Boxweltmeister Klitschko lässt sich von Briggs in den Ring zerren

"Ich möchte ihn für seine Frechheiten bestrafen": Boxweltmeister Wladimir Klitschko verspricht dem 43-jährigen Shannon Briggs einen Kampf. Der US-Amerikaner hatte ihn monatelang verfolgt und beschimpft.

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Hamburg - Die hartnäckigen Bemühungen von Shannon Briggs um einen Kampf gegen Wladimir Klitschko könnten Erfolg haben: Der Schwergewichtsweltmeister macht dem US-Amerikaner Hoffnung auf einen letzten großen Auftritt. Unabhängig vom geplanten WM-Fight gegen Bryant Jennings am 25. April in New York möchte Klitschko gegen den 43-Jährigen kämpfen.

"Briggs hat die Grenzen des guten Geschmacks überschritten. Ich möchte ihn für seine Frechheiten bestrafen und gern gegen ihn boxen", sagte Klitschko der "Sport Bild". In den vergangenen Monaten hatte Briggs Klitschko fast rund um die Welt verfolgt, ihm aufgelauert, ihn bedrängt und aufgefordert, gegen ihn in den Ring zu steigen.

Diese besondere PR in eigener Sache war fragwürdig, nicht nur für Klitschko. "Es gibt eine Logik in dem, was er macht. Er will sich promoten. Allerdings hat er dabei die Grenzen überschritten. Er weiß nicht, wann es genug ist. Es ist nicht mehr lustig", sagte der Schwergewichtsweltmeister. Wladimir Klitschkos inzwischen nicht mehr aktiver Bruder Vitali hatte Briggs 2010 in einem WM-Kampf nach Punkten bezwungen.

Das Duell mit dem in 19 Kämpfen ungeschlagenen Jennings ist laut Klitschkos Management perfekt. Der 38 Jahre alte Waldimir Klitschko, der seinen 27. Titelkampf bestreitet, boxt zum vierten Mal im Madison Square Garden. Der jüngere der Klitschko-Brüder ist seit 2006 zum zweiten Mal Weltmeister und nach dem legendären Joe Louis der am längsten amtierende Schwergewichts-Champion.

Klitschko ist in WM-Kämpfen seit neun Jahren ungeschlagen und bezwang zuletzt im November in Hamburg den Bulgaren Kubrat Pulew durch K.o. in der fünften Runde. Der gebürtige Ukrainer hält die Titel der Verbände IBF, WBA und WBO.

cte/dpa



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insgesamt 33 Beiträge
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spon_2294391 20.01.2015
1. Hat die abgesprochene Posse
endlich ein Ende. Genügend Aufmerksamkeit und Umsatz für einen Kampf ohne jeden sportlichen Wert.
rittal 20.01.2015
2. Gää-hhhh-nnnn
Die Drehbuchautoren dieser Showmänner könnten sich etwas mehr Mühe geben. Mit Sport hat dies meiner Meinung nach schon lange sehr wenig zu tun.
WwdW 20.01.2015
3. Beim Boxen ist es inzwischen wie beim Wrestling
alles abgesprochen. Auch damit blieben Briggs und Klitschko ständig im Gespräch ...
deus-Lo-vult 20.01.2015
4.
Warum? Briggs wird keine 3 Runden stehen! Der Kampf wird langweilig.
polarwolf14 20.01.2015
5. jeder weiß
dass es sich hierbei um PR handelt und von vornherein klar war, dass sie kämpfen werden. Fraglich halt nur wann und welche Sponsoren und Wettanbieter in welcher Höhe profitieren.
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