Handbike-Paralympicssiegerin Reppe gewinnt nach Anmeldepanne WM-Gold

Erst hatte ihr Verband vergessen, sie für die Rad-WM anzumelden. Dann durfte sie doch antreten. Mit Erfolg: Handbikerin Christiane Reppe hat Gold im Zeitfahren gewonnen.

Christiane Reppe (Archivbild)
imago/Felix Jason

Christiane Reppe (Archivbild)


Paralympicssiegerin Christiane Reppe hat bei der Rad-Weltmeisterschaft gleich zum Autakt Gold im Zeitfahren gewonnen. In der Startklasse H4 siegte die 30-Jährige in 32:08,05 Minuten im südafrikanischen Pietermaritzburg. Vor einer Woche war Reppe von diesem Triumph noch weit entfernt: Die Titelverteidigerin durfte nach einer verpatzten Anmeldung zunächst nicht starten. Doch dann lenkte der Weltverband UCI ein und erteilte der Sportlerin die Sondergenehmigung, bei der Radweltmeisterschaft doch noch starten.

Nach der Meldepanne des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) war Reppe zwar angereist, aber ohne Sportgerät. Erst nach den Bemühungen des Bundes Deutscher Radfahrer und des Behindertensportverbandes konnte sie nachgemeldet werden. Ihr Vater reiste spontan mit dem Handbike nach Südafrika und ermöglichte somit den Gold-Coup seiner Tochter, der im Alter von fünf Jahren wegen eines bösartigen Tumors ihr rechtes Bein amputiert wurde.

Außer Reppe holte auch die querschnittsgelähmte Andrea Eskau vom USC Magdeburg Gold im Handbike. In 27:47,61 Minuten fuhr die Paralympicssiegerin in der Startklasse H5 auf Platz eins.

lek/dpa



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Seite 1
aurichter 31.08.2017
1. Super
Herzlichen Glückwunsch - da hat sich der Einsatz und der Druck auf den Verband ja für beide goldig gelohnt. Klasse !!
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