Box-Weltmeister im Schwergewicht Charr muss seinen Titel in den USA verteidigen

Manuel Charr muss seinen WM-Titel im Heimatland seines Gegners verteidigen. Das Duell wurde nach Unstimmigkeiten der beiden Parteien versteigert. Das Management sieht im Kampf in den USA eine große Chance.

Manuel Charr
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Boxweltmeister Manuel Charr muss seine erste Titelverteidigung gegen den Puerto-Ricaner Fres Oquendo in den USA bestreiten. Das hat die Versteigerung des Schwergewichtskampfes im kanadischen Toronto ergeben.

Oquendos Team sicherte sich die WBA-WM für 600.000 Dollar, teilte das Management von Charr mit. Der Kampf soll am 4. Mai in Chicago ausgetragen werden. Das Duell musste versteigert werden, weil sich beide Seiten zuvor nicht über die Modalitäten des Kampfes einigen konnten (Lesen Sie hier mehr zur Ersteigerung von Box-Kämpfen).

"Natürlich hätten wir den Kampf gerne nach Deutschland geholt", sagte Bernd Trendelkamp, der für Charrs Promoter an der Versteigerung teilnahm. "Wir hatten ohnehin vor, Manuel früher oder später in den USA zu präsentieren. Das ist seine Chance, sich dort mit einer starken Leistung einen Namen zu machen." Der 44-jährige Oquendo hat seit mehr als dreieinhalb Jahren nicht geboxt. Sein letzter Kampf war das verlorene WM-Duell gegen den Usbeken Ruslan Chagaev im Juli 2014.

Der in Köln lebende Syrer Charr hatte den WM-Titel im November vergangenen Jahres durch einen Punktsieg über den Russen Alexander Ustinow gewonnen. "Chicago ist eine tolle Stadt, und ich habe viele Fans in den USA", sagte Charr. "Das wird eine Riesen-Show und ein tolles Erlebnis."

bam/dpa

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