Boxen Huck verliert WM-Titel an Glowacki

Es sollte ein großes Comeback werden - doch der Abend endete für Marco Huck im Krankenhaus. Gegen den Polen Krysztof Glowacki ging der Cruisergewichtler K.o. und verlor seinen WM-Titel.

Huck (r.): Erst in den Seilen, dann im Krankenhaus
AFP

Huck (r.): Erst in den Seilen, dann im Krankenhaus


Profiboxer Marco Huck ist nicht mehr WBO-Superchampion. Der 30 Jahre alte Cruisergewichtler aus Berlin verlor in der Nacht im amerikanischen Newark gegen den ungeschlagenen Polen Krysztof Glowacki durch technischen K.o. in der elften Runde.

Für Huck war es die dritte Niederlage in seinem 42. Profikampf. Er hatte den WM-Titel der WBO seit August 2009 inne und war im vergangenen Herbst zum Superchampion ernannt worden. "Es tut mir unheimlich weh. Da wieder rauszukommen, wird ganz, ganz schwer", sagte Hucks ehemaliger Trainer Ulli Wegner.

Der in seinen 25 Kämpfen ungeschlagene Glowacki feierte seinen 16. K.o.-Sieg überschwänglich. "Das ist die größte Nacht meines Lebens. Der US-Markt ist nun offen für mich", sagte der 29-Jährige.

Huck ging erst K.o., dann wurde er ins Krankenhaus gebracht

Huck ging in der elften Runde zu Boden, kam zwar wieder hoch, konnte sich gegen den darauffolgenden Schlaghagel von Glowacki aber nicht mehr wehren. Er stürzte in die Seile und dann erneut auf den Boden. Ringrichter David Fields brach den Kampf daraufhin 21 Sekunden vor Schluss der Runde ab.

Huck wurde danach mit dem Krankenwagen in die Klinik zur vorsorglichen Untersuchung gefahren. Für Huck platzte mit der Pleite der Traum vom Weltrekord von 14 Titelverteidigungen in diesem Limit und auch vom erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit. Sein Auftritt wird den Jungunternehmer, der sich Ende vergangenen Jahres vom Berliner Sauerland-Boxstall getrennt hat, im Kampf um Partner für die eigene Vermarktung nicht gerade voranbringen. Zumal er sich nach dem Verlust des Titels in den Ranglisten erstmal wieder hinten anstellen muss.

luk/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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doktor-nötigenfalls 15.08.2015
1.
Ein interessanter Kampf zweier technisch extrem limitierter Boxer. Am Ende war wohl Glowackis bessere Physis kampfentscheidend.
rüpelrudi 15.08.2015
2. Ach ja
Herr Huck war (oder ist) doch der Meinung,der stärkste Boxer der Welt zu sein.Boxerisch und auch vom IQ her stark limitiert.Weiß man nicht erst seit diesem Kampf.Eigentlich wollte er doch demnächst Herrn Klitschko richtig vermöbeln.....
frankdrebbin 15.08.2015
3.
Zitat von rüpelrudiHerr Huck war (oder ist) doch der Meinung,der stärkste Boxer der Welt zu sein.Boxerisch und auch vom IQ her stark limitiert.Weiß man nicht erst seit diesem Kampf.Eigentlich wollte er doch demnächst Herrn Klitschko richtig vermöbeln.....
Der soll mal froh sein, dass er jetzt wohl niemals gegen Klitschko antreten dürfen wird. Denn dann würde es wohl noch ne Spur schmerzhafter...
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