Boxen im Supermittelgewicht Zeuge verteidigt Titel - und ärgert sich

Tyron Zeuge hat eine erfolgreiche Titelverteidigung im Supermittelgewicht gefeiert. Mit der Entscheidung war der zur Zeit einzige deutsche Weltmeister allerdings nicht zufrieden.

Tyron Zeuge
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Tyron Zeuge


Der deutsche Boxer Tyron Zeuge bleibt Weltmeister der WBA im Supermittelgewicht. Bei seiner ersten Titelverteidigung setzte sich der 24-Jährige gegen Pflichtherausforderer Isaac Ekpo aus Nigeria mit einem technischen Punktsieg in der fünften Runde (49:46, 48:47, 49:47) durch.

Zeuge begann den Kampf sehr konzentriert und entschied die beiden ersten Runden für sich. Dann aber zog sich Zeuge bei einem unabsichtlichen Kopfstoß in der dritten Runde eine Cutverletzung am rechten Auge zu, die ihn zunehmend behinderte.

"Man trainiert zwölf Wochen für einen solchen Kampf und dann so etwas. Dumm gelaufen", sagte Zeuge angesichts der Umstände.

In der fünften Runde brach der Ringrichter das Duell ab. Entsprechend den Regeln der WBA wurde der Punktestand zu diesem Zeitpunkt zur Urteilsfindung herangezogen. "So ein Ende ist ärgerlich", sagte Trainer Jürgen Brähmer.

Damit bleibt Zeuge der zur Zeit einzige deutsche Titelträger in einem der vier großen Box-Weltverbände. Den Sieg sahen 3500 Zuschauer in der MBS-Arena in Potsdam. Der nach Graciano Rocchigiani zweitjüngste deutsche Weltmeister der Geschichte blieb auch in seinem 21. Kampf ungeschlagen.

jan/dpa

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spmc-135322777912941 26.03.2017
1. Urteilsverkündung
Ich habe den Fernseher vor der Urteilsverkündung ausgeschaltet und bin einigermassen überrascht.
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