US-Sport: Bruins erzwingen Entscheidungsspiel, Lakers ringen Thunder nieder
Dramatische Partien in NHL und NBA: Stanley-Cup-Sieger Boston Bruins hat gegen die Washington Capitals die entscheidende siebte Partie erreicht. Basketballer Metta World Peace sorgte beim Sieg der Los Angeles Lakers über Oklahoma City nach zweifacher Verlängerung für einen Eklat.
Hamburg - Die Boston Bruins mit dem deutschen Eishockey-Nationalspieler Dennis Seidenberg haben in der nordamerikanischen Profiliga NHL das vorzeitige Playoff-Aus verhindert. Im sechsten Spiel der Best-of-seven-Serie in der ersten Runde setzte sich der Titelverteidiger 4:3 (2:1, 0:1, 1:1, 1:0) nach Verlängerung bei den Washington Capitals durch. Der Siegtreffer gelang Stürmer Tyler Seguin in der vierten Minute der Overtime.
"Es war ziemlich nervenaufreibend. Wir lagen immer vorn, Washington konnte jedes Mal ausgleichen", sagte Seidenberg. Der 30 Jahre alte Verteidiger bekam mit 27:01 Minuten die zweitmeiste Eiszeit bei den Bruins. In der entscheidenden siebten Partie in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat Boston Heimrecht. In den Vorjahres-Playoffs entschied Boston auf dem Weg zum Titel dreimal ein siebtes Spiel für sich.
Die zweite Playoff-Runde in der Western Conference haben die Los Angeles Kings erreicht. Im fünften Spiel setzten sich die Kings 2:1 (0:1, 0:0, 1:0, 1:0) nach Verlängerung bei den Vancouver Canucks durch und gewannen die Serie damit 4:1. Vancouver war das beste Team der NHL-Hauptrunde. In der nächsten Runde trifft Los Angeles nun auf die St. Louis Blues, die sich ebenfalls 4:1 gegen die San Jose Sharks durchgesetzt hatten. Am Sonntagabend hatten bereits die Philadelphia Flyers die zweite Runde in der Eastern Conference erreicht.
World Peace droht Sperre nach Ellenbogenschlag
Die Los Angeles Lakers haben in der Basketball-Profiliga NBA das Top-Spiel gegen die Oklahoma City Thunder gewonnen. Die Gastgeber setzten sich nach zweifacher Verlängerung 114:106 durch. Zu Beginn den vierten Viertels lagen die Lakers bereits mit 17 Punkten zurück, ihnen gelang dank starken Leistungen der Bankspieler Jordan Hill (14 Punkte und 15 Rebounds) und Steve Blake (13) noch der Ausgleich - und später der Sieg. Die Thunder trafen in dem Spielabschnitt nur vier von 19 Würfen, in den beiden Verlängerungen nur fünf von 17.
Superstar Kobe Bryant (26) steigerte sich nach drei schwachen ersten Viertel in der entscheidenden Phase. 52 Sekunden vor Ende der zweiten Overtime brachte er Los Angeles 106:104 in Führung und besiegelte den Sieg wenig später mit zwei verwandelten Freiwürfen.
Für einen Eklat sorgte Lakers-Profi Metta World Peace. Kurz vor der Pause jubelte der 32-Jährige über einen Dunk, stoß dann aber mit Thunder-Guard James Harden zusammen. Daraufhin schlug World Peace seinem Gegenspieler mit dem Ellenbogen gegen den Kopf. Artest wurde des Feldes verwiesen, ihm droht nun eine Sperre. Harden erlitt eine Gehirnerschütterung und droht den Auftakt der Playoffs (Start am 28. April) zu verpassen. Der 22-Jährige ist hinter den Allstars Kevin Durant und Russell Westbrook Oklahoma Citys drittbester Scorer (16,9 Punkte pro Spiel).
World Peace, der bis zum Sommer Ron Artest hieß, entschuldigte sich nach der Partie bei Harden: "Ich war sehr emotional und aufgeregt, es war unglücklich, dass ich James unabsichtlich mit dem Ellenbogen getroffen habe", so der Forward, "Ich entschuldige mich bei den Thunder und James Harden. Es war einfach nur unglücklich."
Unterdessen fielen die Dallas Mavericks mit Superstar Dirk Nowitzki in der Western Conference durch den 101:74-Sieg der Denver Nuggets über die Orlando Magic auf Rang sieben zurück. Die Mavs haben ihr letztes Hauptrunden-Spiel am Donnerstag bei den Atlanta Hawks und sind auf fremde Hilfe angewiesen, um den Top-Favoriten San Antonio und Oklahoma City in der ersten Playoff-Runde aus dem Weg zu gehen.
Die Endrunde um die Meisterschaft haben die Houston Rockets nach der 88:97-Niederlage bei den Miami Heat verpasst. Damit kämpfen die Utah Jazz (34:30 Siege) und die Phoenix Suns (33:31) um den letzten verbliebenen Playoff-Platz im Westen.
max/dpa
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- Montag, 23.04.2012 – 09:25 Uhr
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| Die Stanley-Cup-Sieger seit 2000* | ||
| Jahr | Gewinner | Saison-MVP |
| 2012 | Los Angeles | Jewgeni Malkin |
| 2011 | Boston | Corey Perry |
| 2010 | Chicago | Henrik Sedin |
| 2009 | Pittsburgh | Alexander Owetschkin |
| 2008 | Detroit | Alexander Owetschkin |
| 2007 | Anaheim | Sidney Crosby |
| 2006 | Carolina | Joe Thornton |
| 2004 | Tampa | Martin St. Louis |
| 2003 | New Jersey | Peter Forsberg |
| 2002 | Detroit | José Théodore |
| 2001 | Colorado | Joe Sakic |
| 2000 | New Jersey | Chris Pronger |
| *2004/2005 fiel die komplette Saison wegen eines Tarifstreits zwischen Team-Besitzern und Spielern aus | ||

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