British Open: Kaymer bei Clarkes Triumph chancenlos

Ein Nordire siegt in England: Darren Clarke hat die British Open in Sandwich gewonnen und konnte damit seinen ersten Erfolg bei einem Major-Turnier feiern. Martin Kaymer wollte am Schlusstag noch einmal angreifen - und fiel am Ende sogar aus den Top Ten.

British Open: Clarke bleibt cool, Kaymer enttäuscht Fotos
REUTERS

Hamburg - Es ist ein Triumph mit langem Anlauf. 53 Mal trat Golfprofi Darren Clarke bislang bei Major-Turnieren an, 53 Mal gelang dem 42-Jährigen kein Sieg. Nun feierte der Nordire den ersehnten Triumph. Bei der 140. British Open setzte sich Clarke auf dem schwierigen Kurs in Sandwich mit 275 Schlägen souverän durch und hatte am Ende drei Schläge Vorsprung auf die beiden US-Profis Dustin Johnson und Phil Mickelson. "Jahr für Jahr habe ich versucht, dieses Turnier zu gewinnen. Dass ich es jetzt geschafft habe, ist unbeschreiblich", sagte Clarke.

Enttäuschend verlief das Turnier letztlich für Deutschlands Golf-Star Martin Kaymer. Nach zwei Tagen mit Runden von 68 (Tag eins) und 69 Schlägen (Tag zwei) war der 26-Jährige noch glänzend positioniert gewesen, büßte am Wochenende (zweimal 73) bei extremen äußeren Bedingungen aber Schlag um Schlag ein. Am Sonntag belegte er nach sechs Bogeys bei nur drei Birdies mit 283 Schlägen den zwölften Platz. Damit verfehlte er knapp sein zweites Top-Ten-Resultat bei der British Open nach Rang sieben im Vorjahr.

Kaymer mit vier Bogeys auf den ersten neun Löchern

"Mein Spiel war an den letzten beiden Tagen nicht gut genug, um hier gewinnen zu können. Heute waren die Bedingungen schon ziemlich schwer, noch schwieriger als gestern", sagte Kaymer, der im August 2010 bei der US-PGA-Championship sein erstes Major gewonnen hatte. "Spielerisch bin ich sehr zufrieden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich wieder vorne mitspielen kann", so Kaymer.

Nach seiner Kampfansage am Samstagabend am Ende von Tag drei ("Ich glaube, die fünf Schläge Rückstand sind gar nichts. Da kann alles passieren") war Kaymer schon frühzeitig chancenlos. Mit vier Bogeys auf den ersten neun Löchern fiel der Weltranglistendritte im Kampf um den Sieg aussichtslos zurück. Zwar rückte er zwischenzeitlich nach zwei Birdies am zehnten und zwölften Loch noch einmal in die Top Ten vor, fiel dort aber nach weiteren Patzern wieder heraus.

Unterdessen spielte Spitzenreiter Clarke auf dem Küstenkurs souverän auf. Unter dem Jubel der mehr als 40.000 Zuschauer wurde besonders sein Eagle an Loch sieben frenetisch gefeiert. Bangen um seinen Triumph musste er nur selten. Allenfalls Phil Mickelson und Dustin Johnson rückten kurzzeitig bis auf zwei Schläge an den Führenden heran. Doch Clarke ließ sich nicht beirren, spielte Par um Par, während die Konkurrenten patzten.

US-Open-Sieger McIlroy abgeschlagen

Für einige der Favoriten endete das dritte Major-Turnier des Jahres mit einer Enttäuschung. Die beiden Führenden in der Weltrangliste, die Engländer Luke Donald und Lee Westwood, scheiterten beide bereits am Cut nach zwei Runden. Und der Nordire Rory McIlroy, den viele nach seinem US-Open-Sieg als ersten Anwärter auf einen Triumph in Sandwich eingestuft hatten, musste sich mit 287 Schlägen und Platz 26 zufrieden geben. "Ich mag es wirklich nicht, unter diesen Bedingungen Golf zu spielen", sagte McIlroy.

ham/sid

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Die Golf-Weltrangliste
Golfer Durchschnittspunkte
1. Luke Donald (England) 9.74
2. Lee Westwood (England) 8.62
3. Martin Kaymer (Deutschland) 7.27
4. McIlroy (Nordirland) 7.17
5. Steve Stricker (USA) 6.89
6. Phil Mickelson (USA) 5.55
7. Matt Kuchar (USA) 5.55
8. Jason Day (Australien) 5.46
9. Graeme McDowell (Nordirland) 5.38
10. Nick Watney (USA) 5.37

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Par: Für jedes einzelne Loch und jeden Golfkurs ist ein Par definiert. Dieser Wert steht für die Anzahl der Schläge, die der Spieler brauchen sollte, um das Loch, respektive den Kurs zu bewältigen. Hierbei handelt es sich natürlich um Werte für Spitzenspieler. Spielt man also auf einem Kurs, der als Par 72 ausgewiesen ist, eine 70er-Runde, spielt man zwei unter Par.

Hole-in-one: Bezeichnung für das Kunststück, den Ball direkt vom Abschlag ins Loch zu befördern.

Eagle: Zwei Schläge unter Par bei einem Loch

Birdie: Ein Schlag unter Par

Bogey: Ein Schlag über Par

Double Bogey: Zwei Schläge über Par

Triple Bogey: Drei Schläge über Par

Grün: Das Grün ist die kurzgeschnittene Rasenfläche am Ende einer jeden Bahn. Auf dieser befindet sich das Loch.

Fairway: Die Spielbahn zwischen Abschlag und Grün.

Handicap: Gibt die Spielstärke eines Golfers wieder. Je niedriger das Handicap, desto besser der Spieler. Die Zahl gibt die Differenz an, die der Golfer auf dem Platz über Par spielt.