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Boxen Klitschko will Rückkampf gegen Chisora

Kontrahenten Chisora (l.), Klitschko: "Der Mann braucht eine richtige Bestrafung"Zur Großansicht
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Kontrahenten Chisora (l.), Klitschko: "Der Mann braucht eine richtige Bestrafung"

Vitali Klitschko hat trotz der skandalösen Begleitumstände vom Wochenende noch nicht genug von Derek Chisora. Der Weltmeister will noch einmal gegen den Briten in den Ring steigen - und ihn dann K.o. schlagen. Sein Manager sieht das allerdings anders.

Hamburg - Boxweltmeister Vitali Klitschko verlangt nach den skandalösen Vorfällen am Rande seiner erfolgreichen Titelverteidigung gegen Dereck Chisora einen Rückkampf gegen den Briten. "Mein Verstand sagt mir, dass ich ein Rematch nicht benötige. Aber mein Ego, mein tiefes inneres Ich sagt mir ganz deutlich, dieser Mann braucht von mir noch eine richtige Bestrafung. Ich möchte ihn im Ring k.o. schlagen. Diese Rechnung ist noch offen", sagte der 40-Jährige der "Welt".

Chisora und sein britischer Rivale David Haye, der bei dem WM-Kampf zwischen Chisora und Klitschko am Samstag in München als TV-Experte vor Ort war, hatten bei der Pressekonferenz für einen Skandal gesorgt. Die beiden lieferten sich nach gegenseitigen Provokationen eine handfeste Schlägerei. Beiden drohen lebenslange Sperren durch den britischen Boxverband, wobei sich Haye seit Oktober 2011 offiziell im Ruhestand befindet.

Klitschko legte in der "Bild"-Zeitung gegen Chisora noch einmal mit deutlichen Worten nach: "Ich wäre lieber gestorben, als gegen diesen Widerling zu verlieren", sagte er nach seinem knappen Punktsieg gegen den Briten. Der Weltmeister hält einen Rückkampf sogar noch vor dem Sommer für denkbar. Zunächst jedoch müsse er seine Verletzung aus dem Fight gegen Chisora auskurieren. Klitschko hatte sich eine Sehne in der Schulter angerissen und den Kampf angeschlagen zu Ende geboxt.

Klitschko-Trainer empfindet Prügelei als nicht so schlimm

Klitschko-Manager Bernd Bönte sieht das dagegen ganz anders als sein Schützling. "Ein Rückkampf ist absolut undenkbar, den wird es nicht geben. Damit befassen wir uns nicht", sagte Bönte. Der Manager bringt angesichts der Vorfälle am Rande des Kampfes in München alledings Verständnis für den alten und neuen WBC-Champ auf. "Natürlich ist Vitali emotional betroffen. Aber so ein Kampf ist kein Thema, wir werden Chisora keine weitere Plattform bieten", führte Bönte aus.

Derweil hat die Münchner Staatsanwaltschaft nach der Prügelei von Chisora und Haye ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Gegen wen es sich richtet, werde allerdings noch geklärt: "Wir versuchen, die Geschehensabläufe zu klären, und dann schauen wir, wer wofür verantwortlich ist", sagte Sprecher Thomas Steinkraus-Koch. Weil der Tatort in München liege, sei die Münchner Staatsanwaltschaft zuständig. Es gebe derzeit keine Veranlassung, das Verfahren nach Großbritannien abzugeben.

Klitschkos Trainer Fritz Sdunek empfand die Prügelszenen, bei denen Haye unter anderem mit einem Kamerastativ zuschlug, nicht brutaler als Zwischenfälle in anderen Sportarten. "Wenn man Leuten mit Fußballschuhen ins Gesicht tritt, ist das auch nicht gerade angenehm. Wir müssen uns doch nur jede Woche die Bundesliga angucken, was wir da alles für Problemfälle sehen, oder beim Eishockey, wenn die sich die Schläger über den Kopf ziehen", sagte der 64-Jährige dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Dadurch seien diese Sportarten "doch erst populär und interessant".

Er kenne vom Sportler Chisora auch dessen disziplinierte Seite, so Sdunek: "Er ist nun mal ein schlecht erzogener Junge. Ich kenne ihn anders, als ihn mal als Sparringspartner im Camp hatte, da hat er toll mitgearbeitet. Deshalb bin ich jetzt bitter enttäuscht, wie man sich so benehmen kann."

aha/sid

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insgesamt 13 Beiträge
sagmalwasdazu 21.02.2012
...Na das schienen wohl die Punktrichter befürchtet haben. Anders kann ich mir deren Wertung nicht erklären. Klitschko war klar hinten.
...Na das schienen wohl die Punktrichter befürchtet haben. Anders kann ich mir deren Wertung nicht erklären. Klitschko war klar hinten.
ullah31 21.02.2012
Mein Gott, merkt denn niemand, dass dieses Klitschko - Chisora Ding alles nur Show ist? Der Boxsport ist doch so langweilig geworden, dass sie sich was ausdenken müssen, damit die Medien berichten, die Werbeeinnahmen steigen und [...]
Mein Gott, merkt denn niemand, dass dieses Klitschko - Chisora Ding alles nur Show ist? Der Boxsport ist doch so langweilig geworden, dass sie sich was ausdenken müssen, damit die Medien berichten, die Werbeeinnahmen steigen und alle so richtig abkassieren können. Nirgendwo auch nur ne kleine kritische Bemerkung in den Medien an den Klitschkos, die haben echt alles im Griff. Das ist eine Show bei RTL, wie jede andere (DSDS, ... ) alles schön nach Drehbuch.
Manuel_79 21.02.2012
Erstaunlich finde ich, dass der Speigel die Behauptung Klitschkos, er hätte sich an der Sehne verletzt, einfach als Tasache darstellt. Natürlich kann das stimmen, kann aber eben auch nicht. Als David Haye nach dem [...]
Zitat von sysopVitali Klitschko hat trotz der skandalösen Begleitumstände vom Wochenende noch nicht genug von Derek Chisora. Der Weltmeister will noch einmal gegen den Briten in den Ring steigen - und ihn dann K.o. schlagen. Chisora brauche noch "eine richtige Bestrafung". Box-Skandal: Klitschko will Rückkampf gegen Chisora - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport (http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,816607,00.html)
Erstaunlich finde ich, dass der Speigel die Behauptung Klitschkos, er hätte sich an der Sehne verletzt, einfach als Tasache darstellt. Natürlich kann das stimmen, kann aber eben auch nicht. Als David Haye nach dem Klitschko-Kampf behauptete, er wäre am Zeh veretzt, ist von den deutschen Medien komischerweise niemand so schnell auf diesen Zug aufgesprungen. Die Sympathie für manche Boxer scheint auch manchen Journalisten den objektiven Blick auf die Dinge zu vernebeln. Schade eigentlich. Hier wäre mehr journalistische Eigenleistung nötig, anstatt einfach die PR-Abteilung der Klitschkos zu wiederholen. PS: Mag ich Vitali Klitschko? Ja. Muss ich deswegen alles glauben, was er zur Eigenwerbung in den Medien erzählt? Nein!
Ungebildeter 21.02.2012
Das ist nun wirklich grober Unfug. Nur weil Chisora seinen Ellerbeker Rundschlag alle 10 Sekunden ins Nichts abgefeuert hat, war er nicht vorne. Klitchkos Schläge waren möglicherweise nicht so spektakulär, aber die waren [...]
Zitat von sagmalwasdazu...Na das schienen wohl die Punktrichter befürchtet haben. Anders kann ich mir deren Wertung nicht erklären. Klitschko war klar hinten.
Das ist nun wirklich grober Unfug. Nur weil Chisora seinen Ellerbeker Rundschlag alle 10 Sekunden ins Nichts abgefeuert hat, war er nicht vorne. Klitchkos Schläge waren möglicherweise nicht so spektakulär, aber die waren wenigstens im Ziel. Also manchmal...
frubi 21.02.2012
Aaaach was, eeecht? RTl Kämpfe gucke ich sowieso nicht. 3 Minuten Kampf - gefühlte 5 Minuten Werbepause. Obwohl RTL mit 2 verschwitzten Muskelbergen wesentlich mehr Inhalt in einer 3 Minuten Runde sendet, als an manchen [...]
Zitat von ullah31Mein Gott, merkt denn niemand, dass dieses Klitschko - Chisora Ding alles nur Show ist? Der Boxsport ist doch so langweilig geworden, dass sie sich was ausdenken müssen, damit die Medien berichten, die Werbeeinnahmen steigen und alle so richtig abkassieren können. Nirgendwo auch nur ne kleine kritische Bemerkung in den Medien an den Klitschkos, die haben echt alles im Griff. Das ist eine Show bei RTL, wie jede andere (DSDS, ... ) alles schön nach Drehbuch.
Aaaach was, eeecht? RTl Kämpfe gucke ich sowieso nicht. 3 Minuten Kampf - gefühlte 5 Minuten Werbepause. Obwohl RTL mit 2 verschwitzten Muskelbergen wesentlich mehr Inhalt in einer 3 Minuten Runde sendet, als an manchen Nachmittagen zusammen.
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Box-Glossar
Beim Boxen ist die Stellung der Kämpfer ausschlaggebend, dazu kommen in der Regel drei verschiedene Schlag-Varianten zum Einsatz. Diese werden untereinander beliebig zu sogenannte Schlag-Kombinationen zusammengefügt. Ebenfalls ein probates Mittel ist das Klammern, um sich aus ungünstigen Situationen zu befreien.

  • Auslage: Unter der Auslage eines Boxers versteht man die Stellung und Richtung zum Gegner. Die Kämpfer stehen dabei einander nicht frontal, sondern versetzt gegenüber, wobei diejenige Hand, die dem Gegner näher ist, als Führhand, die hinten liegende Hand als Schlaghand bezeichnet wird. Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, gilt die Linksauslage als normal und wird meistens Normalauslage genannt. Bei ihnen stehen linkes Bein und linke Hand näher zum Gegner - in der Rechtsauslage entsprechend andersherum.

    Jab: Eine abrupt geschlagene Gerade mit der Führhand. Der Schlag hat zumeist den Kopf zum Ziel. Der Jab zählt dabei nicht zu den stärksten Schlägen, nur selten geht ein Boxer nach einem einzelnen Jab zu Boden.

    Cross: Eine Gerade, die mit der Schlaghand geschlagen wird. Die Schlaghand wird vom Kinn auf einer geraden Linie ins Ziel geführt. Die Führhand wird dabei zurückgenommen, um das Kinn zu schützen. Der Cross ist ein sogenannter Powerpunch.

Haken: Ein Schlag mit der Führhand, bei dem zwischen Seitwärtshaken und Aufwärtshaken unterschieden wird. Zum Einsatz kommt der Haken beim Boxen in der Halbdistanz. Der Schlag eignet sich vor allem als K.o.-Schlag, da er zumeist von der Seite kommt und so durch die Deckung des Gegners geht.

Klammern: Eine taktische Maßnahme, um sich eine Pause zu verschaffen oder sich aus einer ungünstigen Position zum Gegner zu befreien. Der Ringrichter muss die Kontrahenten aus der Klammerung trennen, so dass eine neue Kampf-Situation entsteht. Klammern stellt einen Regelverstoß dar, der aber aufgrund der Häufigkeit oft geduldet wird. Ab einem gewissen Grad wird das Vergehen jedoch mit Verwarnungen und damit mit Punktabzügen bestraft.





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