147. Open Championship "The Beast" ärgert Koepka, Spieth und Garcia

Normalerweise kämpfen Golfprofis bei der British Open mit Sturm und Regen. Zum Start der 147. Auflage hatten US-Open-Champion Brooks Koepka, Titelverteidiger Jordan Spieth und Sergio Garcia andere Probleme.

Brooks Koepka
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Brooks Koepka


Die Open Championship der Golfer, außerhalb Großbritanniens auch bekannt als British Open, findet in diesem Jahr auf dem traditionellen Links-Course im schottischen Carnoustie statt. Bei der 147. Auflage des Major-Turniers hätten die äußeren Bedingungen am ersten Tag mit sonnigen 20 Grad kaum besser sein können. Aber einige Weltklassespieler bekamen trotzdem zu spüren, warum der Platz den Spitznamen "The Beast" trägt.

Brooks Koepka, der 2017 und 2018 die US Open gewonnen hat, erwischte mit einem Birdie eigentlich einen optimalen Start in seine Auftaktrunde. Doch nach einem Doppelbogey an Loch fünf und einem weiteren Bogey an Loch sieben setzte der 28-Jährige seinen Abschlag auf Bahn acht in einen der tiefen Topfbunker.

Da der Ball so ungünstig am Rand lag, dass Koepka nicht stehen konnte, versuchte er, sich knieend aus der misslichen Lage zu befreien. Das schien zu funktionieren, der Ball landete auf der Kante - rollte von dort aber zurück in den Sand. Nachdem Koepka auch seinen nächsten Schlag in die Bunkerwand gesetzt hatte, musste er sein zweites Doppel-Bogey des Tages notieren.

Dank eines beeindruckenden Comebacks mit fünf Birdies auf den zweiten Neun erreichte Koepka ein Tagesergebnis von 72 Schlägen. Das reicht im Zwischenklassement immerhin zum 50. Platz, den er sich unter anderem mit Titelverteidiger Jordan Spieth teilt. Spieth hatte mit zwei Birdies und sieben Pars auf den ersten Neun stark begonnen, erlebte dann aber einen Einbruch mit einem Doppelbogey und zwei Bogeys auf den letzten vier Löchern.

"Es fühlt sich an wie eine vergebene Chance", sagte Spieth nach seiner Runde. "Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass er richtig gut läuft." Er sei sowohl mit seinen Abschlägen als auch mit seinen kurzen Eisen sehr zufrieden gewesen. Nur zum Ende der Runde sei ihm etwas die Luft ausgegangen. Außerdem habe er ein paar falsche Entscheidungen getroffen. "Das hat mir schon wehgetan, aber ich weiß, woran ich arbeiten muss", sagte Spieth.

Noch schlechter als für Koepka und Spieth lief es für Sergio Garcia. Der Spanier hatte wie die meisten Spieler Probleme mit dem aufgrund der anhaltenden Hitzewelle in Großbritannien extrem trockenen, harten und dadurch schnellen Boden. Garcias Abschlag an Loch zehn hörte gar nicht auf zu rollen und landete nach 375 Metern in einem Wassergraben.

Superstar Tiger Woods, der die Open Championship 2000, 2005 und 2006 gewonnen und in den vergangenen beiden Jahren verletzt verpasst hatte, kann mit seiner Auftaktrunde zufrieden sein. Wie Spieth leistete er sich auf den ersten Neun bei zwei Birdies kein einziges Bogey. Das folgte dann zwar an Loch zehn, doch direkt an der elf legte Woods mit einem tollen-Zehn-Meter-Putt das nächste Birdie nach. Durch zwei weitere Bogeys an der 13 und 15 beendete er die Runde mit einem soliden Ergebnis von Even Par genau wie Martin Kaymer auf dem geteilten 32. Platz.

Nach der ersten Runde führt der US-Amerikaner Kevin Kisner mit einem Ergebnis von 66 Schlägen (fünf unter Par) vor seinem Landsmann Tony Finau sowie den Südafrikanern Erik van Rooyen und Zander Lombard, die jeweils 67 Schläge benötigten.

mmm



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