Positive Doping-Probe: Boxer Felix Sturm wirft Gegner Betrug vor
Felix Sturm ist richtig sauer: Bei seiner Niederlage gegen Sam Soliman soll der Australier gedopt gewesen sein. Soliman bestreitet die Vorwürfe. Via Twitter liefern sich die beiden Boxer jetzt einen weiteren Schlagabtausch.
Hamburg - Es war einer der Tiefpunkte seiner Karriere. Als Felix Sturm Anfang Februar gegen Sam Soliman verlor, machte erstmals das Wort "Karriereende" die Runde. Sturm boxte gegen den Australier um die Möglichkeit, den amtierenden IBF-Champion Daniel Geale herausfordern zu dürfen. Nach zwölf Runden Fight schien dieser Kampf in weite Ferne gerückt.
Nun könnte alles ganz schnell gehen. Wie der "Express" und die "Bild"-Zeitung übereinstimmend berichten, soll Soliman positiv auf Doping getestet worden sein. "Ich habe am Samstag ein Schreiben der Nada erhalten, dass Solimans A-Probe positiv ist. Es handelt sich um die Urinprobe, die Soliman nach dem Kampf gegen Sturm entnommen wurde. Es wurde die Einnahme einer Designerdroge nachgewiesen. Ich bin schockiert und habe die Weltverbände bereits informiert", sagte Thomas Pütz, Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer.
Soliman reagierte geschockt auf die Nachricht. "Die Dopinganschuldigungen sind kompletter Blödsinn und eine Beleidigung", twitterte der 39-Jährige. Sein Manager David Stanley wies die Anschuldigungen ebenfalls zurück. "Das ist ein Akt absoluter Verzweiflung", sagte er. Sturm ist dagegen von der Schuld seines Kontrahenten überzeugt. "Come on Sam Soliman, hör auf, die Leute zu belügen, und erspar dir die Öffnung der B-Probe", twitterte er.
"Wir hoffen darauf, dass Felix eine neue Chance erhält."
Auf Twitter schießt Sturm scharf gegen Soliman: "Die dachten, dass man das Dopingmittel nicht im Urin nachweisen kann sondern nur im Bluttest. Oh man, wie schade fürs Boxen, wie schade", twitterte Sturm. Und weiter: "Die hatten einen eigenen Arzt dabei, der nur für Doping und Dopingproben zuständig war. Jetzt weiß ich auch, warum die den dabei hatten..."
Zudem habe ihm das Soliman-Lager vor dem Fight Doping unterstellt. Sturm: "Erst haben die mich vor dem Kampf mit mehreren Bluttests schikaniert und bescheißen dann selbst. Einfach nur traurig", sagte Sturm der "Bild".
Sollte der Kampf nachträglich annulliert werden, könnte Sturm als Pflichtherausforderer gegen Geale antreten. "Es wäre am gerechtesten, wenn Sturm eine neue Chance auf einen Herausforderungskampf erhält. Der Fall ist mit dem von Axel Schulz und Francois Botha vergleichbar", sagte Pütz. Schulz hatte 1995 einen Titelkampf gegen Botha verloren. Das Ergebnis war nachträglich annulliert worden, nachdem der Südafrikaner des Dopings überführt worden war.
Sturms Manager Roland Bebak erklärte: "Wir hoffen auf Gerechtigkeit und darauf, dass Felix eine neue Chance erhält." Sturm war im September als WBA-Mittelgewichts-Weltmeister entthront worden. Der 34-Jährige hatte den Vereinigungskampf gegen den australischen IBF-Champion Geale mit 1:2-Punktrichterstimmen verloren.
mig/sid
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- Sonntag, 03.03.2013 – 13:18 Uhr
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- Auslage: Unter der Auslage eines Boxers versteht man die Stellung und Richtung zum Gegner. Die Kämpfer stehen dabei einander nicht frontal, sondern versetzt gegenüber, wobei diejenige Hand, die dem Gegner näher ist, als Führhand, die hinten liegende Hand als Schlaghand bezeichnet wird. Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, gilt die Linksauslage als normal und wird meistens Normalauslage genannt. Bei ihnen stehen linkes Bein und linke Hand näher zum Gegner - in der Rechtsauslage entsprechend andersherum. Jab: Eine abrupt geschlagene Gerade mit der Führhand. Der Schlag hat zumeist den Kopf zum Ziel. Der Jab zählt dabei nicht zu den stärksten Schlägen, nur selten geht ein Boxer nach einem einzelnen Jab zu Boden. Cross: Eine Gerade, die mit der Schlaghand geschlagen wird. Die Schlaghand wird vom Kinn auf einer geraden Linie ins Ziel geführt. Die Führhand wird dabei zurückgenommen, um das Kinn zu schützen. Der Cross ist ein sogenannter Powerpunch.
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