Boxen Kentikian verliert umstritten gegen McMorrow

Boxerin Susi Kentikian ist nicht mehr Weltmeisterin der Verbände WBA, WBO und WIBF. Die 24-Jährige unterlag in Frankfurt an der Oder im Fliegengewicht gegen die US-Amerikanerin Melissa McMorrow. Das Ergebnis der Kampfrichter war allerdings umstritten.

DPA

Hamburg - Bittere Niederlage für Susi Kentikian: Die Boxerin verlor überraschend im Fliegengewicht gegen die US-Amerikanerin Melissa McMorrow, die nun die Titel der WBA, WBO und WIBF auf sich vereint. Das Urteil der Kampfrichter war allerdings umstritten. Zwar war McMorrow in den ersten vier Runden des Kampfes überlegen, in den folgenden Runden dominierte allerdings Kentikian. Am Ende hieß es nach zehn absolvierten Runden nach Punkten 94:96, 94:96 und 95:95 aus Sicht der Titelverteidigerin.

Kentikian hatte zuvor in 30 Kämpfen 29 Siege gefeiert, davon 16 durch K.o.. Die 24-Jährige hatte in der Anfangsphase einige Probleme mit der ebenso beweglichen wie schlagstarken Gegnerin. Danach steigerte sich Kentikian zwar, konnte den Kampf aber nach Ansicht der Punktrichter nicht mehr für sich entscheiden.

Sie war seit 2007 Weltmeisterin im Fliegengewicht, seit 2009 hatte sie die Titel der drei Verbände WBA, WBO und WIBF inne. Kentikian, die den Kampfnamen "Killer Queen" trägt, hatte ihre Gürtel am 21. Oktober 2011 mit einem Sieg gegen Teeraporn Pannimit (Thailand) zum 15. Mal erfolgreich verteidigt.

Kentikian ist seit dem Abgang von Regina Halmich das bekannteste Gesicht im deutschen Frauenboxen. Die Kindheit verbrachte die gebürtige Armenierin in deutschen Flüchtlingsunterkünften, mit ihrer Familie war sie ständig von der Abschiebung bedroht. Als Jugendliche lernte sie den Sport kennen und boxte sich schließlich zum Weltmeistertitel.

jar/dpa



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
jizzyb 16.05.2012
1.
Zitat von sysopDPABoxerin Susi Kentikian ist nicht mehr Weltmeisterin der Verbände WBA, WBO und WIBF. Die 24-Jährige unterlag in Frankfurt an der Oder im Fliegengewicht gegen die US-Amerikanerin Melissa McMorrow. Das Ergebnis der Kampfrichter war allerdings umstritten. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,833647,00.html
Umstrittene und fragwürdige Entscheidungen sind beim Boxen nichts ungewöhnliches. Wenn nicht gerade die Entscheidung durch KO herbeigeführt wird, gewinnt automatisch der/diejenige, von dem/der man sich beim nächsten Kampf die höchste Börse verspricht. Schmu ist eben beim Boxen alltag.
Steinwald 17.05.2012
2.
Boxende Frauen sind noch unsexier als trommelnde Frauen. Das ist der Deppen"sport" schlechthin und sollte auch Deppen überlassen bleiben. Ich hab noch ein zu gutes Frauenbild.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.