei einander nicht frontal, sondern versetzt gegenüber, wobei diejenige Hand, die dem Gegner näher ist, als Führhand, die hinten liegende Hand als Schlaghand bezeichnet wird. Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, gilt die Linksauslage als normal und wird meistens Normalauslage genannt. Bei ihnen stehen linkes Bein und linke Hand näher zum Gegner - in der Rechtsauslage entsprechend andersherum.

    Jab: Eine abrupt geschlagene Gerade mit der Führhand. Der Schlag hat zumeist den Kopf zum Ziel. Der Jab zählt dabei nicht zu den stärksten Schlägen, nur selten geht ein Boxer nach einem einzelnen Jab zu Boden.

    Cross: Eine Gerade, die mit der Schlaghand geschlagen wird. Die Schlaghand wird vom Kinn auf einer geraden Linie ins Ziel geführt. Die Führhand wird dabei zurückgenommen, um das Kinn zu schützen. Der Cross ist ein sogenannter Powerpunch.

Haken: Ein Schlag, bei dem zwischen Kopf- und Körperhaken unterschieden wird. Zum Einsatz kommt der Haken beim Boxen in der Halbdistanz. Der Schlag eignet sich vor allem als K.o.-Schlag, da er zumeist von der Seite kommt und so durch die Deckung des Gegners geht.

Klammern: Eine taktische Maßnahme, um sich eine Pause zu verschaffen oder sich aus einer ungünstigen Position zum Gegner zu befreien. Der Ringrichter muss die Kontrahenten aus der Klammerung trennen, so dass eine neue Kampf-Situation entsteht. Klammern stellt einen Regelverstoß dar, der aber aufgrund der Häufigkeit oft geduldet wird. Ab einem gewissen Grad wird das Vergehen jedoch mit Verwarnungen und damit mit Punktabzügen bestraft.
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