Doping-Urteil gegen Tennisstar Gericht glaubt Errani die Pasta-Ausrede nicht

Tennisspielerin Sara Errani bleibt noch Monate wegen Dopings gesperrt. Der Internationale Sportgerichtshof hat die Strafe für die frühere French-Open-Finalistin deutlich verlängert.

Sara Errani
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Sara Errani


Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat die Dopingsperre gegen die ehemalige French-Open-Finalistin Sara Errani von zwei auf zehn Monate verlängert. Die 31 Jahre alte Italienerin war im August 2017 vom unabhängigen Gericht des Tennis-Weltverbandes ITF zunächst nur für zwei Monate suspendiert worden. Gegen dieses Urteil zogen die italienische Anti-Doping-Staatsanwaltschaft sowie auch Errani selbst vor den Cas.

Neben der Sperre waren Errani auch alle Ergebnisse im Zeitraum vom 16. Februar bis 7. Juni 2017 aberkannt worden. Die bereits verbüßte Sperre rechnete der Cas auf das neue Strafmaß an, die Paris-Finalistin von 2012 ist damit nach acht Monaten im Februar 2019 wieder spielberechtigt. Die frühere Nummer fünf der Welt wird im Ranking inzwischen auf Position 72 geführt.

In einer am 16. Februar 2017 genommenen Urinprobe von Errani waren Spuren von Letrozol, einem hormonellen und metabolischen Mittel, gefunden worden. Sie hatte den Verstoß in einer Anhörung eingeräumt. Sie behauptete, das Medikament habe ihre Mutter einnehmen müssen, da sie vor zehn Jahren an einem Tumor erkrankt war. Bei der Zubereitung von Pasta für die Familie habe die Mutter die Speise aus Versehen mit Letrozol kontaminiert. Der Cas stufte den Vorgang als ein leichteres Vergehen ein.

aha/sid



insgesamt 2 Beiträge
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hman2 11.06.2018
1. Beim einen ist es die Zahnpasta, bei der anderen die Pasta von Mama...
Wird es den Sportlern nicht selbst zu blöd? Ist das ein Wettbewerb, wem die unglaubwürdigste Ausrede einfällt? Die Mama hat also aus Versehen Tabletten in die Pasta gerührt... Letrozol, Handelsname Femara, wird als Filmtabletten hergestellt. Das löst sich nicht mal auf im Essen... https://www.patienteninfo-service.de/a-z-liste/f/femaraR-25-mg-filmtabletten/ Warum kann nicht mal einer (oder eine) einfach dazu stehen und das Doping zusehen? Irgendwann macht noch einer seinen Hund verantwortlich im Sp(r)itzensport...
wurststurm 13.06.2018
2. @hman2
Auch das hats schon gegeben. Beim Belgier Frank Vandenbroucke musste tatsächlich der Hund herhalten. Das bei ihm gefundene Clenbuterol sei für seinen asthmakranken Labrador gewesen, behauptete er. Er wurde für 18 Monate gesperrt.
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