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17. April 2013, 20:16 Uhr

Boxen

Klitschko will zu Olympia - darf aber nicht

Viele Sportler träumen von der Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2016 - auch Wladimir Klitschko. Der Boxprofi hat angekündigt, in Rio in den Ring steigen zu wollen. Das Vorhaben hat nur einen Haken: Die Regeln verbieten eine Teilnahme des Ukrainers.

Hamburg - Mit großen Worten hat Boxprofi Wladimir Klitschko sein Vorhaben publik gemacht, bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro teilnehmen zu wollen. "Das war ein gemeinsamer Traum von mir und meinem verstorbenen Trainer Emanuel Steward und ich hoffe, dass ich den erfüllen kann", sagte der 37 Jahre alte Schwergewichtler im Trainingslager im österreichischen Going. Dort bereitet er sich auf seine Titelverteidigung am 4. Mai in Mannheim gegen den Deutsch-Italiener Francesco Pianeta vor.

So groß der Traum des Ukrainers auch sein mag - er wird wohl unerfüllt bleiben. Die Regeln der Internationalen Amateur-Boxföderation Aiba besagen nämlich, dass bei Olympischen Spielen nur Profis teilnehmen dürfen, die das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Klitschko aber wird mehr als vier Monate vor den Spielen in Rio 40.

Ein weiteres Ausschlusskriterium: Bei Olympia 2016 darf nur boxen, wer maximal 15 Profi-Kämpfe bestritten hat. Klitschko aber hat bereits 62 Profi-Kämpfe absolviert. Zudem ist die Zahl der Startplätze für die Profis reglementiert. Klitschko müsste also auch noch einen Qualifikationsmodus durchlaufen, so dass er vor den Spielen wohl kaum noch für seine eigene KMG-Promotion boxen dürfte.

Jürgen Kyas, Präsident des Deutsche Boxsport-Verbandes (DBV) und Mitglied in mehreren Aiba-Gremien, glaubt jedoch: "Ich bin mir sicher, dass es für Klitschko Ausnahmeregelungen geben würde." Klitschko hatte 1996 an den Spielen in Atlanta teilgenommen und war damals Olympiasieger im Superschwergewicht geworden. Aktuell ist er Weltmeister der Verbände IBF, WBO, WBA und IBO.

ham/sid/dpa

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