Boxen: Superstar Pacquiao kassiert heftige K.o.-Niederlage

Es war der vielleicht spektakulärste Knockout des Jahres: Box-Superstar Manny Pacquiao hat gegen Juan Manuel Márquez einen heftigen Niederschlag kassiert und erstmals gegen seinen Dauerrivalen verloren. Der Filipino brauchte Minuten, um wieder zu sich zu kommen.

Boxer Márquez (l.), Pacquiao: Hochklassiger FightZur Großansicht
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Boxer Márquez (l.), Pacquiao: Hochklassiger Fight

Hamburg - Box-Profi Manny Pacquiao hat einen hochklassigen Weltergewichtskampf gegen Juan Manuel Márquez verloren. Der Filipino ging in Las Vegas nach einem Treffer seines mexikanischen Dauerrivalen in der sechsten Runde K.o. Für Márquez war es nach zuvor einem Unentschieden und zwei Niederlagen der erste Sieg im vierten Duell mit Pacquiao. Für diesen bedeutet die Niederlage einen heftigen Rückschlag auf seinem Weg, sich den Titel des WBO-Weltmeisters zurückzuholen.

Die Boxer lieferten sich einen hochklassigen und packenden Kampf, Pacquiao ging in der dritten Runde erstmals zu Boden, Márquez in der fünften. Pacquiao war gerade auf dem besten Weg, die Kontrolle über den Kampf zu übernehmen, als ihn der Mexikaner eine Sekunde vor Ende der sechsten Runde mit einem harten Schlag mitten ins Gesicht traf. Pacquiao ging sofort zu Boden und war K.o. geschlagen. Er brauchte einige Minuten, bis er wieder aufstand.

"Ich wusste, dass ich ihn in den letzten Runden gut erwischt hatte", sagte Pacquiao, "aber ich war mir zu sicher und wurde getroffen." Er habe den Schlag nicht erwartet, so der 33-Jährige.

Pacquiao-Trainer hält Rücktritt für möglich

Pacquiao hatte den WM-Gürtel im Weltergewicht im Juli dieses Jahres nach einer umstrittenen Niederlage an den US-Amerikaner Timothy Bradley verloren. Zwar wurde nach einer Neubewertung der WBO das Urteil der Kampfrichter für falsch erklärt, es blieb dennoch bestehen. Stattdessen sollte es einen Rückkampf geben.

Durch Pacquiaos fünfte Niederlage im 61. Profi-Kampf ist dieser Fight jedoch in weite Ferne gerückt. Auch ein Duell mit WBC-Champion und US-Superstar Floyd Mayweather Junior, über das seit Jahren spekuliert wird, scheint fraglich. Pacquiao sagte vor seiner Abfahrt zu einer Kontrolluntersuchung ins Krankenhaus zwar, dass er ein fünftes Mal gegen Márquez antreten wolle. Sein Trainer Freddie Roach sagte dagegen: "Ein Rücktritt ist möglich."

Der Boxer ist auf den Philippinen ein Volksheld - nicht nur wegen seiner sportlichen Erfolge. In seiner Heimat sitzt Pacquiao seit 2010 für die Provinz Sarangani im Repräsentantenhaus. 2008 wurde eine Briefmarke mit seinem Konterfei gedruckt, im gleichen Jahr war er Fahnenträger bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Sommerspiele im Peking - obwohl er gar nicht teilnahm.

Auch in den USA ist Pacquiao ein Superstar, was vor allem an seiner spektakulären Kampfweise und seinen Erfolgen liegt. Als erstem Kämpfer der Box-Geschichte gelang es ihm, in acht verschiedenen Gewichtsklassen anerkannter Weltmeister zu werden. Viele Jahre galt Pacquiao laut Fachmagazinen und Experten als bester Boxer unabhängig von der Gewichtsklasse.

max/sid/Reuters

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insgesamt 2 Beiträge
craigferg 09.12.2012
Könnte durch die Niederlage nicht vllt sogar ein Kampf gegen Money Maker wahrscheinlicher werden? Floyd verliert vllt etwas die Angst gegen Pacquiao, muss ihm weniger Geld überlassen und die anfänglichen Doping-Sorgen sollten auch [...]
Könnte durch die Niederlage nicht vllt sogar ein Kampf gegen Money Maker wahrscheinlicher werden? Floyd verliert vllt etwas die Angst gegen Pacquiao, muss ihm weniger Geld überlassen und die anfänglichen Doping-Sorgen sollten auch längst vom Tisch sein. Mal so eine reine Laienmeinung.
tchings 09.12.2012
Manny wird zurueckkommen mit donnerhall. Er ist zu ehrgeizig und vor allem zu gut fuer solch ein Ende. Mit dieser niederlage wird sicher grossmaul Floyd seine Angst verlieren. Im Kampf bekommt Floyd dann endlich sein grosses maul [...]
Manny wird zurueckkommen mit donnerhall. Er ist zu ehrgeizig und vor allem zu gut fuer solch ein Ende. Mit dieser niederlage wird sicher grossmaul Floyd seine Angst verlieren. Im Kampf bekommt Floyd dann endlich sein grosses maul gestopft. Davon bin ich Felsenfest ueberzeugt.
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  • Sonntag, 09.12.2012 – 13:22 Uhr
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Box-Glossar
Beim Boxen ist die Stellung der Kämpfer ausschlaggebend, dazu kommen in der Regel drei verschiedene Schlag-Varianten zum Einsatz. Diese werden untereinander beliebig zu sogenannte Schlag-Kombinationen zusammengefügt. Ebenfalls ein probates Mittel ist das Klammern, um sich aus ungünstigen Situationen zu befreien.

  • Auslage: Unter der Auslage eines Boxers versteht man die Stellung und Richtung zum Gegner. Die Kämpfer stehen dabei einander nicht frontal, sondern versetzt gegenüber, wobei diejenige Hand, die dem Gegner näher ist, als Führhand, die hinten liegende Hand als Schlaghand bezeichnet wird. Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, gilt die Linksauslage als normal und wird meistens Normalauslage genannt. Bei ihnen stehen linkes Bein und linke Hand näher zum Gegner - in der Rechtsauslage entsprechend andersherum.

    Jab: Eine abrupt geschlagene Gerade mit der Führhand. Der Schlag hat zumeist den Kopf zum Ziel. Der Jab zählt dabei nicht zu den stärksten Schlägen, nur selten geht ein Boxer nach einem einzelnen Jab zu Boden.

    Cross: Eine Gerade, die mit der Schlaghand geschlagen wird. Die Schlaghand wird vom Kinn auf einer geraden Linie ins Ziel geführt. Die Führhand wird dabei zurückgenommen, um das Kinn zu schützen. Der Cross ist ein sogenannter Powerpunch.

Haken: Ein Schlag, bei dem zwischen Kopf- und Körperhaken unterschieden wird. Zum Einsatz kommt der Haken beim Boxen in der Halbdistanz. Der Schlag eignet sich vor allem als K.o.-Schlag, da er zumeist von der Seite kommt und so durch die Deckung des Gegners geht.

Klammern: Eine taktische Maßnahme, um sich eine Pause zu verschaffen oder sich aus einer ungünstigen Position zum Gegner zu befreien. Der Ringrichter muss die Kontrahenten aus der Klammerung trennen, so dass eine neue Kampf-Situation entsteht. Klammern stellt einen Regelverstoß dar, der aber aufgrund der Häufigkeit oft geduldet wird. Ab einem gewissen Grad wird das Vergehen jedoch mit Verwarnungen und damit mit Punktabzügen bestraft.





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