Nach Zwischenfall bei Pressetermin Conor McGregor wegen Körperverletzung angeklagt

MMA-Kämpfer Conor McGregor ist bei einem Pressetermin durchgedreht, hat sich freiwillig gestellt und muss sich nun vor Gericht verantworten. Videobilder zeigen, wie der Ire randaliert hatte.

Conor McGregor
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Nach Zwischenfällen bei einem Medientag der Ultimate Fighting Championship (UFC) am Donnerstag in Brooklyn wurde Mixed-Martial-Arts-Superstar Conor McGregor wegen Körperverletzung in drei Fällen sowie Sachbeschädigung angeklagt. Das bestätigte die New Yorker Polizei.

Am gleichen Abend hatte sich der 29-Jährige der Polizei gestellt. "Er befindet sich noch immer in Untersuchungshaft auf dem Revier, bis er am Morgen vor Gericht gebracht wird", sagte ein Sprecher der Behörden gegenüber der Agentur Reuters.

Anlässlich des Kampfes seines Teamkollegen Artem Lobov war McGregor bei dem Pressetermin anwesend. Dort hat er unter anderem eine Sackkarre auf einen Bus mit anderen Kämpfern geworfen. Eine Insassin habe leichte Verletzungen erlitten, teilte eine Polizeisprecherin der "New York Times" mit. Videoaufnahmen belegen, wie McGregor die Karre schmeißt. Aufnahmen aus dem Bus zeigen, wie die Frontscheibe zerstört wird.

Weitere Bilder belegen, wie McGregor mit seinen Begleitern zunächst im Fahrstuhl des Veranstaltungsorts randaliert hatte. Außerdem ist zu sehen, wie er Mülleimer wirft und davon abgehalten wird, eine Barrikade zu schmeißen.

"Das ist das Widerwärtigste, was der Organisation je passiert ist", sagte UFC-Präsident Dana White nach dem Vorfall. Angaben der UFC zufolge sollen zwei Kämpfer Verletzungen in Gesicht und Augen erlitten haben und für die Veranstaltung am Samstag ausfallen. Insgesamt wurden für das Event am Samstag drei Kämpfe abgesagt. Es war nicht McGregors erster Ausraster im Rahmen einer MMA-Veranstaltung, bei der er nur zu Gast war.

Im Hauptkampf des UFC-Events wird Khabib Nurmagomedov gegen Max Holloway antreten. Auf dem Spiel steht der Champion-Titel im Leichtgewicht, den bislang McGregor hält. Der Ire hatte im November 2016 seinen bislang letzten UFC-Kampf bestritten und danach eine längere MMA-Pause eingelegt, um gegen Boxer Floyd Mayweather jr. anzutreten.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, Nurmagomedov sei Interims-Champion der UFC im Leichtgewicht. Wir haben die entsprechende Stelle korrigiert.

tip

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insgesamt 9 Beiträge
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Kurt-C. Hose 06.04.2018
1. Wahnsinn und Genie
McGregor ist ein Irrer, aber eine geniale Kampfmaschine.
JDragon 06.04.2018
2. Korrektur
Es wurde keine "Insassin" verletzt (das wird im zitierten Artikel auch nicht behauptet). Verletzt wurde Michael Chiesa, der am Samstag gegen den früheren Leichtgewichts-Champion Anthony Pettis hätte antreten sollen. Infolge der leichten Schnittverletzungen hat die NY Athletic Commission den Kampf abgesagt. Da kommt noch einiges auf McGregor zu, wenn da Antritts- und ggf. Siegesprämien in Rechnung gestellt werden, ggf. Zivilklagen, Strafen der NYAC und natürlich strafrechtliche Konsequenzen (inkl. Probleme bei künftigen Einreisen in die USA). Das schöne Geld aus dem Mayweather-Kampf könnte gefährdet sein.
enriko 06.04.2018
3. @Nr.2
Keine Insassin? Wie würden Sie denn "causing an injury to an individual on the bus" sonst übersetzen?
neejah 06.04.2018
4. Steroid
Wäre nicht das erste Mal, dass einer der steroidverseuchten UFC-Stars außer Kontrolle gerät... so beeindruckend McGregors koordinative Fähigkeiten und sein Verständnis, das Gegenüber im Oktagon zu analysieren sind, langsam sinkt mein Respekt doch deutlich.
JDragon 06.04.2018
5. @Nr. 3
Ich würde es nach Möglichkeit erst mal gar nicht übersetzen, da "individual" erst mal kein Geschlecht impliziert. Ich würde deshalb zwei Minuten in eine Google-Recherche investieren und herausfinden, dass das Opfer der genannte Michael Chiesa war - ein Mann (und mithin ein "Insasse" und keine "Insassin"). Inzwischen wurde nicht nur der Kampf von Michael Chiesa vs Anthony Pettis abgesagt, sondern auch der Kampf von Ray Borg (der offensichtlich Glassplitter ins Auge bekommen hatte).
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