Manipulation im Sport Bundesregierung beschließt Gesetzentwurf zu Wettbetrug

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf zu Wettbetrug im Sport verabschiedet. Er sieht Haftstrafen von drei bis fünf Jahren vor. So soll die Integrität des Sports geschützt werden.

Bundesjustizminister Heiko Maas
DPA

Bundesjustizminister Heiko Maas


Erst das Anti-Doping-Gesetz, nun Wettbetrug: Das Bundeskabinett hat einen neuen Gesetzentwurf verabschiedet, der für mehr Fairness im Sport sorgen soll. Bis zu fünf Jahre Gefängnis drohen in Zukunft Sportlern, Trainern, Schiedsrichtern und Funktionären bei Spielmanipulation und Wettbetrug. Damit zeige man "Betrug und Manipulation im Sport die Rote Karte", sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD): "Sport hat eine riesige gesellschaftliche Bedeutung. Wir müssen alles tun, um die Glaubwürdigkeit des Sports zu schützen."

Neben Gefängnisstrafen zwischen drei und fünf Jahren sind auch Geldbußen vorgesehen. Durch den Gesetzentwurf soll zudem für die neuen Straftatbestände unter besonderen Voraussetzungen eine Befugnis zur Überwachung der Telekommunikation geschaffen werden.

"Die bisherige Rechtslage hat Spiel- und Wettmanipulationen nur unzureichend erfasst. Das werden wir nun mit den neu zu schaffenden Straftatbeständen ändern", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Sport stehe für Werte wie Selbstdisziplin, Ehrgeiz und Fairness, so de Maizière: "Spiel- und Wettmanipulation, Doping und Korruption untergraben diese Werte."

Weltweit werden nach Schätzungen rund 700 Milliarden Euro in Sportwetteninvestiert.

mrr/dpa



zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.