Boxen: Krasniqi schlägt Heyman K.o.

Geglückte Generalprobe: Durch einen technischen K.o. in der dritten Runde hat Profiboxer Robin Krasniqi zum ersten Mal die internationale WBO-Meisterschaft verteidigt. Der Kampf war aber nur eine Zwischenstation auf dem Weg zum Halbschwergewichts-WM-Duell gegen Nathan Cleverly.

Boxer Krasniqi (Archivbild): Sieg durch technischen K.o. Zur Großansicht
DPA

Boxer Krasniqi (Archivbild): Sieg durch technischen K.o.

Hamburg - Profiboxer Robin Krasniqi hat sich mit seinem 15. vorzeitigen Sieg auf seinen ersten Weltmeisterschaftskampf eingestimmt. Der Halbschwergewichtler bezwang in Magdeburg Max Heyman aus den USA durch technischen K.o. in der dritten Runde und verteidigte die internationale WBO-Meisterschaft damit zum ersten Mal.

Ringrichter Manfred Küchler brach das einseitige Duell 15 Sekunden vor Ende der dritten Runde ab, nachdem Krasniqi seinen Gegner wiederholt mit harten Schlägen eindeckt hatte.

Der 25 Jahre alte Profi aus dem Magdeburger SES-Stall ist von der WBO zum Pflichtherausforderer von Weltmeister Nathan Cleverly bestimmt worden. Der Kampf sollte bereits im April stattfinden, fiel jedoch wegen einer Erkrankung des ungeschlagenen Walisers aus. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

jar/dpa

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter | RSS
alles zum Thema Boxen
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren

Box-Glossar
Beim Boxen ist die Stellung der Kämpfer ausschlaggebend, dazu kommen in der Regel drei verschiedene Schlag-Varianten zum Einsatz. Diese werden untereinander beliebig zu sogenannten Schlag-Kombinationen zusammengefügt. Ebenfalls ein probates Mittel ist das Klammern, um sich aus ungünstigen Situationen zu befreien.

  • Auslage: Unter der Auslage eines Boxers versteht man die Stellung und Richtung zum Gegner. Die Kämpfer stehen dabei einander nicht frontal, sondern versetzt gegenüber, wobei diejenige Hand, die dem Gegner näher ist, als Führhand, die hinten liegende Hand als Schlaghand bezeichnet wird. Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, gilt die Linksauslage als normal und wird meistens Normalauslage genannt. Bei ihnen stehen linkes Bein und linke Hand näher zum Gegner - in der Rechtsauslage entsprechend andersherum.

    Jab: Eine abrupt geschlagene Gerade mit der Führhand. Der Schlag hat zumeist den Kopf zum Ziel. Der Jab zählt dabei nicht zu den stärksten Schlägen, nur selten geht ein Boxer nach einem einzelnen Jab zu Boden.

    Cross: Eine Gerade, die mit der Schlaghand geschlagen wird. Die Schlaghand wird vom Kinn auf einer geraden Linie ins Ziel geführt. Die Führhand wird dabei zurückgenommen, um das Kinn zu schützen. Der Cross ist ein sogenannter Powerpunch.

Haken: Ein Schlag, bei dem zwischen Kopf- und Körperhaken unterschieden wird. Zum Einsatz kommt der Haken beim Boxen in der Halbdistanz. Der Schlag eignet sich vor allem als K.o.-Schlag, da er zumeist von der Seite kommt und so durch die Deckung des Gegners geht.

Klammern: Eine taktische Maßnahme, um sich eine Pause zu verschaffen oder sich aus einer ungünstigen Position zum Gegner zu befreien. Der Ringrichter muss die Kontrahenten aus der Klammerung trennen, so dass eine neue Kampf-Situation entsteht. Klammern stellt einen Regelverstoß dar, der aber aufgrund der Häufigkeit oft geduldet wird. Ab einem gewissen Grad wird das Vergehen jedoch mit Verwarnungen und damit mit Punktabzügen bestraft.