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Cruisergewichts-Boxen: Huck schlägt Arslan K.o.

Box-Weltmeister Huck (l.): Beeindruckende Kombination in Runde sechs Zur Großansicht
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Box-Weltmeister Huck (l.): Beeindruckende Kombination in Runde sechs

K.o. in der sechsten Runde: Marco Huck hat den WM-Kampf gegen Firat Arslan im Cruisergewicht gewonnen. Der Titelverteidiger schickte den Herausforderer zweimal zu Boden, ehe der Ringrichter abbrach. Huck könnte nun in die Königsklasse des Boxens wechseln.

Hamburg - Boxprofi Marco Huck hat seinen WM-Titel im Cruisergewicht der WBO verteidigt. Der 29-Jährige besiegte seinen Herausforderer Firat Arslan durch technischen K.o. in der sechsten Runde. Damit darf der Champion auf den Aufstieg in das Schwergewicht hoffen.

"Den ersten Kampf habe ich auf die leichte Schulter genommen. Aber jetzt habe ich alles für den Sieg getan und meinen Kritikern den Mund gestopft", sagte Huck, für den es der 37. Sieg im insgesamt 40. Kampf war. 2010 hatte er sich schon einmal im Schwergewicht versucht, damals aber gegen den Russen Alexander Powetkin eine umstrittene Punktniederlage hinnehmen müssen. Gegen Arslan war es das zweite Duell.

Den ersten Kampf der beiden im November 2012 hatte Huck nach einem umstrittenen Urteil nach Punkten gewonnen. "Solche Entscheidungen machen den Boxsport einfach nur kaputt", hatte Arslan damals gewettert. Das zweite Duell war ursprünglich für Mitte September vergangenen Jahres angesetzt gewesen, musste wegen einer Verletzung von Huck(Haarriss im linken Ellenbogen) jedoch kurzfristig abgesagt werden.

"Ich musste auf 20 Partys verzichten, dafür wird jemand büßen", hatte Huck vor dem zweiten Fight der beiden angekündigt. Anders als noch im ersten Kampf der beiden Kontrahenten war der Weltmeister auf Arslans stürmischen Stil vorbereitet und versuchte selbst, Druck auszuüben. Auch Arslan sorgte von Beginn an für einen spannenden und sehenswerten Kampf.

Die rund 11.000 Zuschauer in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle sorgten zudem für eine eindrucksvolle Atmosphäre, Arslan wurde ständig angefeuert - ein richtiger Hexenkessel.

Bis zur sechsten Runde blieb es ein ausgeglichener Kampf. Huck konnte immer wieder Kombinationen ins Ziel bringen, der konditionsstarke Arslan kam jedoch stets zurück und hielt seinerseits dagegen. Zu Beginn von Runde sechs gelang Huck der erste Niederschlag. Einer explosiven Schlagserie des Champions hatte Arslan nichts entgegenzusetzen, ging zu Boden und wirkte schwer angeschlagen. Dennoch versucht es der Herausforderer noch einmal, doch Huck setzte nach - Arslan kassierte den nächsten Niederschlag. Als er dann in der Ringecke kaum noch in der Lage war, sich zu verteidigen, brach der Ringrichter den Kampf ab.

Für Arslan, der von 2007 bis 2008 WBA-Weltmeister war, war es die siebte Niederlage im 42. Kampf. Ob er seine Karriere fortsetzen wird, ließ er zunächst offen.

max

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Good bye Firat...
mat_yes 26.01.2014
und danke für die vielen Jahre mit tollen Kämpfen! Ich werd dich nicht vergessen. Irgendwann ist immer mal Ende. Mach auf Trainer! Graz Marco. Du bist ein würdiger Champ.
2. Als er dann in der Ringecke kaum noch in der Lage war, sich zu verteidigen....
GSYBE 26.01.2014
In der Ringecke sich verteidigen? Gegen wen?
3.
Hübitusse 26.01.2014
Zitat von GSYBEIn der Ringecke sich verteidigen? Gegen wen?
Ich sags ja nur ungern, aber auch während des Kampfes hat der Ring - auch wenn der Name anderes vermuten lässt - vier Ecken in die man sich reinstellen und verprügelt werden kann.
4.
GSYBE 26.01.2014
Zitat von HübitusseIch sags ja nur ungern, aber auch während des Kampfes hat der Ring - auch wenn der Name anderes vermuten lässt - vier Ecken in die man sich reinstellen und verprügelt werden kann.
Ich sag,s ja nur ungern, aber Sie haben natürlich Recht. Ich war vorschnell und hatte mit `seiner Ecke in der Pause´ assoziiert, ehrliches sorry.
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Boxlegenden: Historische Kämpfe

Box-Glossar
Beim Boxen ist die Stellung der Kämpfer ausschlaggebend, dazu kommen in der Regel drei verschiedene Schlag-Varianten zum Einsatz. Diese werden untereinander beliebig zu sogenannten Schlag-Kombinationen zusammengefügt. Ebenfalls ein probates Mittel ist das Klammern, um sich aus ungünstigen Situationen zu befreien.

  • Auslage: Unter der Auslage eines Boxers versteht man die Stellung und Richtung zum Gegner. Die Kämpfer stehen dabei einander nicht frontal, sondern versetzt gegenüber, wobei diejenige Hand, die dem Gegner näher ist, als Führhand, die hinten liegende Hand als Schlaghand bezeichnet wird. Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, gilt die Linksauslage als normal und wird meistens Normalauslage genannt. Bei ihnen stehen linkes Bein und linke Hand näher zum Gegner - in der Rechtsauslage entsprechend andersherum.

    Jab: Eine abrupt geschlagene Gerade mit der Führhand. Der Schlag hat zumeist den Kopf zum Ziel. Der Jab zählt dabei nicht zu den stärksten Schlägen, nur selten geht ein Boxer nach einem einzelnen Jab zu Boden.

    Cross: Eine Gerade, die mit der Schlaghand geschlagen wird. Die Schlaghand wird vom Kinn auf einer geraden Linie ins Ziel geführt. Die Führhand wird dabei zurückgenommen, um das Kinn zu schützen. Der Cross ist ein sogenannter Powerpunch.

Haken: Ein Schlag, bei dem zwischen Kopf- und Körperhaken unterschieden wird. Zum Einsatz kommt der Haken beim Boxen in der Halbdistanz. Der Schlag eignet sich vor allem als K.o.-Schlag, da er zumeist von der Seite kommt und so durch die Deckung des Gegners geht.

Klammern: Eine taktische Maßnahme, um sich eine Pause zu verschaffen oder sich aus einer ungünstigen Position zum Gegner zu befreien. Der Ringrichter muss die Kontrahenten aus der Klammerung trennen, so dass eine neue Kampf-Situation entsteht. Klammern stellt einen Regelverstoß dar, der aber aufgrund der Häufigkeit oft geduldet wird. Ab einem gewissen Grad wird das Vergehen jedoch mit Verwarnungen und damit mit Punktabzügen bestraft.

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