Hamburg - Felix Sturm ist nicht länger Weltmeister der WBA. Der 33-jährige Boxer verlor im Vereinigungskampf mit IBF-Champion Daniel Geale nach Punkten. Ein Punktrichter hatte den Deutschen mit 116:112 Punkten vorne gesehen, die anderen beiden werteten aber Geale 116:112 als Sieger.
"Ich weiß nicht, ob das ein Fehlurteil war. Ich muss mir den Kampf erst noch einmal anschauen. Ich muss das Urteil akzeptieren. Daniel Geale hat vielleicht ein bisschen mehr getroffen, ich hatte die klareren Treffer", sagte Sturm nach dem Fight und fügte hinzu: "Ich hoffe, ich bekomme ein Rematch."
Geale hat mit dem Erfolg gegen Sturm seine fast makellose Kampf-Bilanz weiter ausgebaut und ist nun Träger beider Gürtel: 28 seiner 29 Kämpfe gewann der Australier, bereits 15-mal schlug er seinen Gegner K.o. Unter anderem hatte der 31-Jährige im Mai 2011 Sebastian Sylvester den IBF-Titel durch einen knappen Punktsieg abgenommen.
Sturm fehlten die entscheidenden Aktionen
"Es kann nur einen geben", so lautete das Kampfmotto des Vereinigungskampfes. Und Sturm wollte von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen lassen, wer der "eine" ist. Direkt in der ersten Runde agierte der WBA-Superchampion offensiv und setzte mit seiner Führhand die ersten Treffer.
Auch in der folgenden Runde bestimmte Sturm das Geschehen. Mit schnellen Kombinationen setze er Geale immer wieder unter Druck. Der Australier konnte sich nur schwer befreien und vereinzelte Treffer setzen. In der dritten Runde drehte der australische IBF-Champion dann aber auf und kam gleich mehrfach mit seinen Schlägen durch die Deckung von Sturm.
In der Folge entwickelte sich ein offener Kampf. Beide Boxer versteckten sich nicht und versuchten mit Schlagkombinationen zum Erfolg zu kommen. In den Runden vier, fünf und sechs hatte Geale dabei leichte Vorteile. In den restlichen Durchgängen versuchte Sturm dann wieder besser zu punkten, konnte aber keine entscheidenden Aktionen mehr setzen.
Nach der Niederlage im Vereinigungskampf dürfte nun auch der erhoffte Kampf gegen Arthur Abraham für Sturm in weite Ferne gerückt sein.
mib/sid
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