Homosexueller Profi-Boxer Cruz verliert WM-Kampf

Er wollte Geschichte schreiben und als erster Boxer, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt, Weltmeister werden. Doch im WM-Kampf in Las Vegas war Orlando Cruz am Ende chancenlos. Sein nächstes Ziel: Die Hochzeit mit seinem Lebensgefährten.

Schwuler Boxer Cruz (r.): Niederlage gegen Salido
AFP

Schwuler Boxer Cruz (r.): Niederlage gegen Salido


Hamburg - Technischer K.o. in der siebten Runde, Traum geplatzt. Orlando Cruz hat den WM-Kampf um den vakanten WBO-Titel im Federgewicht verloren. Der Puerto Ricaner, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt, verlor in Las Vegas gegen den Mexikaner Orlando Salido durch technischen K.o. in der siebten Runde. Für den 32-Jährigen war es im 23. Profikampf die dritte Niederlage.

Cruz wollte in die Geschichte eingehen und als erster bekennender schwuler Boxer Weltmeister werden. Allerdings dominierte sein Gegner den Kampf. Nach einer Rechten zum Kopf war das Duell nach 1:05 Minuten in der siebten Runde vorzeitig zu Ende. "Er hat mich gut getroffen. Bis dahin dachte ich, der Kampf wäre eng. Es ging hin und her", sagte Cruz.

Der Puerto Ricaner hatte sich im Oktober vergangenen Jahres geoutet. Sein nächstes Ziel hat er aber bereits vor Augen: Cruz will in Kürze seinen langjährigen Freund Jose Manuel heiraten.

tpr/dpa

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