Ticketerlöse Mayweathers "Milliardenkampf" bringt weniger ein als erwartet

Der Kampf zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor sollte finanzielle Grenzen sprengen. Im Blick auf die Ticketverkäufe blieb der Fight jedoch hinter den Erwartungen zurück - der Erlösrekord wurde deutlich verpasst.

Floid Mayweather und Conor McGregor (v.r.)
AP

Floid Mayweather und Conor McGregor (v.r.)


Der "Milliardenkampf" zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor hat den Veranstaltern weniger Ticketerlöse eingebracht als zunächst erwartet. Die Promoter des Boxkampfes hatten im Vorfeld mit Rekordgewinnen in Höhe von bis zu 80 Millionen US-Dollar durch Kartenverkäufe gerechnet, letztendlich wurden es laut der US-Newsplattform ESPN 55,4 Millionen US-Dollar (46,3 Millionen Euro).

Damit hat das mit Spannung erwartete Duell zwischen dem ungeschlagenen ehemaligen Mittelgewichtsweltmeister Mayweather und Mixed-Martial-Arts-Superstar McGregor den bisherigen Rekord bei Boxkämpfen deutlich verpasst. Dieser liegt bei 72,2 Millionen US-Dollar und wurde bei Mayweathers WM-Kampf gegen Manny Pacquaio im Mai 2015 aufgestellt. Auch beim Kampf mit den bisher dritthöchsten Ticketeinnahmen der Geschichte stand der 40-Jährige im Ring, im September 2013 gegen Canelo Alvarez (20 Millionen US-Dollar).

Um Mayweathers Sieg in seinem letzten Profi-Kampf gegen MMA-Größe McGregor zu verfolgen, mussten Zuschauer im Schnitt 4232 US-Dollar pro Ticket berappen, wobei die Preisspanne zwischen 500 und 10.000 US-Dollar lag. Insgesamt wurden 13.094 Karten erworben. Ausverkauft war die Box-Arena in Las Vegas somit nicht, sie bietet Platz für rund 20.500 Zuschauer.

Auch wenn bei den Ticketverkäufen keine Bestmarke fiel, könnte der "Money Fight" noch Rekorde purzeln lassen. Zwar wurden noch keine offiziellen Zahlen bekanntgegeben, doch mit kolportierten 6,5 Millionen verkauften Units könnte der Kampf die höchsten Pay-Per-View-Einnahmen generieren, die jemals bei einem Boxkampf erzielt wurden. In diesem Fall würde Mayweather für den Kampf über 300 Millionen US-Dollar erhalten und zum ersten Box-Milliardär der Sportgeschichte aufsteigen.

paw

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sven2016 07.09.2017
1.
DasGeld kommt nicht von den Sitzplätzen, sondern von den vier beteiligten US pay per view-Anbietern, die den Kampf ihren Abonnenten gegen Zusatzgebühr anboten. Am nächsten Morgen stand der Kampf gratis im Netz.
schwabenstreich 07.09.2017
2. ist ja auch nicht unbedingt der "Aufhänger" für Kunden... Mrd Kampf...
...gehe ja auch nicht irgenwo hin, nur um Mrd. Umsatz zu generieren ...
cosmose 07.09.2017
3.
Ich habe mir den Kampf über DAZN angeschaut. 4 Wochen kostenloses Probe-Abo, direkt am nächsten Tag wieder gekündigt.. Danke DAZN! :) Gilt das nun auch als Ticketverkauf?
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